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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von scorpio:

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Cinnamon Spice Love von Harper Graham

Eine zweite Chance für die Liebe

Was gibt es im Herbst Schöneres zu lesen, als romantische Herbst-Romane!

Nachdem ich bereits in Willow Falls unterwegs war, hat es mich dieses Mal nach Maple Falls verschlagen.

Eine bezaubernde Kleinstadt mit viel Charme, Herbstfeeling und netten skurrilen Bewohnern, die zusammenhalten.
Dort treffen wir auf Madison und Zach, deren Geschichte einen vom ersten Moment an gefangennimmt.

Nach ihrer Rückkehr trifft sie auf ihre Jugendliebe Zach, der noch immer, zwischen Kürbisfest, Halloween und dem Cinnamon Spice Inn, die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Flattern bringt.

Ein warmherziger second chance Roman, der auch ohne große Aufregung auskommt. Er besticht durch seine eher leisen Töne und versetzt einen beim Lesen in Wohlfühlstimmung.

Lesen, genießen, träumen und dazu eine heiße Tasse Tee und eine Zimtschnecke!

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Cinnamon Spice Love

Rezensionen von katis zettelchen:

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Schwestern. Trotz allem von Max Moor

Starke Frauen, die stürzen, aber ihr Krönchen wieder aufsetzen und weitermachen

Ausgangsposition: Drei Schwestern, die nach dem Krieg voneinander getrennt werden und unabhängig voneinander ihr Leben leben. Ich mag den Autor, kenne ihn als Moderator von TTT. So hatte ich beim Lesen immer seine Stimme im Ohr. Der Roman ist ein gut lesbarer umfangreicher Roman, eine Nachkriegs-Familiengeschichte, die mit dem Kriegsende beginnt, einer sehr spannenden Zeit, in der die Familienstrukturen neu gemischt wurden: Väter waren gefallen oder in Gefangenschaft, Frauen übernahmen Verantwortung, die ihnen vorher abgesprochen wurde, gleichzeitig sollten sie sich den gesellschaftlich schicklichen Erwartungen anpassen.

Die Protagonistinnen sind starke Frauen. Sie leben sehr modern, wir vergessen aber oft, dass es vielen Frauen unmöglich war, innerhalb der schicklichen Normen zu existieren. Das macht das Buch interessant. Ich finde allerdings den Titel irreführend. Hauptsächlich wird das Leben der ältesten Schwester und ihres Mannes erzählt, die Geschichte der beiden jüngeren Schwestern läuft eher nebenher, die Auflösung hat mich etwas enttäuscht. Der Roman basiert wohl auf der Geschichte der Schwiegermutter des Autors, ich denke, er hatte einfach viel mehr Informationen über ihr Leben als das ihrer Schwestern. Sprachlich ist der Roman gut erzählt, hätte ein bisschen komprimierter sein können, er ist ein gutes Buch für kuschelige Herbsttage.

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Schwestern. Trotz allem

Rezensionen von cosmea:

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Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo

Ein Trauerredner ermittelt

“Niemals geht man so ganz“ ist Andreas Izquierdos zweiter Roman um den Trauerredner Mads Madsen, der wieder zum Ermittler wird. In einer Sommernacht führt er seine geliebte Malteserhündin Bobby in Glücksburg an der Ostsee spazieren, als er eine Frau auf einem Steg entdeckt, die offensichtlich Selbstmord begehen will.

Mads versucht vergeblich, sie vom Suizid abzuhalten, springt ihr sogar hinterher, kann sie aber nicht retten. Vor ihrem Sprung hat Anna Schmidt ihm noch das Versprechen abgenommen, ihrer neunjährigen Tochter eine noch unbekannte Botschaft zu übermitteln und sich um das Kind zu kümmern. Mads muss nun herausfinden, was er der Kleinen mitteilen soll und warum sich die Mutter umgebracht hat. Sie fühlte sich offensichtlich verfolgt und wollte mit ihrem Tod ihr Kind schützen. Schon bald hat Mads sich und sein gesamtes Umfeld in größte Gefahr gebracht. Auch Hauptkommissarin Mills mit ihrem Problem der Aggressionskontrolle kann ihm zunächst nicht weiterhelfen.
Es geht in dieser Geschichte jedoch nicht nur um die Lösung eines Kriminalfalls, sondern auch um Verlust und Trauer und aus diesem Anlass die von Mads mit viel Empathie verfassten Trauerreden. Mads ist zusammen mit seiner Hündin auch in der Lage, schnell das Vertrauen des Waisenkinds zu gewinnen, das fortan mit ihm und Bobby leben möchte. Sein exzentrischer Vater Fridtjof sorgt für eine gewisse Leichtigkeit in der Geschichte, wenn er zum Beispiel drei Seniorinnen dazu bringt, für ihn zu putzen und zu kochen, mit ihnen eine Band gründet und für einen öffentlichen Auftritt bei einem Festival am Strand probt.
Izquierdos Roman ist kein typischer Krimi. Das liegt an den Figuren der Geschichte und dem Verzicht auf brutale Gewalttaten. Der Roman bietet zwar keine große Spannung, ist jedoch unterhaltsam und schnell gelesen.

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Niemals geht man so ganz

Rezensionen von scorpio:

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Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán

Herbstromantik pur

Endlich geht die Geschichte der "Willow Falls"-Reihe weiter!
Auch im dritten Band gibt es in der idyllischen Kleinstadt, die umgeben ist von Ahornwäldern und deren Einwohner einen ans Herz wachsen, jede Menge Herbst-Feeling.

Dieses Mal dreht es sich um Reese und Owen. Zwei die erst zueinander finden müssen, ihre Gefühle füreinander nicht länger ignorieren können.

Endlich erfahren wir, welche Geheimnisse beide umgibt.
Emotionen, Gefühle und Handlungen werden von der Autorin authentisch wiedergegeben und machen diese Reihe so besondern.

Da man sich in einer Kleinstadt immer wieder mal über den Weg läuft, begegnen einem natürlich auch hier wieder bekannte Gesichter aus den ersten beiden Bänden.

Willow Falls ist magisch schön, bietet aufregende Unterhaltung und verbreitet jede Menge knisternde Herbststimmung. Da möchte man am liebsten hinziehen. Eine wunderbare Fortsetzung
Ich freue mich schon im Winter dorthin zurückkehren zu können mit Band 4!

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Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls

Rezensionen von cosmea:

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Schwestern. Trotz allem von Max Moor

Drei Leben

In seinem Debütroman “Schwestern. Trotz allem“ erzählt Max Moor das Leben der Schwestern Gerti, Rudi und Hansi von 1945 bis 1973 mit einem Ausblick auf das Jahr 2016, als nur noch Gerti übrig ist. Nach dem Krieg wird die Familie auseinandergerissen. Erst verlässt der Vater Frau und Kinder, dann stirbt Johanna, die Mutter.

Der Großvater lebt mit seiner rabiaten Tochter Hedwig in deren Haus. Die will keine ihrer Nichten im Haus haben, duldet aber schließlich widerwillig Gerti, die älteste. Die beiden jüngeren Mädchen müssen ins Heim der Barmherzigen Schwestern, die alles andere als barmherzig sind. Hansi wird nach kurzer Zeit von einem liebevollen Paar adoptiert. Sie bleibt ihren Adoptiveltern ein Leben lang verbunden. Dort wachsen auch ihre Kinder aus zwei gescheiterten Beziehungen auf. Nach einer furchtbaren Zeit gelingt Rudi die Flucht, und sie kann endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Die Geschichte der Schwestern ist bewegend und mit viel Empathie erzählt. Sie kämpfen ein Leben lang, jede für sich. Keine weiß, was aus den anderen geworden ist. Erst 27 Jahre später arrangiert Gertis Partner Albert ein Wiedersehen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. An die zahlreichen Ausdrücke im österreichischen Dialekt habe ich mich schnell gewöhnt, zumal dem Buch zum besseren Verständnis ein kleines Glossar beigefügt ist. Für mich bekommt die Geschichte durch den Dialekt noch mehr Authentizität. In einem Nachwort schreibt der Autor, dass sein Buch von der Familiengeschichte seiner Frau inspiriert ist. Auch seine Schwiegermutter und ihre Schwestern wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen und hatten völlig unterschiedliche Lebensläufe. Ich bin sehr gespannt, ob der ehemalige Moderator von ttt seine Schriftstellerkarriere fortsetzt. Sollte dies der Fall sein, werde ich mir seinen nächsten Roman nicht entgehen lassen.

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Schwestern. Trotz allem

Rezensionen von PMelittaM:

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Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman

Ich liebe diesen Humor!

Vern Blackwood macht sich Sorgen, einer seiner Leibwächter wurde ermordet und ein Zettel mit einer Drohung bei ihm gefunden. Zufällig sieht er die Krimiautorin Rosie D‘Antonio in einer Talkshow, die dort auch von ihrer Detektei mit Namen „Wir finden Mörder“ erzählt. Kurz entschlossen ruft er sie an und bittet um Hilfe.

Zusammen mit dem ehemaligen Polizisten Steve Wheeler und dessen Schwiegertochter, der erfahrenen Bodyguard Amy Wheeler, reist Rosie zu Verns Villa in die Toskana. Bald stecken die Drei wieder mitten in einem verzwickten Fall, der sie zwar nicht rund um den Globus, aber doch in einige Länder führt, und alles andere als ungefährlich ist.

Beim Start in den zweiten Band machten sich Rosie, Amy und Steve noch Gedanken darum, ob die Gründung der Detektei eine gute Idee war, denn nach den Ereignissen im Vorgängerband blieben die Fälle aus. Steve überlegte schon, ob er vielleicht nicht nur auf Morde warten, sondern auch Fälle von verschwundenen Haustieren und ähnlichem annehmen solle.

Neben den schon erwähnten trifft man auch andere Charaktere aus dem Vorgängerband wieder, alle ein bisschen skurril aber größtenteils auch liebenswert. Ein neuer Charakter ist der Spanier Ernesto Manuelo Santiago de Sousa de Cuéllar, der für Interpol arbeitet; ein alter Freund Rosies ist und gut zum Trio zu passen scheint.

Wer die Donnerstagsmordclub-Reihe des Autors kennt, weiß, dass man bei ihm auf Humor hoffen darf, und zwar auch auf schönen schwarzen britischen Humor. Die Wir suchen Mörder-Reihe legt sogar noch ein bisschen oben drauf, wie man auch hier wieder sehen kann. Es geht sehr turbulent und nicht immer gesetzestreu zu, man kann nicht immer erkennen, wer zu den Guten oder zu den Bösen gehört und geschossen wird auch.

Natürlich hat der Fall am Ende einige Überraschungen zu bieten, wird aber nachvollziehbar gelöst. Im Nachwort verspricht Richard Osman einen weiteren Fall, zunächst soll es aber einen neuen Fall für den Donnerstagsmordclub geben, gegen Ende dieses Romans gibt es sogar eine kleine Verknüpfung zwischen den beiden Reihen – ich liebe so etwas ja.

Band 2 der Reihe bietet wie erhofft sehr gute Unterhaltung mit viel britischem Humor. Man trifft einige bekannte Charaktere wieder, reist mit den Protagonist:innen durch mehrere Länder und erlebt eine spannende Geschichte. Ich würde sagen: Zugreifen!

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Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2)

Rezensionen von libraryoflaura:

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Aprikosenkind von Judith Merchant

Trautes Heim, trügerischer Schein.

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du lebst deinen absoluten Traum: ein wunderschönes Haus auf dem Land, ein treusorgender Ehemann und deine kleine Tochter Ruby, die du über alles liebst. Das ist auf den ersten Blick das Leben von Nathalie. Doch unter der glatten Oberfläche dieser Familienidylle schleicht sich etwas zutiefst Unheimliches ein.

Warum weigert sich Ruby standhaft, normale Formen oder Männchen zu zeichnen, und füllt Blätter stattdessen nur mit düsteren Blöcken aus? Warum stehen plötzlich Türen offen und die Blicke der Nachbarn werden immer merkwürdiger? Als schließlich ein einziges Bild der kleinen Ruby alles ins Wanken bringt, gerät Nathalies gesamte Wahrnehmung aus den Fugen. Schleicht sich eine Gefahr von außen in ihr Leben, oder liegt die größte Bedrohung längst mitten im eigenen Zuhause?

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Unterschwellige Spannung: Judith Merchant braucht keine spektakulären Schockmomente, um eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Das Unheimliche schleicht sich ganz langsam in Nathalies Alltag und sorgt dafür, dass man selbst den scheinbar harmlosesten Situationen misstraut.
- Atmosphärischer Schreibstil: Der Schreibstil ist ruhig, klar und unaufgeregt, entwickelt dadurch aber eine enorme Sogwirkung. Gerade weil nicht alles dramatisch ausgeschmückt wird, wirken viele Szenen umso verstörender.
- Grauen im Familienalltag: Besonders stark fand ich, dass die Bedrohung nicht an einem exotischen oder offensichtlich gefährlichen Ort entsteht, sondern in einer vermeintlich perfekten Familie.
- Komplexe Familiendynamik: Die Beziehungen zwischen Nathalie, Gabriel und Ruby sind deutlich vielschichtiger, als man zunächst vermutet. Mutterliebe, Fürsorge, Kontrolle, Manipulation und alte Verletzungen verschwimmen immer stärker miteinander.
- Interessante Perspektivwechsel: Die unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen geben nach und nach weitere Informationen preis und sorgen dafür, dass sich das Gesamtbild erst langsam zusammensetzt. Dadurch bleibt die Handlung lange undurchsichtig.
- Starker Lesesog: Obwohl die Spannung eher leise aufgebaut wird, wollte ich ständig wissen, was wirklich hinter Rubys Verhalten, Nathalies Angst und den Geheimnissen der Familie steckt.

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Anspruchsvoller Einstieg: Durch die wechselnden Perspektiven und Zeitsprünge hatte ich am Anfang nicht sofort einen sicheren Zugang zur Geschichte. Man muss sich erst orientieren und die einzelnen Informationen einordnen.

FAZIT:
"Aprikosenkind" ist ein atmosphärischer Psychothriller über Mutterliebe, Manipulation und die dunklen Geheimnisse hinter einer scheinbar perfekten Familie. Ich empfehle das Buch besonders Fans von ruhiger, unterschwelliger Spannung und psychologischen Familiendramen. Wer allerdings viel Action, drastische Gewalt oder eine vollkommen spektakuläre Auflösung sucht, sollte wissen, dass Judith Merchant deutlich leiser und subtiler erzählt.

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Aprikosenkind

Rezensionen von Bücherfreundin:

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Der Buchclub der eigensinnigen Frauen von Marie Bostwick

Unterhaltsame Reise in die sechziger Jahre

Im Mittelpunkt des neuen Romans von Marie Bostwick stehen vier Frauen, die in den 60er Jahren einen Buchclub gründen und durch ihren intensiven Austausch ihr Leben auf den Prüfstand stellen.

Margaret Ryan könnte eigentlich glücklich sein. Die 33-Jährige hat einen liebevollen Ehemann, drei Kinder und ein schönes Eigenheim in der idyllischen Vorstadt Concordia.

Doch wirklich zufrieden mit ihrem Leben ist sie nicht. Als ihr in einer Apotheke die faszinierende und selbstbewusste Charlotte Gustafson begegnet, gründet sie einen Buchclub und lädt Charlotte dazu ein. Die 39-jährige Mutter von vier Kindern erklärt ihre Bereitschaft, wenn der Buchclub sich mit dem gerade erschienenen Buch "Der Weiblichkeitswahn" von Betty Friedan auseinandersetzt. Auch Margarets Freundinnen Bitsy Cobb und Viv Buschetti werden dabei sein. Die 41-jährige Viv ist mit einem Offizier des Pentagons verheiratet und hat sechs Kinder, während Bitsy mit ihren 23 Jahren die Jüngste im Club ist. Sie ist mit einem Tierarzt verheiratet und wünscht sich sehnlichst ein Baby.

Über einen Zeitraum von knapp einem Jahr begleiten wir die "Bettys", wie sich die vier Frauen nach der Autorin von "Der Weiblichkeitswahn" nennen. Im letzten Kapitel springt die Handlung in das Jahr 2006, und wir erfahren, wie es den Freundinnen über die Jahrzehnte hinweg ergangen ist.

Die Geschichte ist in klarer Sprache und angenehmem Tempo erzählt, wir tauchen mit den vier Protagonistinnen ein in die sechziger Jahre und erleben ihren Alltag mit seinen Höhen und Tiefen. Die Frauen sind vom Charakter und ihren persönlichen Lebensumständen her sehr unterschiedlich, sie alle sind nicht zufrieden mit ihrem Leben. Margaret wäre gern Schriftstellerin geworden, Charlotte träumt davon, als Malerin anerkannt zu werden. Betsy ist mit Pferden aufgewachsen und wäre gern Tierärztin geworden, Viv wünscht sich, endlich wieder als Krankenschwester zu arbeiten. Die gemeinsame Lektüre des gerade erschienenen Buchs "Der Weiblichkeitswahn" öffnet den Frauen die Augen. Die Autorin Betty Friedan fordert ein gesellschaftliches Umdenken bezüglich der Rolle der Frau. Frauen seien mehr als nur Hausfrauen, wie die Männer könnten auch sie Erfüllung im Beruf finden. Margaret, Charlotte, Viv und Betsy erkennen, dass sie nicht allein sind mit ihrer Unzufriedenheit, ihren Wünschen und Sehnsüchten. Intensive Gespräche stärken ihr Selbstvertrauen, und sie beginnen, ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.

Der Autorin ist es gelungen, den Zeitgeist und das Frauenbild der sechziger Jahre authentisch darzustellen. Damals verdienten die Männer das Geld, während die Frauen sich um den Haushalt und die Kinder kümmerten. Jede Frau brauchte die Erlaubnis ihres Ehemanns, wenn sie ein eigenes Konto eröffnen oder einer Berufstätigkeit nachgehen wollte. Auch für die Ausstellung eines Rezepts für die Antibabypille war eine schriftliche Einverständniserklärung des Ehemanns erforderlich.

Mir hat die Geschichte, in der vier Nachbarinnen zu engen Freundinnen werden und einander mit viel Tatkraft unterstützen, sehr gut gefallen. Auch die Entwicklung der Frauen ist gut dargestellt. Es geht in dem Buch nicht nur um Ehe, Mutterschaft und Freundschaft, sondern auch um bedeutende Lebensveränderungen und feministische Literatur. Darüber hinaus hat die Autorin politische Ereignisse des Jahres 1963 in den Roman einfließen lassen. Die Episode mit Jackie Kennedy kurz vor der Ermordung des Präsidenten fand ich allerdings wenig realistisch und daher überflüssig. Der Blick auf das Jahr 2006 war zwar interessant, dennoch empfand ich das Ende des Romans als recht unrealistisch und ein wenig kitschig.

Auch wenn das Buch ein paar Längen hatte und teilweise vorhersehbar war, habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt.

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Der Buchclub der eigensinnigen Frauen

Rezensionen von Neobook:

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Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo

Spannung, Humor und Emotionen

Der Krimi Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo ist der zweite Band um den Trauerredner Mads Madsen. Das erste Buch hatte ich schon sehr gern gelesen und so hat mir dieser zweite Teil auch sehr gut gefallen.
Mads ist mit Hund Bobby unterwegs, als er Anna sieht, die von der Brücke ins Meer in den Tod springt.

Sie hatte Angst und gibt ihm noch den Auftrag sich ihrer Tochter Tilly anzunehmen. Und schon ist Mads wieder in einem gefährlichen Spiel verwickelt. Sein eigenwilliger Vater Fridtjof bringt wieder Leichtigkeit hinein, wenn er diesmal mit drei rüstigen Nachbarinnen einen Chor gründet und diese gleich für sich putzen und kochen läßt. Das sind witzige Alltagssituationen, die mich oft schmunzeln ließen.
Auch bei diesem Fall ist wieder angenehme Spannung vorhanden und es gibt eine interessante und emotionale Auflösung! Ich kann diese Reihe wirklich sehr weiter empfehlen, nicht nur für Krimifans!

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Niemals geht man so ganz

Rezensionen von clematis:

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Seltsame Sally Diamond von Liz Nugent

Die Irre

Eine erwachsene Frau, zweiundvierzig, zurückgezogen, sozial defizitär, seltsam, gar irre – so beschreiben ihre Nachbarn Sally Diamond. Was sie nicht wissen: warum ist sie so geworden? Was steckt hinter diesem sonderbaren Verhalten?

Auf beeindruckende Weise erzählt Liz Nugent die Geschichte von Sally und stellt eindrücklich dar, wie prägend Bezugspersonen und Kindheit sind, wie schwierig es ist, sich aus frühzeitigen Fesseln zu befreien.

Tatsächlich hat sie ihren toten Vater mit dem Müll entsorgt, genau so, wie er es zuvor angeregt hat. Dass sie auch diese Äußerung wortwörtlich nehmen würde, hat nicht einmal er vorausgesehen. Gut eingeflochten in Sallys Leben werden Rückblenden und Sichtweisen einer anderen Person, wodurch der Roman besonders stimmig wirkt und, fast noch wichtiger, auch beim Leser Verständnis aufkommen lässt für vieles, was man kaum für möglich hält. Sehr gut gelungen ist der Blick in Sallys Gemütslage und Gedankenwelt, aber auch die Figur namens Peter wird ausgesprochen detailliert dargestellt, sodass man auch seine verqueren Handlungen nachvollziehen kann. Grausamkeiten bleiben nicht aus, schicksalhafte Tragödien pflastern die Wege der Hauptfiguren, schlussendlich bleibt es jedem selbst überlassen, sich einem Trauma zu stellen oder weiter in den Fängen des Bösen zu verweilen.

Der flüssige Text, die wechselnden Schauplätze und die unterschiedlichen Sichtweisen fügen sich zu einem großartigen Roman zusammen, der teilweise starke Nerven erfordert, aber auch tiefe psychologische Zusammenhänge offenbart. Absolut lesenswert!

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Seltsame Sally Diamond