Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annaja:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Zwischen zwei Welten

Ihr Debütroman ist der Autorin Alexandra-Maria Pipos sehr gut gelungen.
Ioana, bzw. Johanna hat es geschafft, ein Studium in Deutschland und nun ist sie gerade auf dem Weg nach oben. Ein toller Job mit guten Zukunftsaussichten und ein attraktives Gehalt stehen für sie bereit.
Ihre Eltern sind mit ihr als Kleinkind damals, nach Deutschland ausgewandert, sind fleißige Menschen, die sich anstrengen, doch erst für ihre Tochter Johanna lohnt es sich wirklich.

Aber der Preis ist hoch, sie muss in dem Unternehmen, wo man viel von ihr hält und auf sie zählt, ständig verfügbar/abrufbar sein, gute Ideen haben, die Konkurrenz/Kollegen ausstechen, immer besser sein, als die anderen. Sie gibt alles!
Als die dann plötzlich in ihre Heimat nach Rumänien fliegen muss, um an der Beerdigung des Großvaters teilnehmen zu können, kippt der Vorsatz.
Das ganze Prozedere rund um den Tod, die Beerdigungsbräuche, das scheinheilige Getue der Angehörigen nimmt sie gefangen, sie muss sich dieser Familie stellen, ihre Lügen und ihre Tränen ertragen, sie muss Rede und Antwort stehen. Hat es sich gelohnt, dass die Eltern mir ihr damals ausgewandert sind? Ist alles perfekt, da wo sie jetzt lebt? Das Geld, ihre regelmäßigen Überweisungen jedenfalls wurden sehr dankbar angenommen und dennoch fehlt jetzt schon wieder Geld für die Grab des Opas.
Ioana sieht die Gegensätze zu ihrem jetzigen Leben, sie vergleicht.
Ein aufwühlender, intensiver und einfühlsamer Roman, der hinter die Fassade schaut, ein Buch, das sehr authentisch geschrieben wurde.
Wunderbar!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Annaja
Gib mir alles

Rezensionen von Bücherfreundin:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Tschikago von Alexandra Stahl

Über das Älterwerden

In "Tschikago", dem aktuellen Roman von Alexandra Stahl, steht neben dem Leben der Großeltern der Autorin das Älterwerden im Fokus.

Nach dem Scheitern ihrer Ehe zieht die Mutter der damals 3-jährigen Ich-Erzählerin Alexandra zu ihren Eltern in ein kleines Dorf in Unterfranken. Fortan wächst das Mädchen in der Nähe der Großeltern auf und erinnert sich Jahre später mit viel Liebe und Humor an die gemeinsame Zeit.

Die Großeltern sind noch jung, bei Alexandras Geburt ist ihre Großmutter 46 Jahre, der Großvater 49 Jahre alt. Die Großmutter arbeitet bis zu ihrer Frühpensionierung wegen Schwerhörigkeit in einer Holzfabrik. Sie sammelt Puppen, schaut regelmäßig die Spielshow "Glücksrad", gibt Tupperpartys und füttert zum Leidwesen des Großvaters neben den beiden eigenen auch streunende Katzen. Der Großvater ist als Elektriker in einer Chemiefabrik tätig. Er liest Böll, sieht regelmäßig "Ran" und hortet Steckdosen und Verlängerungskabel. Die Ehe des Paares ist nicht perfekt, häufig gibt es kleine Streitereien, doch am Ende eines jeden Tages "sind sie unzertrennlich".

Der Roman ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil lernen wir die Großeltern der Autorin kennen, im zweiten Teil fängt die mittlerweile 29-Jährige nach dem Tod des Großvaters in einem Berliner Seniorenheim als Ehrenamtlerin an. Anfangs besucht sie einmal wöchentlich eine Bewohnerin, später leitet sie eine Biografiegruppe, in der die Senioren ihre persönlichen Erinnerungen miteinander teilen. Im dritten Teil des Buches erinnert die Autorin sich an zurückliegende Besuche bei der Großmutter.

"Tschikago" ist ein Buch über das Älterwerden, die Beschwernisse des Alters und das Abschiednehmen. Alexandra Stahl erzählt die Geschichte ihrer Großeltern in schöner Sprache, die Dialoge im fränkischen, für mich gut lesbaren und verständlichen Dialekt. Mit viel Wärme, Empathie und Humor beschreibt sie das Zusammenleben zweier Menschen, die 57 Jahre eng verbunden waren. Obwohl mir dieser erste Teil des Buches am besten gefallen hat, habe ich auch die teils sehr berührenden Geschichten über die Heimbewohner und ihre Gespräche und Lebensweisheiten, teils im Berliner Dialekt, gern gelesen. Der dritte Teil konnte mich leider nicht überzeugen, er folgt keinem roten Faden und springt zwischen Erinnerungen an die Besuche bei der Großmutter, dem eigenen beruflichen Werdegang und losen Gedankensplittern hin und her.

Ich habe das Buch, das keine durchgehende Geschichte erzählt, gern gelesen. Ich mochte nicht nur die authentisch beschriebenen Großeltern der Autorin, sondern auch ihre ruhige und liebevolle Erzählweise, ihren wunderbaren Humor und die im Dialekt geschriebenen Dialoge.

Leseempfehlung für alle, die sich für das Thema Älterwerden interessieren und bereit sind, sich auf einen fragmentarischen Erzählstil einzulassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücherfreundin
Tschikago

Rezensionen von beavielleser :

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Freundschaft kennt kein Alter

Eva nimmt eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um einen seltenen Käfer zu finden. Diese Stelle ist eine Flucht vor ihrem bisherigen Leben und dem Verlust ihres Baby's. Sie richtet sich in ihrem neuen Zuhause ein und macht sich an die Arbeit.
Ihre Nachbarin, eine schrullige, alte Frau, ist nicht begeistert ist von Eva's Anwesenheit und das bekommt Eva deutlich zu spüren.

Doch schon bald entdecken die beiden Frauen, dass sie ein ähnliches Schicksal verbindet. Und auch der Unmut über den geplanten Tagebau um den Larvikit-Stein abzubauen, eint die beiden Frauen.

Eva ist manchmal ein bisschen übergriffig und egoistisch, aber ihre Liebe zur Natur und ihr netter Umgang mit Olga machen sie sehr sympathisch.
Auch Olga mit ihrer eigenbrötlischer Art mochte ich sehr.

Ein vielschichtiges Buch über ein Familiengeheimnis, Trauerbewältigung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.


Eva nimmt eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um einen seltenen Käfer zu finden. Diese Stelle ist eine Flucht vor ihrem bisherigen Leben und dem Verlust ihres Baby's. Sie richtet sich in ihrem neuen Zuhause ein und macht sich an die Arbeit.
Ihre Nachbarin, eine schrullige, alte Frau, ist nicht begeistert ist von Eva's Anwesenheit und das bekommt Eva deutlich zu spüren.
Doch schon bald entdecken die beiden Frauen, dass sie ein ähnliches Schicksal verbindet. Und auch der Unmut über den geplanten Tagebau um den Larvikit-Stein abzubauen, eint die beiden Frauen.

Eva ist manchmal ein bisschen übergriffig und egoistisch, aber ihre Liebe zur Natur und ihr netter Umgang mit Olga machen sie sehr sympathisch.
Auch Olga mit ihrer eigenbrötlischer Art mochte ich sehr.

Ein vielschichtiges Buch über ein Familiengeheimnis, Trauerbewältigung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von beavielleser
Der Einsiedlersommer

Rezensionen von Eternal-Hope:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann

Ein gutes Buch, das zu viel sein will

Die deutsche Journalistin und Autorin Christiane Hoffmann hat vor ihrem neuesten Werk schon andere Bücher zur Verbindung vom Persönlichem und Historischem geschrieben, etwa eines zum Iran und eines zur Fluchtgeschichte ihres Vaters. Nun hat sie sich die große Aufgabe gestellt, die Entwicklungen in den postsowjetischen Staaten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit nicht nur einem, sondern gleich mehreren persönlichen Themen zu verbinden.

Eines dieser Themen ist ihr eigenes Verhältnis zu diesen Staaten, denen sie seit Jahrzehnten tief verbunden ist: sie hat unter anderem Slawistik studiert, spricht sehr gut Russisch und ist schon in den 1980er Jahren als junge Austauschstudentin in die Sowjetunion und danach viele Male privat und beruflich in deren Nachfolgestaaten gereist, hat viele Freunde und Bekannte in diesen Regionen. Die Sehnsucht und Hoffnung auf einen friedlichen Neubeginn und eine positive Weiterentwicklung dieser Regionen hat die Autorin und viele andere Menschen durch die 1990er Jahre und darüber hinaus getragen. Spürbar wird ihre Liebe zu diesen Ländern, genauso wie ihre detaillierten Kenntnisse über all die politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen dieser Zeit danach, über Träume und Hoffnungen, die sich letztendlich nicht alle erfüllt hatten.

Das wäre also schon mehr als genug für ein äußerst fundiertes Buch gewesen: einerseits sachbuchartig die Entwicklungen in Osteuropa von den 1980ern bis heute darzustellen und damit auch die Hintergründe des Ukrainekrieges, der für viele nicht so mit diesen Themen vertraute Menschen äußerst überraschend gekommen ist, zu erzählen, wie es die Autorin auch tut. Und andererseits diese sachbuchartigen Erläuterungen mit persönlichen Einblicken, Erzählungen und Bezügen aufzulockern.

Doch noch ein weiteres, ebenfalls emotional äußerst heftiges und tiefgreifendes Thema, hat sich die Autorin für dieses Buch vorgenommen: den Suizid einer Freundin, der zeitlich mit dem Beginn des Ukrainekrieges zusammenfiel und mit der sie das Interesse für die Länder Osteuropas und insbesondere für die Lyrik Anna Achmatowas verbunden hat.

Das Buch ist stilistisch also eine mutige Mischung aus sehr nüchtern-sachbuchartig geschriebenen Passagen etwa über politische Verhandlungen zwischen den USA und Russland über Abrüstung im atomaren Bereich und die Entwicklung einer gemeinsamen Weltmachtposition (so von Russland erhofft, von den USA aber nie ernst gemeint), sehr persönlichen Ausschnitten voll Trauer samt Briefen an die verstorbene Freundin und der Frage nach dem Warum, und Einblicken in die Begegnungen und Erlebnisse der Autorin in Osteuropa.

Ob man diese Verknüpfungen und die damit verbundenen zahlreichen stilistischen Brüche innerhalb des Buches zu viel des Guten oder gerade durch diese ganz unterschiedlichen Stile genial findet, hängt sicher auch viel davon ab, in welcher Verfassung sich die am Buch interessierten Menschen gerade befinden und wie sehr man sich darauf einlassen kann.

Für mich persönlich war gerade der Wechsel aus sehr nüchterner-sachbuchartiger Erzählweise und dann wieder den so persönlich-emotionalen Abschnitten schwierig zu bewältigen, ich hatte oft das Gefühl, mich auf dieses Buch dadurch nicht voll und ganz einlassen zu können und habe mich an manchen Stellen von der Fülle der Informationen erschlagen und an anderen wiederum emotional überwältigt gefühlt. Jedenfalls war es nicht möglich, das Buch in einem durchgängigen, einigermaßen konsistenten, emotional-verbundenen oder sachlich-distanzierten Zustand zu lesen.

Was ich jedenfalls sagen kann: das ist ein Buch, das sehr viel Raum braucht und ihn sich auch nimmt. Man hat nur die Wahl, dem Buch diesen Raum zu geben, zeitlich, sachlich wie emotional, oder die Lektüre über einen längeren Zeitraum zu strecken - was aber wiederum das Dranbleiben an den vielen Themen schwierig macht - oder ganz bleiben zu lassen.

Dabei ist es durchaus eine lohnende Lektüre, insbesondere auf der Sachbuchebene: wer sich bisher noch nicht viel mit diesen Themen beschäftigt hat, kann sehr interessante neue Einblicke in die differenzierten Hintergründe des jetzigen Russland-Ukraine-Konfliktes, aber auch vieler anderer Staaten, die ehemals zur Sowjetunion gehörten, gewinnen. Auf dieser Ebene lohnt sich die Lektüre also sehr, wird allerdings damit erkauft, sich zwischendrin auf das hochemotionale Thema der Schuld rund um den Suizid der Freundin der Autorin einlassen zu müssen.

Wer sich hingegen vorrangig für das Thema Hinterbliebene nach Suizid und Umgang mit Schuld interessiert, dem empfehle ich eher andere Werke dazu (etwa "Von dem, der bleibt" von Matteo B. Bianchi. Es ist dieses ein so großes und schweres Thema, dass es ein Buch verdient hätte, das sich voll und ganz diesem widmet und nicht gleichzeitig mindestens ein halbes Sachbuch zur Aufarbeitung sehr interessanter, aber inhaltlich ganz anderer politischer Themen verschiedener Länder sein will.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Die Träume, die wir hatten

Rezensionen von Lerchie:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Der Wille der Gräfin von Ada Caine

Von Neid zerfressen

Die Junge Komtess Hanna, die ihr Erbe verloren hat, findet Zuflucht bei er Oblaten Bäckerin Burgl in Karlsbad. Sie hat Glück, denn sie lernt die Gräfin Valeria kennen, die ihr den Posten als Gouvernante für ihre Enkelin anbietet. Trotz einiger Schwierigkeiten gelingt es Hanna zu Antonia eine Beziehung aufzubauen.

Doch sie verbirgt ihre Herkunft und muss sic dort behaupten. Ein heimtückischer Anschlag bringt Hannas Leben in Gefahr und eine verborgene Verbindung zwischen ihr und der Gräfin ans Licht. Wird sie sich behaupten können?


Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Test die meinen Lesefluss gestört hätten. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Hanna tat mir leid, aber so war es eben damals beim Adel. Die Männer erbten, und die Frauen bekamen nix. Daher freue ich mich, dass es mit der Anstellung als -Gouvernante geklappt hatte. Doch die Kinder und Enkel der Gräfin missgönnen erstens Hanna die Anstellung und auch der kleinen Antonia die Liebe der Großmutter. Doch nicht nur die Verwandten waren missgünstig. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie diese Geschichte weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung. Das heißt, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen hat. Es hat mich gefesselt, war spannend und hat mich gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lerchie
Der Wille der Gräfin

Rezensionen von Ulgu1978:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Red Star Down von D. B. John

Spionage, Macht und Manipulation


Ljoscha, Jenna und Eric sind die Protagonisten in diesem einzigartigen Spionagethriller. Zu Beginn des Buches werden die drei Personen "vorgestellt" und die Leserschaft kann zunächst nicht erkennen, welche Verbindung zwischen ihnen besteht. Ljoscha und Jenna sind die zwei sympathischen Figuren in diesem Thriller, was man von Eric in keinster Weise behaupten kann.

Dieses Buch ist ein faszinierender Spionagethriller wie ich ihn noch nicht gelesen habe. D.B. John verknüpft gekonnt reale Personen und Ereignisse mit fiktiven Figuren und Geschehnissen. Das ist sehr erschreckend, aber gerade das macht diese Geschichte so besonders. Vor allem wie Putin, Trump und Kim Jong-un ihre Macht ausüben wird treffend beschrieben. Das ist aber gerade das Erschreckende an dieser Geschichte, denn diese drei Männer haben heute noch in der Realität das Sagen.
Besonders hervorheben möchte ich, dass das Buch durch eine Nachbemerkung des Autors vervollständigt wird, in der einige reale Ereignisse erläutert werden.
Fazit:
700 Seiten Spannung, die man, einmal angefangen, nicht aus der Hand legen kann. Ein Spionagethriller, der länger im Gedächtnis bleibt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ulgu1978
Red Star Down

Rezensionen von LeserinLu :

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Wunderbar

In dem Roman erforscht Julika als Bernsteinforscherin längst ausgestorbene Arten, die durch den Bernstein konserviert wurden. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, ist auch ihr eigenes Leben wie eingefroren. Als Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, sucht sie dessen ursprüngliche Besitzerin Ebba, die ihr Leben lang ihren eigenen Weg gesucht hat.

Dafür reist Julika zur Lübecker Bucht an die Ostsee.

Beide Protagonistinnen fand ich direkt sympathisch, aber unperfekt und gerade dadurch authentisch. Aus meiner Sicht ist diese Geschichte viel weniger kitschig, als das schone, aber kitschig anmutende Cover vermuten lässt. Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt und liest sich sehr flüssig und unterhaltsam. Außerdem ich fand es toll, wie viel ich nicht nur über Bernstein, sondern auch über das Flüchtlingsleben an der Ostsee nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entwicklung des Tourismus dort und unterschiedliche Perspektiven auf Pflege gelernt habe. Für mich ist das Thema der pflegenden Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen fast das eigentliche Zentrum des Romans und gar nicht die enthaltene Liebesgeschichte. Besonders gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Lübecker Bucht. Da ich selbst gern dort bin, konnte ich alles bildlich vor mir sehen.

Alles in allem war der Roman genau das, was ich von einem historischen Unterhaltungsroman erwarte, nur deutlich weniger kitschig als sonst im Genre. Außerdem ist er fast ein Muss für alle, die die Lübecker Bucht lieben!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LeserinLu
Die Bernsteinfischerin

Rezensionen von RAMAZOTTI:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Anton und Alma von Dana Vowinckel

Ein Tag, der vieles veränderte

»Anton und Alma« geschrieben von Dana Vowinckel, hat ein Cover, welches mir nicht unbedingt gefällt, aber etwas zum Nachdenken anregt und Raum für Interpretationen zulässt.
Die beiden Hauptprotagonisten Anton und Alma sind zwei wundervolle Charaktere, greifbar und spürbar dargestellt; aus zwei absolut unterschiedlichen Welten stammend, und damit meine ich alle Aspekte, die nur betroffen sein können.

Trotzdem entbrennt eine tiefe Liebe zueinander, die allen Unterschiedlichkeiten und Schwierigkeiten trotzt; zumindest bis zu jenem Tag am 07. Oktober 2023, der die Welt erschütterte.
Antisemitismus, ein Thema, welches anscheinend niemals ein Ende findet und schon so viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht hat. Es ist nicht nur mutig, das neben der großen Liebe zum eigentlichen Thema des Buches zu machen, sondern auch noch eine große literarische Begabung, hierfür die richtigen Worte und Schreibweise zu finden.
Den Schreibstil habe ich für mich sehr ansprechend empfunden, jeder Satz hat mich in kurzen klaren Sätzen diese Geschichte emotional und mental miterleben lassen, trotzdem hat jedes Wort die Gefühle, Gedanken und Handlungen perfekt beschrieben. Ganz großes Kino. Sehr feinfühlig und berührend.
Ich gebe hier hervorragende 5 Sterne, das Buch hat mit sehr angesprochen und berührt. Ich konnte es kaum weglegen, da ich tief eingetaucht bin. Ein großartiger Roman einer jungen Autorin, Respekt. Danke dafür.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von RAMAZOTTI
Anton und Alma

Rezensionen von RAMAZOTTI:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones

Berührend

Von lara2505

»Goodbye, Honeysuckle« geschrieben von Tayari Jones, hat ein wunderschönes Cover, welches mir sofort ins Auge gesprungen ist, hinter der schwarzen Schrift sehr sanft, jedoch eigentlich nicht passend zu der Geschichte dahinter.
Die Hauptprotagonistinnen und Erzählerinnen Vernice und Annie sind großartig dargestellt und ausgearbeitet, ich konnte mich in deren Seelenleben und Gedankenwelt hineinfühlen.

Zwei Frauen mit den gleichen Wurzeln, demselben Schicksal und aus derselben Welt stammend, schlagen völlig unterschiedliche Wege ein, welche natürlich ihr weiteres Leben nachhaltig gestalten und prägen.
Der Schreibstil, finde ich, ist ein ziemlich besonderer, für mich waren die wechselnden Dialoge der Erzählerinnen dermaßen klar und verständlich zu lesen, dass ich absolut keine Schwierigkeiten hatte, in diese Geschichte tief einzutauchen, mitzufühlen und mitzuleben. Erzählt wird in angenehmen, kurzen Kapiteln
Ansprechend war für mich auch der historische Background, die vielen tiefgründigen Einblicke in die „damalige“ Zeit der Rassentrennung in den Südstaaten der 1950/60 Jahre.
Ich gebe hier sehr gute vier Sterne, das Buch hat mit sehr angesprochen und berührt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von RAMAZOTTI
Goodbye, Honeysuckle

Rezensionen von RAMAZOTTI:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Red Star Down von D. B. John

Volle Punktezahl!

"Red Star Down“ von D.B. Jon, mir bislang nicht bekannt, hat hier einen spannenden und packenden aktuellen – natürlich fiktiven - Spionage Thriller geschrieben, was normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre ist, mich allerdings vollends überzeugt hat.
Das Cover hatte mich ursprünglich angezogen, es ist farblich auffällig gestaltet und passend.

Über 700 Seiten, voll mit Action, gefüllt mit Fiktivem aber auch sehr viel tatsächlich realem Weltgeschehen, versteckt und offen handelnd von den derzeit regierenden Präsidenten und machtgewaltigen Politikern, deren Geheimdiensten und Regimes. Die jeweiligen Charaktere und Protagonisten sind ansprechend und sehr gut ausgearbeitet.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, leicht und angenehm zu lesen, temporeich und ab und an ein kleines Augenzwinkern, vor allem aber perfekt recherchiert, was jedoch wiederum zusätzlich für Schaudern gesorgt hat, da sich etliches tatsächlich so abgespielt hat. Obwohl dieser Thriller sowohl von der Seitenanzahl als auch von der Handlung – drei aufeinander zulaufende Handlungsstränge – sehr umfangreich ist, konnte ich immer problemlos folgen und habe nicht nur den Faden nicht verloren sondern war tatsächlich permanent gefesselt und habe auch das eine oder andere hinsichtlich der Weltpolitik neu erfahren.
Ich gebe zu diesem Polit-Spionage-Thriller eine absolute Leseempfehlung ab, fünf große Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von RAMAZOTTI
Red Star Down