Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Stern567:
A Married Little Christmas von Abby Jimenez
Voller Weihnachtsstimmung!
Mit „A Married Little Christmas“ entführt Abby Jimenez ihre Leser in die schönste Zeit des Jahres – die Weihnachtszeit, die mit ihrem ganz besonderen Zauber für Wärme, Romantik und jede Menge Herzensmomente sorgt. Inmitten von Lichterglanz, Weihnachtspullovern und festlicher Stimmung warten gleich drei Liebesgeschichten darauf, entdeckt zu werden.
Besonders großartig: Statt nur einem Paar zu folgen, bekommt man gleich dreimal die Chance, mitzufiebern, zu lachen und sich zu verlieben. Die Geschichten sind wunderbar miteinander verbunden und bieten neben romantischen Momenten auch jede Menge Humor und Feel-Good-Atmosphäre. Dazu kommen liebevolle Illustrationen und weihnachtliche Rezepte, die das Buch zu einem echten Wohlfühlpaket machen. Auch das wunderschöne, liebevoll gestaltete Cover versprüht sofort Weihnachtsstimmung und lädt dazu ein, sich mit einer Tasse Tee gemütlich einzukuscheln. Für alle, die Weihnachten und romantische Geschichten lieben, ist dieses Buch ein zauberhafter Lesegenuss!
Rezensionen von annamichalea:
Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken
Interessantes Konzept mit inhaltlicher Tiefe
Als ich von der Idee zum Wendebuch las, dachte ich, heutzutage muss ein Autor sich etwas einfallen lassen um überhaupt Kinder und Jugendliche noch zum Lesen zu bringen. Erst die Geschichten, wo man sich den Ausgang aussuchen kann. Dann zum Beispiel ein Buch aus der Sicht eines einer Romanfiguren, wie Carsten Henn, der passend zum Buchspazierer das Buch Schascha und der Buchspazierer schrieb.
Alles natürlich sehr interessant und hält Leser bei der Stange.
So weckt auch das Doppelbuch Chimara das Interesse. Bei dem Titel kommt sofort, vermutlich eher bei den älteren Lesern, die Assoziation Chimäre. Denn wie ein Mischwesen sieht schon das Mädchen auf dem Cover aus.
Hält man das Buch in den Händen spürt man die Wertigkeit. Auch die Zeichnungen verlangen Geschick, sehr gut gelöst, die magische Seite mit den "Blitzen" zu versehen.
Schnell stellt sich heraus, das Buch ist nicht leicht zu lesen. Schon die Entscheidung, wo fange ich an, eher, mit wem fange ich an, ist nicht leicht zu treffen. Im Hinterkopf habe ich schon die Idee, die Leser:innen unserer ehrenamtlich geführten Bibliothek danach zu fragen.
Ich habe das Buch natürlich mit Jahrzehnten Abstand zur eigentlichen Zielgruppe gelesen. Aus Sicht der Erwachsenen ist die Story gut konzipiert und auch auf emotionaler Ebene gut erzählt. Sich mit Malin oder Maira zu identifizieren oder gar für eine Seite zu entscheiden ist gar nicht nötig. Bei beiden Mädchen finden sich Gedanken, Ideen und Gefühle, die Mädchen in der Teenagerzeit durcheinanderbringen und das Miterleben, wie Malin und Maira dem Sog von Magie und Wünschen entkommen ist ein Weg Probleme zu verarbeiten, die man vorher gar nicht benennen muss.
Rezensionen von 19cici95:
Das verfluchte Gold von Hell Gate von Davide Morosinotto
Oh, die gute alte Schatzsucher-Zeit
Zuerst mal ein Riesen-Lob an die Cover-Gestalter:innen. Der halbe Schuber, der eine wunderschön illustrierte Streichholzschachtel darstellt, ist ein absoluter Hingucker. Ich bin eigentlich niemand, der Bücher nur aufgrund des Aussehens kauft, aber bei diesem kann man durchaus eine Ausnahme machen. Vor allem, weil der Inhalt ebenfalls absolut überzeugt.
Unsere Protagonisten, fünf Jugendliche, die fast unterschiedlicher nicht sein könnten, haben vor allem eine Gemeinsamkeit: sie sind Kinder von Einwanderern und leben in einem etwas ärmeren Viertel von New York. Und sie sind hungrig nach Abenteuern und dem fast naiv-kindlichen Wunsch (der allen Kindern zu Eigen ist) die Welt zu verändern. Wie sich herausstellt, erreichen sie am Ende beides.
Wer Stand by Me von Stephen King gelesen hat, fühlt sich durch den Beginn der Geschichte stark daran zurückerinnert. Die Jugendlichen machen sich auf den Weg eine Leiche anzuschauen und stoßen dabei auf ein Rätsel, das sie nicht nur mit der New Yorker Mafia in Kontakt bringt, sondern auch mit einem Leichenwagen, Booten und der U-Bahn in den frühen Jahren New Yorks. Die Stimmung der Stadt wird fantastisch eingefangen und dargestellt. Die Stadt steht noch zwiegespalten zwischen Pferdekutschen auf der einen Seite und dem modernen Automobil und der U-Bahn auf der anderen.
Eine weitere Reminiszenz an Stephen Kings Es ist eine rivalisierende Gruppe von Jugendlichen, die an einem Punkt mit Steinen in die Flucht geschlagen werden.
Die Jugendlichen handeln durchweg, wie man es von ihnen erwarten würde und sind daher ungeheuer greifbare Charaktere. Die Erkenntnis, dass ein Plan vielleicht doch nicht so gut ist, wie er sich anfangs angehört hat, ereilt die Charaktere immer wieder, wenn sie ihn schon halb ausgeführt haben. Als erwachsene Person ist das jedoch nicht nervig zu Lesen, sondern immer noch amüsant und spannend, was hauptsächlich am Schreibstil von Davide Morosinotto liegt.
Durch die Illustrationen im Buch ergibt sich teilweise fast eine zweite Geschichte innerhalb der Haupt-Geschichte. Meist erfahren wir durch die gestalteten Seiten mehr über die Vorfahren unserer Protagonisten oder etwas Hintergrundgeschichte zu anderen Nebencharakteren, auf die wir dann im folgenden Kapitel treffen. Hinten im Buch ist ein klarer Disclaimer zur Verwendung von KI in diesen Abbildungen abgedruckt. Ich befürworte zwar nicht die Verwendung von KI, stelle aber positiv heraus, dass hier die Verwendung zumindest offen kommuniziert wird. Der Text hingegen ist laut Angabe vorne im Buch völlig ohne KI erstellt worden.
Dieses Buch ist für mich eine absolute Empfehlung für Kinder und Jugendliche, die gerne spannende Abenteurerromane lesen, aber gleichzeitig auch für Erwachsene. Die Themen, für die es speziell eine Triggerwarnung im Buch gibt, werden gut aufgearbeitet, aber auch schonungslos dargestellt.
Rezensionen von Piet1990:
Red von Louise Kennedy
Eine Freundschaft, die lange nachwirkt
„Red“ hat mich wirklich sehr berührt. Róisín und Red lernen sich als Jugendliche in Irland kennen und sind beide auf ihre eigene Art Außenseiter. Obwohl beide aus völlig unterschiedlichen Familien kommen, entsteht zwischen ihnen eine enge Verbindung, die sie über viele Jahre begleitet. Auch dann, wenn sie eigentlich schon längst getrennte Wege gehen.
Besonders stark fand ich, wie ehrlich Louise Kennedy ihre Figuren zeichnet. Red rutscht immer tiefer in Alkohol und Drogen ab, während Róisín versucht, ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Ihre Beziehung ist dadurch gleichzeitig schön, traurig, kompliziert und manchmal auch frustrierend. Aber gerade deshalb wirkt sie so glaubwürdig.
Auch das Irland und London der 80er-Jahre werden sehr lebendig. Die Hausbesetzerszene, die sozialen Unterschiede und die politischen Spannungen geben der Geschichte sehr viel Stimmung.
Manche Passagen sind schwer auszuhalten, vor allem weil Reds Selbstzerstörung immer wieder Thema ist. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht.
Fazit:
Ein intensiver, melancholischer und gleichzeitig wunderschöner Roman über Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit und das Loslassen. Eine Geschichte, die weh tut, aber genau deshalb lange im Kopf bleibt. Für mich ganz klar 5 Sterne.
Rezensionen von annamichalea:
Frida Kahlo – 5 Minute Genius Stories (Deutsche Ausgabe) von Stephen Krensky
gelungen mit einigen Abstrichen
Frida Kahlo begegnet uns heute vielfältig. In der Literatur, auf Kalendern, sogar auf Kleidung. Daher ist es wichtig, dass auch Kinder viel über sie wissen.
Das Cover finde ich mega gelungen. Es unterscheidet sich nicht von den Büchern, die für Erwachsene geschrieben wurden.
Ein bischen enttäuscht war ich über die Zeichnungen.
Schon bei den endpapers hätte man eher ein typisch mexikanisches Muster nehmen können. Auch enttäuscht war ich über die Darstellung der zwei Fridas. Zumindes hier hätte man das korrekte Gemälde abbilden können.
Mir kam dann der Gedanke, dass das vielleicht zu teuer geworden wäre wegen Urheberrechten, aber das hätte dann als Info dazugehört.
Intressante Einschübe über mexikanische Symbole und Kunst, moderne Kunst oder Portraitzeichnen. Letzteres hätte Frida vielleicht gefallen als Aufforderung sich auch künstlerisch auszudrücken.
Aber: nichts hätte den Kindern besser vermittelt wer Frida Kahlo war als ihre Orignalgemälde. Aber besser so als gar nichts.
Rezensionen von inya:
Koch- und Backabenteuer mit Spekulatius von Tobias Goldfarb
super lecker
Wir mögen den kleinen Drachen Spekulatius sehr und sind immer begeistert von den Geschichten. Deshalb ist dieses Buch ein absolutes Must Have für uns. Denn es hat eine super gute Kombination aus Geschichten und Rezepten. Die Geschichten drehen sich um die verschiedenen Jahreszeiten. Erst liest man als Familie die Geschichten und dann kommen am Ende von den Jahreszeiten passende Rezepte.
Diese Rezepte sind immer genau auf die Jahreszeit abgestimmt und sind sehr vielfältig. Auch finden wir richtig gut, dass die Rezepte so gut dargestellt sind und es einfach für die Familie ist diese nach zu kochen oder zu backen. Alles in allem ist dieses Buch wirklich gelungen und ein perfekter Mix aus Rezepten zum Nachmachen und Geschichten. Der kleine Drache begeistert wie immer und es macht Spaß das Buch gemeinsam zu entdecken. Wir finden es klasse.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Im Dunkel von Petra Hammesfahr
Spannend, aber nicht ganz überzeugend
Im Dunkel“ von Petra Hammesfahr war für mich eine Geschichte, die ganz anders war als die Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe – und davon waren schon einige dabei.
Mit Rita Voss, der Kommissarin im Mittelpunkt der Geschichte, bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ihr Verhalten war mir teilweise sehr unsympathisch, besonders weil sie ihre Position bei der Polizei nutzt, um private Interessen durchzusetzen.
Auch ihr Umgang mit ihrem Exmann war für mich mehr als fragwürdig. Ihre persönliche Vorgeschichte wird zum Glück nur kurz angerissen, und auch das Verhältnis zu ihren Eltern wirkt eher kühl und funktional. Gerade die Beziehung zu ihrer Mutter, die als alleinerziehende Kriminalbeamtin zwar ihre minderjährige Enkelin betreut, darüber hinaus aber kaum Nähe zu Rita zu haben scheint, fand ich ziemlich distanziert.
Überhaupt gibt es in diesem Krimi eine große Anzahl an Figuren. Unter anderem geht es um Thea, Ritas Tochter, die nach langer Zeit erstmals wieder Kontakt zu ihrem Vater aufnimmt.
Und dann sind da noch die verschleppten Mädchen Juliette, Malu und Hannah. Hannah gelingt mit viel Glück die Flucht aus ihrem Martyrium. Was hier beschrieben wird, ist teilweise wirklich schwer zu ertragen. Gewalt gegen Frauen wird in vielen grausamen Facetten dargestellt, und einige Szenen haben mir beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge stehen lassen. „Im Dunkel“ ist definitiv keine Gute-Nacht-Geschichte.
Besonders ungewöhnlich wird die Handlung durch Mira. Sie behauptet, vergangene und sogar zukünftige Ereignisse in ihren Träumen sehen zu können. Dadurch bekommt die Geschichte fast schon etwas Mystisches und geheimnisvoll Unheimliches. Auch wenn ich diesen Ansatz interessant fand, war mir die Auflösung zu unkonventionell und teilweise nicht wirklich glaubwürdig. Dass sich so vieles allein durch diese Träume klären lässt, konnte ich mir einfach nur schwer vorstellen – gerade bei einem Krimi, bei dem ich eigentlich mehr klassische Polizeiarbeit erwartet hätte.
Neben dem aktuellen Fall wird während der Ermittlungen auch noch ein alter Fall aufgegriffen und gelöst. Dadurch bekommt die Geschichte noch eine weitere Ebene.
Insgesamt war „Im Dunkel“ durchaus spannend, aber für mich auch etwas verwirrend und an manchen Stellen unglaubwürdig. Ich habe den Krimi gerne gelesen, doch so richtig begeistern konnte er mich leider nicht. Von Petra Hammesfahr kenne ich Geschichten, die mich deutlich mehr gepackt und vom Hocker gerissen haben.
Rezensionen von Lilli33:
Totenfrau - Die Rückkehr von Bernhard Aichner
Knüpft genial an die Vorgänger an
Knüpft genial an die Vorgänger an
Seit zehn Jahren ist so etwas wie Ruhe in Blums Leben eingekehrt. In Reza hat sie eine neue Liebe gefunden und lebt mit ihm in Kroatien. Mit ihrer Yacht veranstalten sie Ausflüge für Touristen. Als bei einem dieser Ausflüge ein Gast stirbt, kommt Blums ganzes Lebenskonstrukt ins Wanken.
Schnell geraten sie und ihre Lieben in Gefahr. Blum muss handeln …
Eigentlich war die Reihe mit dem 3. Band für mich beendet. Dass nach so vielen Jahren nun ein weiterer Band veröffentlicht wurde, hat mich überrascht, aber natürlich konnte ich ihn nicht links liegen lassen, denn die Totenfrau-Trilogie hatte mich einfach begeistert. Nun wird Blums Leben - und auch ihre Vergangenheit - in einem 4. Band weitergesponnen. Klar, das hätte nicht sein müssen, aber ich bin froh, dass Bernhard Aichner dieses Buch geschrieben hat, denn es knüpft einfach genial an die Vorgänger an. Diese sollte man wenn möglich gelesen haben. Im größten Notfall kann man Band 4 aber auch ohne Vorkenntnisse genießen.
Aichners Schreibstil ist wie gewohnt kurz und knackig. Die schnellen, kargen Sätze lassen die Getriebenheit der Protagonistin erahnen. Ich liebe seine Art zu schreiben wirklich. Sie geht mir durch und durch.
Blum ist keine Sympathieträgerin im herkömmlichen Sinn, und trotzdem habe ich mit ihr mitgefiebert und mitgebangt, habe versucht, hinter die Kulissen zu schauen, um herauszufinden, wer ihr nun wieder etwas Böses will. Ich gebe zu, ich war zwar nicht ganz so blauäugig wie Blum, aber die Zusammenhänge haben sich mir trotzdem nicht offenbart, bevor der Autor dies wollte. Die Überraschung ist ihm wirklich gelungen. Und wenn ich das Ende richtig interpretiere, könnte es auch noch eine weitere Fortsetzung geben, obwohl die Handlung eigentlich abgeschlossen ist. Ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen.
Die Reihe:
1. Totenfrau. Die Rache bzw. Totenfrau
2. Totenfrau. Das Haus bzw. Totenhaus
3. Totenfrau. Der Rausch bzw. Totenrausch
4. Totenfrau. Die Rückkehr
Rezensionen von Ryria:
Theo in Golden von Allen Levi
Die Geschichten unserer Mitmenschen
Die ganze Geschichte überzeugt durch ihre Ruhe und so ist es nicht verwunderlich, dass schon das Setting und die Grundidee recht unaufgeregt sind: Theo ist 86, wohlhabend, und zieht eines Tages in die kleine Stadt Golden im Süden der USA. Dort entdeckt er in einem Café knapp 100 Bleistiftporträts verschiedenster Einwohner und in ihm reift der Plan, jedes Bild der darauf dargestellten Person zu schenken.
Dabei entwickeln sich überraschend offenherzige Gespräche und wir lernen viele der Charaktere besser kennen.
Den Anfang habe ich verschlungen, man kommt gemeinsam mit Theo in Golden an, kennt noch niemanden, erkundet die Stadt und lernt nach und nach die ersten Einwohner kennen. Über all dem schwebt außerdem das Geheimnis um Theo selbst: Wer ist er und was treibt ihn nach Golden?
Nach einer Weile wurde es ein wenig repetitiv, das Grundkonzept der Handlung verändert sich nicht wirklich, es wirkt etwas episodenartig.
Statt großer Spannung gibt es hier eher gemütliche kurze Geschichten, die sich auch Stück für Stück lesen lassen.
In dieser Form fand ich es doch angenehm und entspannend und habe dem Roman gerne mehr Zeit gegeben.
Insgesamt war die Erzählung doch ein wenig unrealistisch und eher schwarz/weiß gehalten, fast wie ein Märchen, aber mit diesem Gedanken im Hinterkopf ließ es sich gut lesen. Manchmal muss nicht alles authentisch sein, manchmal ist es auch schön zu lesen, wie ein alter Mann etwas in seinen Mitmenschen bewegt.
Dabei ist der Roman zweifellos von amerikanischen Idealen und Gesellschaftsbildern geprägt, was vermutlich auch den Hype dort erklärt, aber viele der Emotionen sind doch universell.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Der einzige Stern am Himmel von Otonyia Juliane Okot Bitek
Die Stimmen der Überlebenden
Otoniya J. Okot Bitek lässt in ihrem Roman Frauen zu Wort kommen, die als junge Mädchen im Alter neun bis 13 Jahren von der Lords Resistance Army in Norduganda entführt und zu Sex, Zwangsverheiratung und Rekrutierung neuer Mädchen missbraucht wurden.
Im konkreten Fall wurden 139 Schülerinnen mitten in der Nacht direkt aus dem katholischen Mädcheninternat St.
Marys College im Norden Ugandas verschleppt. 109 Mädchen kamen wieder frei, durch den Einsatz ihrer Lehrerin, die mit den Rebellen ebenso engagiert wie furchtlos, erfolgreich verhandelte, 30 verblieben aber in den Händen der Entführer. Es kommen jedoch auch Frauen zu Wort, die aus den Häusern ihrer Eltern, beim Wasserholen oder beim Arbeiten im Garten entführt wurden.
Der Roman beginnt damit, wie die Mädchen vor der Entführung lebten, dass sie von Überfällen gehört hatten und in Angst lebten. Es folgt die Entführung, in einem weiteren Kapitel das Leben im Busch mit denen Entführern und die Unerträglichkeit dieses Lebens. Schließlich widmet sich ein Kapitel dem Leben danach.
Otoniya J. Okot Bitek lässt die Frauen erzählen – Unvorstellbares. Die Frauen leben heute traumatisiert mit Kindern, deren Väter die Entführer sind. Viele möchte die Schule nachholen, ein normales Leben führen, was jedoch schwierig bis fast unmöglich ist, andere wurden von ihren Familien verstoßen.
In den Mainstreamnachrichten wird wenig über die Bürgerkriege und Rebellionen am afrikanischen Kontinent berichtet. Bücher wie dieses können solche Lücken in der Berichterstattung füllen.
Große Empfehlung











