Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Verborgene Geheimnisse
Mit "Tödliches Verderben" veröffentlicht Bestsellerautorin Karin Slaughter, die mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit beliebtesten Autorinnen zählt, den 2. Band ihrer North Falls Reihe, nach "Dunkle Sühne".
Nach dem Mord an der Polizistin Allison Vickery und ihrer lebensgefährlich verletzten Tochter Mandy, übernimmt Sheriff Emmy Clifton gemeinsam mit ihrer Schwester, der ehemaligen FBI-Agentin Jude Archer, die Ermittlungen.
Gewohnt psychologisch raffiniert, lässt die Autorin tief in die trügerische Idylle der Kleinstadt und ihrer Bewohner blicken. Nach und nach tun sich dunkle Abgründe und unglaubliche Machenschaften auf, die die Ermittlungen verkomplizieren.
Es entwickelt sich ein komplexer Fall, in dem mächtige Persönlichkeiten verstickt sind. Drogen, Korruption und häusliche Gewalt erzeugen eine bedrohliche und düstere Atmosphäre.
Unvorhersehbare Wendungen und viele familiäre Verwicklungen zeichnen ein glaubhaftes Bild voller Überraschungen.
Der Schreibstil ist flüssig, emotional sowie packend und entwickelt, je weiter die Handlung fortschreitet, einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.
In die Charaktere kann man sich förmlich hineinversetzen, was dem Psychothriller eine zusätzliche Tiefe verleiht.
Ich habe mich durchgehend ausgezeichnet unterhalten gefühlt und kann eine klare Leseempfehlung abgeben!
Rezensionen von rosetheline :
Kaskaden von Louise K. Böhm
Verarbeitung des Verlusts einer tiefen Verbindung
In Louise K. Böhms "Kaskaden" geht es um Jojo, die mittlerweile im Master Molekularbiologie studiert und versucht, ihre prekäre Herkunft aus einer tristen Hochhaussiedlung hinter sich zu lassen. Damals gab es da noch Yara, ihre beste Freundin, mit der sie jetzt allerdings keinen Kontakt mehr hat.
Doch diese tiefe Verbindung holt sie nach dem Tod von Yaras Vater ein. Voller Spannung, Yara vielleicht wieder zu sehen, muss Jojo enttäuscht feststellen, dass diese selbst zur Beerdigung ihres Vaters nicht gekommen ist. Nur eine DVD, die Jojo von Yaras Mutter bekommt, bringt Yara wieder in ihr Leben.
Dabei muss sich Jojo wieder der Vergangenheit stellen, denn die DVD weckt alte Erinnerungen auf.
Böhms Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich wurde regelrecht in einen Sog gezogen. Themen, die im Buch vorkommen, wie z.B. Klassismus, Zwangsstörung, das Loslassen von Freundschaften sowie das Einordnen von queer/platonischen Gefühlen griffen hier sehr gut ineinander. Auch die Liebesgeschichte mit Jakob passte gut ohne dabei den Mittelpunkt einzunehmen.
Alles in Allem hat mir "Kaskaden" gut gefallen. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas, weshalb ich keine 5 Sterne vergeben kann. Ich kann es dennoch uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rezensionen von rosetheline :
Luft nach unten von Tamara Štajner
Zu viele Themen auf einmal
In Tamara Štajners Buch "Luft nach unten" geht es um die Slowenin Iva, die mit ihrem Mann Felix in Wien lebt. Als Kind verbrachte sie ihre Ferien immer im Hotel ihrer Familie am Ohridsee in Nordmazedonien. Jedoch kümmerte sich vor Ort immer ihr Kindermädchen Marija um sie, die nun gestorben ist.
Daraufhin macht sich Iva auf den Weg zur Beerdigung und erfährt, dass es in Marijas Leben zuvor noch eine andere wichtige Person gegeben hatte.
Wer durch den Klappentext denkt, dass es in diesem Roman vorrangig um Iva und Marija sowie das "große Familiengeheimnis" geht, der wird enttäuscht werden, denn das Geheimnis spielt eigentlich keine so große Rolle und wird im Endeffekt auch nicht komplett aufgelöst. Viel mehr geht es im Roman um die schwierige Beziehung, die Iva zu ihrer Mutter hat, den unerfüllten Kinderwunsch sowie Ivas Beziehung zu ihrem Mann und ihrer Affäre.
Sprachlich hat mir "Luft nach unten" gut gefallen. Wer schonmal in Nordmazedonien am Ohridsee war, wird sich durch die vielen Beschreibungen direkt wieder hinkatapultiert fühlen. Die vielen fremdsprachlichen Einschübe im Text (Mazedonisch, Serbisch, Kroatisch, Slowenisch), die allerdings nur zum Teil übersetzt werden, runden dieses Gefühl nochmals ab.
Die Beziehung zwischen Iva und Felix war meiner Meinung nach sehr von Misstrauen und Unreife geprägt und eine gesunde Basis fehlte hier definitiv. Vor allem in Hinblick auf das Elternwerden.
Die Einblicke in Ivas Gefühle bezüglich ihrer Mutter waren zum Teil wirklich stark. Meiner Meinung nach hätte man diese Thematik viel besser ausreifen lassen und einige andere Themen (Marijas Geheimnis und die Affäre) weglassen können, denn leider hatte der Roman zum Teil Längen und manche Aspekte wurden später kaum mehr besprochen und haben für mich somit ihre Wichtigkeit verloren.
Auch, wenn mich "Luft nach unten" nicht komplett begeistern konnte, habe ich trotzdem die Reise nach Ohrid und Wien genossen.
Rezensionen von Tintenteufel:
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Fahrzeuge von Patricia Mennen
ABC für Fahrzeugbegeisterte!
Das ist genau das richtige Buch für kleine Jungs, um spielerisch das ABC zu lernen und sich mit dem zu beschäftigen, was sie am meisten begeistert: Fahrzeuge! Bei diesem Thema entwickeln sie eine Ausdauer und Fachkenntnis, die uns Mütter und Omas immer wieder in Erstaunen versetzt. Und mit diesem Buch lernen sie ganz nebenbei die Groß-Buchstaben! Besser geht es nicht!
Patricia Mennen ist es auch wirklich gelungen, für fast jeden Buchstaben mindestens ein Fahrzeug zu finden.
Nur beim X steht: ‚Ein Fahrzeug mit X? Das gibt es nicht. Du kannst Dir aber selbst eins ausdenken‘. Zu allen anderen Buchstaben ist der Autorin mindestens ein Fahrzeug in verschiedensten Größenordnungen eingefallen: von Dreirad und Seifenkiste, über Motorrad, Auto und Wohnmobil bis zu den riesigen Großbaggern und Schwertransportern. Auch fernab der Straße finden Flugzeug, Zug und Rakete ihren Platz. Vieles ist den Kleinen aus ihrem Alltag bekannt, anderes weckt die Neugier auf die kleinen Szenen, die den Einsatz der Fahrzeuge darstellen. Besonders die komplexen Abbildungen zu bestimmten Themen, so etwa das Geschehen auf dem Rollfeld eines Flughafens stecken voller Details und lassen nicht zuletzt hinter den Klappen ganz viel entdecken! Illustrator Sebastian Coenen erweist sich hier als kongenialer Partner und begeistert mit kindgerechten und detailverliebten Zeichnungen.
Besonders gefällt uns das große Poster für die Kinderzimmerwand: Hier fällt der Blick immer wieder auf die Buchstaben, die hier spielerisch mit dem jeweiligen Fahrzeug verknüpft sind: Der Bagger trägt ein B in der Schaufel, der Hubschrauber hat ein H am Haken und in den Lieferwagen wird ein L geladen. So prägt sich die Verknüpfung und passendem Fahrzeug besonders gut ein!
Kurz, ein rundum gelungenes Buch, das unseren Enkel viel mehr begeistert, als andere Materialien zum Buchstaben-Lernen!
Rezensionen von Tintenteufel:
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker
Ich bin begeistert!
Florian Schwieker beschreibt in seinem neusten Thriller den Kampf der jungen Hackerin Charlie gegen einen minutiös geplanten Angriff auf Europas Galileo-Satelliten-System. Verlässliche Hilfe ist ihr dabei ihre selbst geschaffene Künstliche Intelligenz KIM, die nicht nur rasend schnell Informationen zu suchen und zu verarbeiten vermag, sondern sogar kreativ Lösungen suchen kann.
Es ist beklemmend, wie realitätsnah die Gefährdung durch Cyberterroristen geschildert wird, und wie weitreichend die potentiell generierten Schäden sind. Als ausgewiesener Kenner von Künstlicher Intelligenz vermag der Autor komplexe Zusammenhänge und Gefahrenszenarien zu konstruieren und gleichermaßen dramatisch wie verständlich zu schildern. So ist die Handlung nicht nur atemraubend spannend, sondern auch ein Einblick in die europaweite Vernetzung von Informationssystemen und Sicherheitsarchitektur.
Die Hauptprotagonistin Charlie ist eine sympathische Frau, einerseits cool, tough und offensichtlich hochbegabt, zugleich aber scheu, verletzlich und sehr reflektiert. Diese Vielschichtigkeit macht sie zu einer interessanten und authentischen Figur, der wir Leser gerne folgen. Ihr Mitstreiter Lukas bleibt leider etwas blass, wir erfahren zu wenig von ihm, um wirklich vertraut mit ihm zu werden.
So freut es mich, dass die Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Dieser erste Thriller hat ein offenes Ende und soll in einer ganzen Reihe mit den Hauptfiguren Charlie und KIM fortgesetzt werden. Mal schauen, ob Lukas die beiden weiter begleiten und mehr an Profil gewinnen wird, oder ob Charlie die einsame Heldin bleibt, mit wechselnden menschlichen Partnern an ihrer Seite.
Rezensionen von saskia13120:
The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz
Trouble on the Rooftop
"The Weight of Falling (in Love)" ist ein wahnsinnig mitreißender und tiefsinniger Roman der zwar keine leichte Kost ist, einen aber trotzdem mit einem tief zufriedenen Gefühl zurücklässt.
Die Geschichte dreht sich rund um die Protagonisten Cloud und Silas, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch auf ungeahnte Weise zueinander hingezogen fühlen.
Beide tragen ihre ganz eigene Last mit sich herum und das Thema mentale Gesundheit ist allgegenwärtig.
Es werden verschiedene Erkrankungen in diesem großen Geflecht der psychischen Erkrankungen behandelt und auf jede wird mit sehr viel Feingefühl von der Autorin eingegangen. Nichts fühlt sich unangemessen oder überspitzt dargestellt an oder wird gar ins lächerliche gezogen. Man hat das Gefühl, dass dieses Buch eher vielen Menschen eine Stimme gibt die vielleicht selbst gerade nicht für sich einstehen können und das macht die Geschichte so wertvoll.
Es bleibt aber auch Platz für die schönen Momente wie die New Yorker Skyline bei Nacht. Aber es ist vor allem auch ganz viel Platz für neue Freundschaften, Wiedersehen und Unterstützung.
Außerdem spürt man bei beiden Protagonisten die Liebe zur Musik bis in die letzte Pore und auch die große Freiheit beim Freerunning kommt nicht zu kurz.
Im laufe der Geschichte und gerade zu ihrem Ende hin kommen immer wieder Phrasen auf, die ich wahnsinnig tiefsinnig und passend fand. In diesen Szenen hat man besonders gemerkt, dass sich die Autorin ausführlich mit dem Thema mentale Gesundheit auseinander gesetzt und es nicht nur für dieses Buch schnell recherchiert hat. Im Gegenteil, aus der Danksagung geht sogar heraus dass sie selbst betroffen ist und viele Sätze aus dem Buch ihre eigenen Gedankengänge widerspiegeln. Ein Zitat, welches mir besonders in Erinnerung geblieben ist lautet: "Komisch, oder? Was unser Kopf sich so für Geschichten ausmalt, um uns zu quälen? Oder zu schützen. Oder beides? Manchmal kann man das nicht so richtig auseinanderhalten."
Es hat mir nochmal vor Augen geführt, wie vielschichtig, sensibel und individuell das Feld der psychischen Erkrankungen ist und wie belastend es doch ist, dass diese Erkrankungen nicht gleichwertig wie körperliche Probleme behandelt werden.
Insgesamt habe ich dieses Buch wegen seiner vielen Facetten wirklich geliebt. Musik und Freerunning sind gleichermaßen interessante wie auch aufmunternde Themen und verleihen dem Buch trotz seiner schwere eine gewisse Leichtigkeit. Die Balance ist hier meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Es gab twists, die ich nicht vorhergesehen habe und so die Spannung aufrecht erhalten haben. Für Menschen, die nicht gut mir Schwermut umgehen können, würde ich dieses Buch trotzdem nicht empfehlen.
Rezensionen von brauneye29:
Du kriegst mich nicht von Chris Carter
Hammer!
Zum Inhalt:
Samantha ist froh, dass ihr Mann Stewart, der sie misshandelt hat, nun in Haft ist. Doch bevor er abgeführt wurde, hat er Rache geschworen und so bricht Samantha alle Brücken ab und zeiht mehrfach um und lebt fortan unter anderem Namen und hofft auf einen unbeschwerten Neuanfang. Sie weiß genau, warum er auf Rache sinnt und hofft, dass er sie nie findet.
Und das Glück scheint ihr hold zu sein, sie scheint sogar eine neue Liebe gefunden zu haben.
Meine Meinung:
Meine Herren, was für ein Thriller! Und was für ein Plotttwist, mit dem ich nun überhaupt nicht gerechnet habe. Und zwar mit dem ersten, der schon alles auf den Kopf gestellt hat und dann kommt der nächste, der nochmal alles umdreht. Die Idee muss man erstmal haben. Ich habe das Buch, besser gesagt Hörbuch verschlungen. Ich behalte selten elektronische Hörbücher auf meinem Handy, aber dieses darf definitiv bleiben und mit Sicherheit nochmal gehört. Ganz klare und unbedingte Hörempfehlung und ich denke auch Leseempfehlung. wer super spannende und unerwartete Geschichten mag, ist hier aber so was von richtig!
Fazit:
Hammer!
Rezensionen von Sternzauber:
Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson
Beeindruckende Natur und eine intensive Suche
Ich mag eigentlich eher gedecktere Farben und hätte mir am liebsten eine realistisch-natürliche Farbgestaltung für dieses Cover gewünscht, doch erstaunlicherweise gefällt es mir auch in der gewählten Form ziemlich gut. Besonders toll finde ich, dass sowohl Titel als auch Käfer haptisch spürbar sind und im Gegensatz zu dem restlichen Bild glänzen, wodurch der Käfer fast dreidimensional erscheint.
Und auch, wenn der Schutzumschlag entfernt wird, ist dieses Buch wunderschön gestaltet, denn es wartet mit Baumrindenmaserung und einem weiteren Käfer auf.
Die Geschichte erzählt von der 33jährigen Eva, die nach einem schweren Verlust aus Oslo in ein kleines Dorf im norwegischen Vestfold flieht, wo sie den Auftrag angenommen hat, einen gefährdeten Käfer aufzuspüren und eine Bestandsaufnahme der Wälder durchzuführen. Dabei trifft sie auf ihre 76jährige Nachbarin Olga, die als Einsiedlerin ganz alleine lebt und exzentrisch wirkt. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen, den Olga um jeden Preis verhindern will. So unterschiedlich die Beiden zu Beginn auch erscheinen, so nähern sie sich mit der Zeit doch immer mehr an, werden Freundinnen und müssen beide entscheiden, was im Leben ihnen wirklich wichtig ist und was bewahrt werden muss.
„Der Einsiedlersommer“ ist der erste Roman der Autorin, die auch Professorin für Naturschutzbiologie ist und die Liebe zur Natur steckt wirklich in jedem Satz. Für mich sind die Beschreibungen der Natur absolut das größte Highlight dieses Romans, denn es gelingt Anne Sverdrup-Thygeson unglaublich gut, den Wald und die Zusammenhänge der Natur in ihren Worten spürbar und erlebbar zu machen. Ich hatte oft das Gefühl die Blätter der alten Eichen rauschen und das Licht durch die Zweige brechen zu sehen, den feucht-moosigen Duft des Waldes in der Nase zu haben und die Wärme der Sonne auf der Haut zu spüren – einfach toll! Und dazu kommt, dass die Erhaltung der Natur und der Schutz dieser auch inhaltlich eine wesentliche Rolle im Roman spielen. Auf Grund ihres Fachwissens ist die Autorin natürlich prädestiniert dafür, diese Inhalte kompetent zu vermitteln, es gelingt ihr aber nicht nur sachlich, sondern auch emotional und sogar unterhaltsam, so dass ich beim Lesen nicht das Gefühl hatte belehrt zu werden, sondern quasi nebenbei viel wissenswertes und wertvolles Erfahren konnte. Das ist für mich eine sehr gelungene Mischung!
Eva ist für mich eine etwas zwiespältig besetzte Hauptfigur. Auf der einen Seite habe ich sie schnell ins Herz geschlossen, mit ihr gelitten und sie für ihren Einsatz bewundert. Auf der anderen Seite hätte ich sie teilweise schütteln wollen und fand ihr Verhalten immer wieder arg grenzüberschreitend und unmöglich. Für mich war es irgendwie schade, dass ich dadurch nicht so hinter ihr stehen konnte, wie ich es gerne getan hätte, doch es hat mir sehr gefallen, dass die Autorin ihre Art konsequent darstellt, was mich dann wiederum mit ihrem Charakter versöhnt hat, weil es sich für mich stimmig anfühlte. Auch Olga, als zweite Hauptprotagonistin hat einen sehr eigenwilligen und individuellen Charakter und ich mag das sehr, zumal im Laufe der Geschichte zunehmend verständlich wird, warum sie sich in ihrer Weise verhält.
Wir LeserInnen erleben das Geschehen aus den Perspektiven dieser beiden Figuren und das gefällt mir sehr, denn es lässt mich nah heran an ihre Persönlichkeiten und ich konnte gut mit ihnen fühlen. Es gibt aber auch weitere wichtige Charaktere in dieser Geschichte, eine interessante Suche nach dem Eremiten-Käfer und eine Vielzahl an zusätzlich eigebauten Themen, die alle ihren Platz finden. „Der Einsiedlersommer“ ist eine enorm vielschichtige Geschichte, die uns einen Sommer lang in ein sehr ursprüngliches Leben inmitten der Natur entführt und dort ein Kaleidoskop an menschlichen Emotionen, Tragödien und Bedürfnissen entfaltet. Auf der einen Seite ist das manchmal schon sehr viel Input, auf der anderen Seite hat es mir aber auch Freude gemacht in all diese Themen hinein schnuppern zu dürfen.
Mit dem Ende dieses Buches war ich persönlich ehrlich gesagt leider nicht so glücklich, da es mich etwas unbefriedigt zurückgelassen hat, muss aber gestehen, dass es objektiv betrachtet gut zur Handlung passt und für die meisten LeserInnen wohl stimmig sein wird. Da die Handlung für mich an mancher Stelle zudem noch etwas „runder“ hätte sein dürfen, vergebe für ein sehr bereicherndes Leseerlebnis 4,5 Sterne und empfehle diese Geschichte vor allem für alle NaturfreundInnen – viel Freude beim Lesen!
Rezensionen von Romy:
Die Villa von Markus Heitz
Leider war das nichts für mich...
Die alleinerziehende Doreen kann ihr Glück gar nicht fassen, als sie in einer Zwangsversteigerung eine Villa in Leipzig für gerade mal 100 € ersteigert. Auch wenn die Villa stark renovierungsbedürftig ist, spürt Doreen gleich zu Beginn, dass diese Immobilie das perfekte Zuhause für sie und ihre Tochter Marina werden kann.
Doch auch andere Parteien, wie der Enkel der ehemaligen Bewohnerin und der Konzern Monument AG, erheben Anspruch auf die Villa. Doch die Villa führt ein Eigenleben und möchte sich ihre Bewohner lieber selbst aussuchen...
Trotz meiner hohen Erwartungen war das Buch leider gar nichts für mich. Grundsätzlich liebe ich Geschichten, in denen es um ein verfluchtes oder heimgesuchtes Haus geht und bin auch von Horror nicht abgeschreckt.
„Die Villa“ von Markus Heitz hat sich allerdings in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich es erwartet habe. Bei mir ist die mysteriöse Atmosphäre leider nicht angekommen und das Haus in meiner Vorstellung eher blass geblieben.
Der Schreibstil ist modern und die Ausdrucksweise teilweise derb und vulgär. Für mich ist die Spannung leider ein wenig ausgeblieben und ich musste mich teilweise etwas durch das Buch quälen. Was mich sehr stark gestört hat, war die Umsetzung der Horror-Anteile in dem Buch. Die Handlung plätschert langsam vor sich hin, bis dann aus dem Nichts eine Nebenfigur auf brutale Art abgeschlachtet wird. Ich möchte nicht spoilern, aber in den meisten Fällen geschieht dies auf eine so bizarre und abstruse Weise, dass das bei mir keine Gänsehaut oder Horror ausgelöst hat, sondern lediglich Irritation. Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich mitfühlen.
Dies ist natürlich nur meine subjektive Ansicht und ich kann mir gut vorstellen, dass anderen Leser:innen die Handlung durchaus gefällt. An sich merkt man, dass der Autor sein Handwerk definitiv beherrscht.
Fazit: Vielleicht bin ich mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch rangegangen, aber ich war leider enttäuscht und kann das Buch nicht weiterempfehlen.
Rezensionen von Petra:
Das Meisterwerk von Daniel Silva
Ein neuer Leonardo
Gabriel Allon darf mal wieder ein Bild suchen, es restaurieren und Verbrecher jagen, plus ein Attentat auf dem Papst verhindern.
Ich mag diese Serie sehr. Die Mischung aus Kunst und Erklärungen dazu, sowie die Aufregung der Verbrecherjagd plus eines gutaussehenden Mann mit einer netten Familie.
Es ist schon der 25.
Fall aber die Serie hat noch nichts an Spannung eingebüßt.
Denn der EX Spion und jetzige -Restaurator hat immer spannende Aufgaben. Sie es hier einen unbekannten Leonardo zu schützen und der Öffentlichkeit am Ende vorzustellen.
Der Autor bleibt seinen Stil treu. Wenn man denkt der Fall ist gelöst, die Verbrecher sind hinters Licht geführt oder ins Gefängnis, dann gibt es eine Wendung und es fängt unter neuen Vorzeichen noch einmal von vorn an.











