Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Wie aus dem Nebeneinander, ein Miteinander werden kann
„Bis wohin reicht mein Leben und wo beginnt die Nacht“ (Rilke).
Reicht das Leben immer so weit, wie man gerade schauen kann?
1.584 Menschen leben Wand an Wand, doch die emotionale Distanz ist groß. Die Bedrohung, durch das Auffinden einer Weltkriegsbombe, bricht die Schutzmauer der Bewohner auf.
Der Roman von Tanja Kokoska besticht durch seine warmherzige Beschreibung der Protagonisten. Leseempfehlung!
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Raub in der Wiener Werkstätte von Beate Maly
Fesselnder Krimi im historischen Wien von 1907
Meine Meinung
Der Autorin Beate Maly ist mit „Raub in der Wiener Werkstätte“ ein historischer Kriminalroman in der Reihe um den Kommissar Max von Krause wiederum bestens gelungen.
Besonders ansprechend fand ich die Ansiedlung des Krimis in der Donaumetropole Wien im Jahre 1907. Lilian Feigl, eine der Hauptdarstellerinnen, arbeitet als Putzfrau in der Wiener Werkstätte und wird dadurch von mehreren Seiten als prädestiniert angesehen, Informationen zusammenzutragen bzw.
Kontakte in der Werkstatt zu knüpfen. Auch wenn sie sich am liebsten aus allem heraushalten würde, so ist sie erpressbar und muss so schon aus Eigeninteresse beim Ermitteln helfen.
Der ansprechende Schreibstil dieses flott geschriebenen Romans ließ mich nur so durch die Seiten fliegen und ich würde gerne gleich noch einen Folgeband davon lesen, um zu erfahren, wie es unter anderem mit Max von Krause, Liliane Feigl und Herbert Rossberg nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld weitergeht.
Bei den Ermittlungen ergaben sich durch die zeitliche Ansiedelung im Jahre 1907 völlig andere Zugangsweisen an die Auflösung des Kriminalfalles, denn die technischen Möglichkeiten entsprachen bei weitem nicht den heutigen. Max von Krause hätte zum Beispiel gerne Fotos vom Tatort und muss dabei auf einen etwas zwielichtigen privaten Fotografen ausweichen, weil der Gesetzgeber nichts von so neumodischen Verfahren hält.
Was mir ausnehmend gut gefiel, war die Veranschaulichung einer sozial sehr unterschiedlich angelegten Gesellschaft mit strengen Hierarchien zu jener Zeit in Wien. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin sehr sorgfältig zu dieser Epoche recherchierte und ihre Erkenntnisse im Roman einarbeitete. So konnte ich neben dem Lesevergnügen noch einiges Interessantes über die Wienerstadt dazulernen. Es kamen alle sozialen Schichten, vom Adel bis zu den Dienstboten, vom Industriellen bis zum Rastelbinder und der Planetenverkäuferin, vor und ihre jeweiligen Lebensumstände wurden eindrücklich geschildert. Das ließ vor meinem inneren Auge ein sehr lebendiges Bild des damaligen Lebens in Wien entstehen, wie ich auch generell das Lokalkolorit der Stadt in der Zeit des Jugendstils sehr gelungen nachgezeichnet fand.
Der Roman enthielt einige Wendungen und ließ mich immer wieder einmal an ein anderes Ende denken, als es schließlich war, doch konnte ich das Buch letztlich nach sehr kurzweiligen Lesestunden zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem historischen Krimi mit viel wienerischem Lokalkolorit des Jahres 1907 und authentischen Hauptdarsteller*innen ist, dem sei „Raub in der Wiener Werkstätte“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und klug unterhalten und vergebe gerne, neben der vollen Sternezahl, meine Leseempfehlung.
Rezensionen von leseratte1604:
People in Love von Claire Daverley
Schönes Buch über Gefühle
"People in love" ist ein sehr schöner, einfühlsamer Liebesroman von Claire Daverley. Die Gefühle von Nora, von Robin und von Bren werden auf sehr schöne Weise dargestellt, es gibt verschiedene Erzählperspektiven, wobei mir persönlich die von Robin von der Art her am besten gefallen hat.
Man kann sich wunderbar in alle Personen hineinversetzen und auch wenn man vielleicht nicht alles genauso empfinden, nicht genauso reagieren/handeln würde, so kann man doch die Handlungsweisen beziehungsweise ihre Gefühle nachvollziehen. Es ist auch irgendwie keine der Personen unsympathisch, jede(r) einzelne ist ein netter Mensch mit Zweifeln, Problemen und Gefühlen. Es ist nicht wie in anderen Büchern, bei denen es klar einen guten und einen schlechten Hauptcharakter gibt und dies finde ich besonders schön! Ich finde es ist Daverley gelungen einen vielschichtigen Roman zu schreiben,
Rezensionen von ib:
Eine zu viel von Samantha Hayes
Das Buch "Eine zu viel" beginnt sehr spannend und weckt schnell Neugier. Die irgendwie beklemmende Atmosphäre und die angedeuteten Geheimnisse innerhalb der Familie sorgen dafür, dass man wissen möchte, was wirklich hinter den Ereignissen steckt. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen, sodass man leicht in die Geschichte eintaucht.
Im weiteren Verlauf konnte mich das Buch jedoch nicht vollständig fesseln. Die Handlung konzentriert sich stark auf die Beziehungen und Konflikte innerhalb der Familie, während die eigentliche Spannung eher im Hintergrund bleibt. Durch die Vielzahl an Figuren und Erzählperspektiven wirkte die Geschichte stellenweise etwas unübersichtlich, sodass ich beim Lesen oft den Überblick verlor und mir eine Tabelle angelegt habe, um die Übersicht nicht zu verlieren.
Die Autorin versteht es, Emotionen glaubwürdig darzustellen und die Familiengeschichte mit vielen Facetten zu erzählen. Für meinen Geschmack fehlten jedoch die überraschenden Wendungen und die durchgehende Spannung, die ich von einem Thriller erwarte. Ich hatte immer das Gefühl, dass es einen Schritt vor und sofort wieder zwei Schritte zurück ging. Es wurden bestimmte inhaltlich immer und immer wieder durchgekaut.
Am Ende bleibt für mich ein solide erzählter Roman mit vielen Familiengeheimnissen zurück, der eher als Familiendrama mit Spannungselementen funktioniert als als klassischer Thriller. Wer auf Familiendramen steht, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Rezensionen von Ulrike:
Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Das Einhorn und der Zauber-Traum von Anja Kiel
Traumhafte Einhorngeschichte für Leseanfänger:innen
"Das Einhorn und der Zaubertraum" ist ein wunderschönes Buch, das sich vor allem an junge Erstleserinnen richtet (wobei natürlich auch Jungs Einhörner toll finden können!). Die Geschichte handelt vom Einhorn Ela, das unbedingt einmal einen Menschen kennen lernen möchte. Sein Freund lacht es aus, denn Menschen gibt es doch gar nicht.
Kurzentschlossen macht sich Ela aber auf die Suche nach den Menschen und begegnet dabei einigen Freunden, die ihm auf seiner Suche behilflich sind.
Dieses Buch eignet sich wunderbar für junge Leseranfängerinnen. Die Sätze sind kurz, beinhalten aber dennoch schon einige schwierige Wörter. So sind die Kinder gefordert, aber werden nicht zu schnell überfordert. Die Schrift ist groß und leicht zu lesen, die Sprechblasen zwischendurch lockern das Bild etwas auf. Auch die Illustrationen sind wunderbar und liebevoll gestaltet und eine Bereicherung für die Geschichte.
Rezensionen von Ulrike:
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Herrlich schräg
Madeline Cashs Roman 'Verlorene Schäfchen' war ganz anders, als ich es erwartet habe. Die Familie Flynn scheint von außen eine herkömmliche Familie zu sein: Mutter, Vater und 3 Teenie-Töchter, jeder mit seinen eigenen Problemen und Sorgen.
Was eigentlich ganz gewöhnlich klingt, wird doch recht schnell etwas skurril und komisch.
Die Eltern stecken in einer Ehekrise, die Töchter kämpfen mit ihren eigenen Problemen. Zu Anfang scheint dies etwas verwirrend, mit der Zeit wurde mir die Familie und die Handlung immer sympathischer. Jedem der Familienmitglieder wird genug Raum gegeben, sodass man die unterschiedlichen Ansichten und Dynamiken gut versteht. Je weiter die Geschichte fortschreitende, desto öfter musste ich den Kopf schütteln, dabei aber so stark grinsen, weil es einfach so komisch, skurril, lächerlich und lustig war.
Kleines Detail am Rande: besonders begeistert war ićh von der Müćkenplage in der Kirćhe: jeder Bućhstabe C wird mit einem kleinen Punkt darauf gedruckt! Herrlich!
Fazit: Ein tolles, unerwartetes Buch. Für alle, die eine etwas andere Familie kennen lernen wollen - in der man vielleicht doch auch einen Hauch von sich selbst entdeckt?
Rezensionen von Ulrike:
Zum ersten Mal von Gesina Demes; Annika Prigge
Erfrischend ehrlich
'Zum ersten Mal' erzählt von vielen großen und kleinen ersten Malen im Leben der beiden Autorinnen. Humorvolle Anekdoten, lustige Begebenheiten und auch ernste Themen werden hier erzählt. Dabei gliedert sich das Buch in unterschiedliche Abschnitte, die immer von anderen 'Problemen' erzählen. Die Abwechslung zwischen den beiden Autorinnen und die unterschiedlichen Zeitabständen wirkt, als ob man in geselliger Runde mit seinen Freundinnen zusammen sitzt und sich gut unterhält.
Der Aufbau des Buches und der Schreibstil ist schön flüssig, verständlich und gut zu lesen. Locker flockig gelangt man von einer Geschichte in die nächste, springt zwischen den Autorinnen und Zeiten hin und her. Dies ist den beiden wirklich gut gelungen, das Lesen macht viel Spaß. Was mir besonders git gefallen hat, ist, dass die Themen, die eigentlich behandelt werden, durchaus ernst sind. Gespräche über vermeintlich ideale Körper, Pubertät und die Warnehnung und der Stellenwert von Frauen in unserer Gesellschaft spiegeln viele Ereignisse im Buch wieder. Dennoch liegt dem ganzen ein gewisser Humor zugrunde, der einem auch über diese ernsten Themen schmunzeln lässt, ohne sie ins lächerliche zu ziehen.
Fazit: Für alle Frauen, egal welchen Alters!
Rezensionen von Ulrike:
Von Geld, Gold und Guppys von Andrea Schwendemann
Wichtiges Thema - nicht nur für Kinder
Finanzbildung ist von Klein auf Wichtig. Leider haben viele keine Ahnung, wie der Finanzmarkt, Geld, Zinsen, Kredite, Wertanlagen, etc. funktionieren. Genau hier setzt dieses Buch an. Wir begleiten kleine Guppys, die uns an anschaulichen Beispielen den Geldmarkt erklären. Guppys vermehren sich schnell, aus einem Pärchen werden schnell viele Fische - und (fast) genau so funktioniert das mit dem Geld.
Die Texte sind klar, einfach und verständlich geschrieben, die liebevollen Illustrationen wirken unterstützend und verleihen dem Inhalt etwas Leichtigkeit.
Der Ratgeber ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht. Jedes Kapitel wird mit kleinen Aufgaben, Selbsteinschätzungen oder Wissensquizzen beendet. So bleibt der Spaß und auch etwas Spannung aufrecht. Ich finde das Buch eignet sich gut als Nachschlagwerk und Unterstützung als Wissensbildung zu bestimmten Themen des Finanzbereichs. So kann man seinen Kindern gut erklären, warum sie einen Teil ihres Taschengeldes auf die Seite legen sollen, warum die Eltern arbeiten um Geld zu bekommen und wieso Banken in unserer Gesellschaft so wichtig sind.
Fazit: Idealer Ratgeber wenn es ums Taschengeld und andere Finanzentscheidungen geht!
Rezensionen von Ulrike:
Fäden des Glücks von Marit Warncke
Etwas zu oberflächlich
Karla hat ihren Job als Unternehmensberaterin in der Großstadt verloren. Jetzt hat sie Zeit, das alte Ferienhaus ihrer Kindheit zu renovieren und zu verkaufen. Im idyllischen Örtchen Lüttenbü angekommen holen sie aber nostalgische Erinnerungen, ihre Liebe zu ihrer alten Nähmaschine, ein Tagebuch aus der Vergsngenheit des Hauses sowie ihre alte Jugendliebe Rasmus ein.
Der Roman vermittelt eine schöne Wohlfühlatmosphäre. Dennoch hat mich die Geschichte nicht fesseln können. Die Ereignisse und Handlungen waren für mich etwas zu sehr zusammengewürfelt und hatten zu wenig Tiefe. Die parallelen Beschreibungen der Gegenwart, der Vergangenheit vor 10 Jahren und die kurzen Einblicke in das Tagebuch der Kriegszeit versuchten zwar Spannung aufzubauen, waren für mich aber eher frustrierend. Ich konnte viele Dialoge und Gefühle nicht unbedingt nachvollziehen und habe mich teilweise auch über die Personen geärgert, dass sie ihre eigene Meinung nicht einfach aussprechen und das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Auch die Renovierung des Hauses, mit der gleichzeitigen Wiederentdeckung der Leidenschaft zum Nähen war für mich nicht ganz real. Karla hatte ihren Job verloren, musste eine wichtige Steuer bezahlen und hatte Geldsorgen im Hinterkopf. Plötzlich schafft sie es ohne Prpbleme und scheinbar innerhalb von wenigen Tagen ein ganzes Haus eigenhändig zu renovieren und gleichzeitig verbrachte sie viele Stunden an der Nähmaschine: das hat mir zeitlich und auch physisch nicht ganz gepasst.
Wenn man es aber schafft, darüber hinwegzusehen, war es eine ganz nette, wenn auch sehr vorhersehbare Geschichte.
Rezensionen von Ulrike:
Gelbe Monster von Clara Leinemann
Befremdlich, aber doch berührend
In 'Gelbe Monster' begleiten wir die junge Mathematikstudentin Charlie durch ihr Leben und haben an ihren Erfahrungen und ihren Gefühlen teil. Auf dem Weg zum Antiaggressionstraining für Frauen, am Beginn ihrer Beziehung zu Valentin, mit ihrer Mitbewohnerin und Freundin Ella - unterschiedliche Lebenssituationen und auch Zeitpunkte werden uns dabei näher gebracht.
Zuerst war ich etwas verwirrt vom Buch. Die Autorin springt zeitlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, was zuerst doch etwas verwirrend wirkt. Dennoch passt es irgendwie gut zur Geschichte und zur Person von Charlie - verwirrt, im Zwiespalt mit sich selbst und getrieben von den Meinungen und Aussagen ihrer Mitmenschen.
Auch meine Meinung zur Protagonistin Charlie ist irgendwie zwiegespalten - irgendwie ist sie mir sympathisch, andererseits kann ich sie nicht ausstehen und kann ihre Handlungen nicht verstehen. Und gerade das macht das Buch aber dennoch so lesenswert. Begleitet von einer ständigen Verwirrtheit, liest man dennoch schnell durch das Buch durch. Schließlich möchte man erfahren, wie es Charlie ergeht und was sie nun so schlimmes angestellt hat, dass sie zum Antiaggressionstraining muss.
Das übergeordnete Thema - Gewalt in der Beziehung und zwischen Menschen - ist ein äußerst Wichtiges, das viel mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft erfahren sollte. Mir hat es besonders gut gefallen, dass es dieses mal eine Frau war, die in die Rolle der "Täterin" geschlüpft ist.
Gratulation an die Autorin Clara Leinemann an diesen tollen Roman, der von Anfang bis zum Schluss spannend und einfach ganz anders, als erwartet ist!
Fazit: Für alle, die auch ernste Themen von einer anderen Seite betrachten wollen.











