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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Murksy:

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Die Geschenke des Winters von Stephanie Fitzgerald

Etwas zu viel, ich muss den Winter umarmen

Eine Psychologin, die an SAD, Allergien und diversen Phobien leidet (Angst vor Schnee) legt hier ein sehr esoterisch angehauchtes Buch über den Winter vor. Als wäre der Winter eine deutlich schlimmere Jahreszeit, als alle anderen. An Winterdepression leiden 1-2 Prozent der Bevölkerung, an Sommerdepression 2-4, nur mal als Vergleich.

Trotzdem bekommt man beim Lesen des Buches das Gefühl, alle anderen Jahreszeiten wären voller Energie und nur im Winter müssen wir darum kämpfen, nicht in ein Loch zu fallen. Da ich selber ein Psychologin in der Familie habe, ihr Urteil zu diesem Buch verschweige ich aus höflichen Gründen, weiß ich natürlich, dass es viele Menschen gibt, die jahreszeitbedingt in Stress geraten oder ernsthafte Probleme bekommen. Aber betrachten wir uns den Sommer mit zigtausend Hitzetoten und Existenzängsten von Bauern, sehe ich die Jahreszeiten ausgeglichen. Ich bin da vielleicht auch der falsche Leser, da ich den Winter lieb und mich schon im Frühjahr auf die nächsten Runden mit den Langlaufskiern freue. Gut ist, dass die Autorin durchaus brauchbare Tipps gibt, wie Tageslichtlampen oder Sport. Allerdings sieht man an ihren Ausführungen zum Sport, genauso wie bei ihren erstaunten Erkenntnissen zu Kurkuma und Knoblauch, dass ihr Wissen nicht allzu gefestigt ist. Sport ist eine mittlerweile anerkannte Medizin gegen Depressionen, nur reicht es nicht, im Winter damit anzufangen.
Eine Aussage von ihr kann man gar nicht stehen lassen. Nämlich, dass das Gehirn pessimistisch eingestellt sei. Ganz im Gegenteil, das Gehirn erinnert sich eher an positive Ereignisse, Misserfolge werden weniger gewertet, als Erfolge, das Gehirn lässt nicht zu, dass wir uns in der Zukunft vorstellen können. Ohne diese Optimierungseigenschaften würde kein Kind nach einem Sturz wieder auf das Fahrrad steigen. Hier liegt die Autorin also falsch. Auch der Ratschlag, Schulen und Arbeitgeber sollten die Anfangszeiten im Winter verschieben, klingt zwar nett, aber daran hängt ja noch viel mehr. Auch die Idee, seinen Jahresurlaub in den Winter zu verlegen, funktioniert bei Menschen, die sich ihre Arbeitszeit einteilen können vielleicht gut. Normalverdiener mit Kindern sind nun einmal an die Sommerferien gebunden. Also, viele Geschreibe um den Winter, teilweise brauchbare Ratschläge aber zu viel „ich muss den Winter lieben und umarmen und mein Schlafzimmer an ihn anpassen“.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Die Geschenke des Winters

Rezensionen von Murksy:

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Sanctuary von James Cleary

Das Ende von allem

Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlage der Menschen. Ein Milliardär hat sich vorsorglich einen Bunker umbauen lassen. Mit seiner Familie und wenig Personal will er die Unruhen in Amerika aussitzen. Die von ihm zuvor bewohnte Villa wird zeitgleich von einer Gruppe Flüchtiger aufgesucht, die hofften bei den reichen Menschen Hilfe zu finden.

Doch der Milliardär will nicht teilen, es kommt zu einer Belagerung.
So düster die Geschichte ist, so glaubhaft ist sie. Was passiert mit uns, wenn wir in die Ecke gedrängt werden? Wenn wir versuchen, unsere Familie zu beschützen und zu ernähren? Wann finden Moral, Ethik und Menschlichkeit ihr Ende? Dieses Dystopie nimmt sich dieser Fragen in aller Schonungslosigkeit an. Dabei ertappt man sich immer wieder dabei, dass man darüber nachdenkt, wie das eigene Handeln wäre. In der scheinbar heilen Welt lässt es sich natürlich leicht urteilen, dass man der Gute wäre, dass man teilen würde und Flüchtige aufnähme. Doch werfen wir einen Blick in die Realität und die Flüchtlingskatastrophen weltweit, dann ist es um die Humanität nicht so weit bestellt. Das Buch schildert brutal die Kämpfe und zeigt den Verlust, die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit. Ein schockierender Pageturner, der atemlos auf eine Zukunft deutet, die uns vielleicht gar nicht so entfernt erscheint. Der Mensch ist sein größter Feind und sein schlimmster Dämon.

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Sanctuary

Rezensionen von DoraLupin:

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Lady Macbeth von Ava Reid

Düstere Interpretation der bekannten Geschichte

Wer Shakespeares Klassiker gelesen hat, der wird wird wohl auch die Geschichte von MacBeth kennen. In dieser Geschichte wird die bekannte Story und vorallem die Protagonistin selbst neu interpretiert und es wird düster und atmospärisch.

Die junge Lady Roscille weiß, was über sie gesagt wird: Sie sei von Hexen verflucht, und ein einziger Blick in ihre Augen könne sterbliche Männer in den Wahnsinn treiben.

Auf Geheiß ihres Vaters wird sie mit dem schottischen Lord Macbeth verheiratet, einem brutalen Kriegsherrn. Um als neue Lady Macbeth zu überleben, muss Roscille all ihre List und verborgene Hexenkraft einsetzen. Dabei ahnt sie nicht, dass auch ihr Ehemann okkulte Geheimnisse hat, die in den dunkelsten Tiefen seiner Burg schlummern. Sie weiß auch noch nicht, wie gefährlich ihre eigene Magie ist. Aber sie wird es herausfinden

Der Schreibstil ist nicht ganz einfach zu lesen, da alles eher komplex geschrieben wurde und ich deshalb etwas in die Geschichte hineinfinden musste. Einmal darin gefangen, zeigt sich dann jedoch das ganze Können der Autorin, denn sie hat die Geschichte mit viel Atmosphäre und eigenen Gedanken geschrieben und so vorallem der Protagonistin nochmal ganz neu Leben eingehaucht. Sehr gut gefallen hat mir auch, wie bildhaft die Burg und generell die raue Landschaft von Schottland beschrieben wurde. Außerdem war ich sehr nahe an Lady Macbeth dran, denn als Leser erfährt man viel von ihren eigenen Gedanken und Gefühlen und ich fand das wirklich sehr gelungen!

Fazit: das Buch lässt sehr viel Platz für neue Ideen und orientiert sich wenig an der originalen Geschichte, aber wenn man sich auf eine düstere, atmosphärische Geschichte einlassen möchte, dann ist man hier auf jeden Fall richtig! Ich gebe gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung ab.

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Lady Macbeth

Rezensionen von DoraLupin:

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The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic von Rachel Mavie

Wunderbares Buch von innen und außen

Bereits die schöne Gestaltung des Covers hat mich sofort in den Bann gezogen und als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich schnell das ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. eEne Storykeeperin, die die Fähigkeit hat durch Bücher zu reisen, hört sich einfach genial und nach einer richtig coolen Idee an, von der wohl alle Buchliebhaber träumen!

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, leicht und locker und die Seiten sind nur so dahin geflogen.

Ausserdem schafft es die Autorin eine besondere Atmosphäre zu schaffen, da sie sehr bildhaft und lebendig schreibt.

Die Protagonistin Lumina ist eine sehr sympathisch Person mit der ich schnell mitfiebern konnte. Sie ist eher ruhig und vorsichtig was ich auch mal erfrischend anders gefunden habe, dennoch ist sie auch eine starke Persönlichkeit mit der ich mich gut identifizieren konnte. Mit Reed dagegen musste ich erst nach und nach warm werden, er hat es dem Leser schwer gemacht, ihn richtig greifen zu können. Da die Geschichte aber im Wechsel zwischen Lumina und Reed erzählt wird, macht es das Buch sehr abwechslungreich zu lesen und auserdem kann man so die Gedanken und Handlungen der beiden noch besser nachvollziehen.

Die Handlung bleibt die gesamte Zeit spannend und ich wollte deshalb auch immer wissen wie es weiter geht. Es gab ein paar langatmige Passagen, aber insgesamt war die Story sehr mitreißend und schön geschrieben. Die Geschichte ist eher gefühlvoll gehalten und sehr viel Action sucht man hier vergebens, dafür geht es viel um Bücher und das ist einfach ein Thema, über das ich immer wieder gerne und viel lesen kann! Ich gebe gerne eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne für dieses tolle Buch.

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The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic

Rezensionen von ReiShimura:

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Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Magie, Abenteuer und ein Zeitgeist zum Verlieben

Wieland Freund hat hier einen zauberhaften und äußerst unterhaltsamen Abenteuerroman erschaffen, welcher Lust auf mehr macht.

Zu meiner großen Überraschung stürzt man als LeserIn geradezu in die Geschichte rein. Es gibt keine großen erklärenden Worte, sondern man ist von Anfang an mitten in der Handlung.

Und genau wie Protagonistin Juli weiß man zu Beginn gar nicht, was hier eigentlich vor sich geht. Doch mit jedem Schritt, den Juli macht und mit jeder Kleinigkeit, die sie dazulernt, wird das Bild klarer und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Der Schreibstil des Autors ist sehr ansprechend und sowohl für Kinder, die eigentliche Zielgruppe des Buches, wie auch Erwachsene sehr gut zu lesen. Das Buch eignet sich aber auch sehr gut als Vorlesebuch für Kindergartenkinder, die noch nicht lesen können.

Auch das hohe Tempo des Buches hat mich überrascht. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor die Geschwindigkeit ein wenig drosselt. Denn dann hätte es die Möglichkeit für weitere und ausführlichere Informationen gegeben. So bleiben für mich nämlich einige offene Fragen leider unbeantwortet. Phasenweise kam bei mir der Gedanke auf, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, einen Zweiteiler aus der Geschichte zu machen. Das Potenzial wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Ein besonderes Highlight war für mich der kleine Zeitgeist Trim. Dieser süße, lustige kleine Kerl hat es mir von Beginn an angetan. Bei diesem Charakter hat der Autor definitiv alles richtig gemacht. Besonders seine Art sich aufzuregen und zu fluchen hat mich regelmäßig zum Lächeln gebracht.
Protagonistin Juli ist ebenfalls ein sehr gelungener und realistischer Charakter. Sie strahlt Stärke aus, ohne dabei überheblich oder unrealistisch zu werden.

All jene, die an „Alice im Wunderland“ und „Der Zauberer von Oz“ ihre Freude haben, sollten diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Klare Weiterempfehlung.

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Juli im Land der Zeitgeister

Rezensionen von ReiShimura:

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Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Magie, Abenteuer und ein Zeitgeist zum Verlieben

Wieland Freund hat hier einen zauberhaften und äußerst unterhaltsamen Abenteuerroman erschaffen, welcher Lust auf mehr macht.

Zu meiner großen Überraschung stürzt man als LeserIn geradezu in die Geschichte rein. Es gibt keine großen erklärenden Worte, sondern man ist von Anfang an mitten in der Handlung.

Und genau wie Protagonistin Juli weiß man zu Beginn gar nicht, was hier eigentlich vor sich geht. Doch mit jedem Schritt, den Juli macht und mit jeder Kleinigkeit, die sie dazulernt, wird das Bild klarer und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Der Schreibstil des Autors ist sehr ansprechend und sowohl für Kinder, die eigentliche Zielgruppe des Buches, wie auch Erwachsene sehr gut zu lesen. Das Buch eignet sich aber auch sehr gut als Vorlesebuch für Kindergartenkinder, die noch nicht lesen können.

Auch das hohe Tempo des Buches hat mich überrascht. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor die Geschwindigkeit ein wenig drosselt. Denn dann hätte es die Möglichkeit für weitere und ausführlichere Informationen gegeben. So bleiben für mich nämlich einige offene Fragen leider unbeantwortet. Phasenweise kam bei mir der Gedanke auf, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, einen Zweiteiler aus der Geschichte zu machen. Das Potenzial wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Ein besonderes Highlight war für mich der kleine Zeitgeist Trim. Dieser süße, lustige kleine Kerl hat es mir von Beginn an angetan. Bei diesem Charakter hat der Autor definitiv alles richtig gemacht. Besonders seine Art sich aufzuregen und zu fluchen hat mich regelmäßig zum Lächeln gebracht.
Protagonistin Juli ist ebenfalls ein sehr gelungener und realistischer Charakter. Sie strahlt Stärke aus, ohne dabei überheblich oder unrealistisch zu werden.

All jene, die an „Alice im Wunderland“ und „Der Zauberer von Oz“ ihre Freude haben, sollten diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Klare Weiterempfehlung.

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Juli im Land der Zeitgeister

Rezensionen von S.:

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Die Schnabels von Katrin Hörnlein

17 Kinder

17 Kinder
Ein sehr interessanter Gedanke: anhand einer 19köpfigen Familie die Geschichte der BRD über viele Jahre zu begleiten.
Die Beziehung der Eltern beginnt Anfang der 50er Jahre. Natürlich gibt es Probleme: keine Wohnung, kein Geld, keine wohlhabenden Eltern. Und doch … viel Babyglück.

Viele Fotos zeigen die Schnabels, mal einzeln, oft zu mehreren. Die Kinder berichten von Enge, Anderssein, Lärm, aber auch vom Selbständig-werden und Gemeinschaft.
Ihnen ist sogar in den 60ern der Kauf eines Eigenheims möglich. Mit neun Kindern.
Wohnungsbau, Selbstbedienungsgeschäfte, die „Fresswelle“ nach dem Krieg, spielen dort, wo kein Erwachsener ständig aufpasst - all das wird geschildert. Materielle Einschränkungen, klar, gibt es auch heute genug. Die Rolle der Eltern wird sehr unterschiedlich wahrgenommen. Besonders die Mutter ist sehr speziell. Glücklich waren wohl alle nicht wirklich. Aber: eine noch heute starke Gemeinschaft. Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Pflichtgefühl, Leistungsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung wurden vermittelt.
Ein Vergleich zu heute drängt sich natürlich auf. Der Leser mag urteilen.
Die Familienmitglieder haben viel zu erzählen, Interessantes, Authentisches.
Viele Fotos vermitteln den Zeitgeist und lassen die Schnabels lebendig werden.
Spannendes über eine sehr besondere und ungewöhnliche Familie.

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Die Schnabels

Rezensionen von yellowdog:

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Das Leben, das wir nie haben werden von Timothée de Fombelle

Vorauserinnerungen

1943, zur Kriegszeit in Frankreich. Claire schreibt auf einer Schreibmaschine die Worte, die ein Mann ihr diktiert. Es sind verbotene Blätter.
Jetzt wartet sie auf ihn, der nicht kommt.

Claire imaginiert ein Leben in der Nachkriegszeit während sie auf den Mann wartet, der zur Resistance gehört.

Sie sieht sich als junge Mutter und sogar als alte Frau. Durchmengt wird das gelegentlich durch Erinnrungen der Kinderzeit. Das sind vor allen Sinneseindrücke.

Das Buch ist ganz Gefühl. Zwischen Sehnsucht, Hoffnung und Angst angesiedelt, enthält der Text eine Melancholie und hohe Dichte.

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Das Leben, das wir nie haben werden

Rezensionen von yellowdog:

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Die Woche danach von Helga Schubert

Erzählerische Eleganz

Wenn man mehrere Bücher von Helga Schubert gelesen hat, sieht man die Zusammenhänge, die teilweise autobiografisch bedingt sind, teilweise auch thematisch.
Sie hat Jahrelang ihren demenzkranken Mann gepflegt. Dieses Buch setzt nach seinem Tod ein. Er wurde 98 Jahre alt. Fast 5 Jahrzehnte waren sie verheiratet.

Neben den Gedanken an ihren Mann schreibt Helga Schubert auch über Ingeborg Bachmann und den Bachmannpreis, zu dem sie in DDR-Zeiten nicht lesen durfte, später aber Jurorin wurde und als Autorin den Preis 2020 sogar gewann. Mich konnte vieles am Buch wirklich fesseln.

Gerade bei diesem Buch beeindruckt mich Helga Schuberts erzählerische Eleganz.

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Die Woche danach

Rezensionen von Shilo:

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Eine Schuld vergeht nie von Florence Jones

Eine alte Schuld

Josepha Brandtner kommt an einem Juniabend 1957 nicht von der Arbeit nach Hause. Die Polizei geht schnell davon aus, dass sie mit einem amerikanischen Soldaten verschwunden sein könnte. Ihr Bruder Andreas glaubt das jedoch nicht. Zusammen mit Josephas Freundin Kathi versucht er herauszufinden, was wirklich passiert ist.

Doch ihre Suche bleibt ohne Ergebnis. Die Feindschaft zu Richard Seeberger begleitet Andreas und seine Familie noch viele Jahre.
Dieser Einstieg hat mich sofort neugierig gemacht. Das Verschwinden von Josepha bleibt nicht einfach eine Sache aus der Vergangenheit, sondern beschäftigt die Familien noch lange danach. Die alte Feindschaft zwischen ihnen wirkt sich schließlich auch auf die nächste und übernächste Generation aus.
Mit Emma und Florian kommt eine weitere Verbindung hinzu. Ausgerechnet die beiden verlieben sich ineinander, obwohl ihre Großväter seit Jahren verfeindet sind. Emma hofft, dass ihre Liebe diese alte Feindschaft beenden kann. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, ob es ihnen wirklich gelingt, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Florence Jones verbindet die verschiedenen Familienmitglieder gut miteinander. Nach und nach wird deutlich, welche Folgen ein Ereignis haben kann, das nie aufgeklärt wurde. Dabei fand ich es interessant zu sehen, wie alte Vorwürfe und Erinnerungen auch viele Jahre später noch das Leben der Familie beeinflussen.
Nach meiner Begeisterung für die dreiteilige Zwei-Kontinenten-Saga der Autorin war dieser Auftakt für mich ein absolutes Muss. Meine Erwartungen waren deshalb ziemlich hoch. Auch diesmal hat Florence Jones mich wieder überzeugt. Ich war schnell mitten in den Familien und ihren Problemen und wollte wissen, wie sich alles weiterentwickelt.
Das offene Ende hat mich allerdings etwas ungeduldig zurückgelassen. Noch sind viele Fragen offen und besonders das Geheimnis um Josepha lässt mich nicht los. Deshalb möchte ich unbedingt erfahren, wie es mit Emma und Florian weitergeht und welche Antworten die Fortsetzung bringt.
Für mich ist das ein sehr gelungener Auftakt der neuen Dilogie. Nun heißt es leider warten. Auf die Fortsetzung im November freue ich mich schon sehr.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Eine Schuld vergeht nie