Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Neobook:
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Für Groß und Klein
Das Lexikon der Meere aus der National Geographic Kids Reihe von Ravensburger ist wirklich wieder ein wunderschönes Buch für Groß und Klein.
Es ist in sieben Teile aufgeteilt. Diese sind Ozeane, Leben im Ozean, Ozean in Bewegung, wildes Wetter, Tiefseeforschung, Entlang der Küste und Der Mensch und das Meer.
Beim größten Part Leben im Ozean wird auf jeder Doppelseite ein Meeresbewohner vorgestellt mit kurzem Steckbrief und vielen weiteren Infos. Besonders sind die wunderschönen großen Bilder von Tier und Natur anzuschauen. Wissenschaftliche Themen werden leicht verständlich erklärt, wie z. B. das El Niño Phänomen.
Immer wieder gern nimmt man es zum Durchblättern in die Hand. Die Altersangabe ab 8 passt auch ganz gut. Aber auch für Erwachsene gibts noch einiges Neues und zu entdecken.
Dieses Lexikon empfehlen wir sehr gerne weiter!
Rezensionen von Seitenquests:
Les Bouttiers – Wir sind jetzt von Antonia Wesseling
Drama und Fashion Baby
Gelungener Auftakt, mit Höhen und Tiefen.
Dies war das erste Buch der Autorin und vor allem in diesem Genre und ich muss wirklich sagen, ich mochte es! Man kommt sehr gut in die Handlung, wird mit allem bekannt gemacht und auch mitgerissen! Denn das ist klar, Drama gibt es mehr als genug.
Der Schreibstil ist sehr einfach und man kann dem sehr gut folgen, so dass der Lesefluss absolut nicht beeinträchtigt wird, Sehr schön fand ich die Einbindung der französischen Sprache.
Ich gehe davon aus, selbst wenn man keine Sprachkenntnisse hat, man doch alles sehr gut verstanden hätte, da der Zusammenhang immer klar war.
Die Charaktere waren alle unterschiedlich, entweder man mochte sie oder halt nicht und das war vollkommen in Ordnung. Viele der Beweggründe konnte man sehr gut nachvollziehen oder auch generell manche Handlung war nie aus der Luft gegriffen. Élodie war absolut sympathisch finde ich, sie war nicht nur die "Ohje, ich bin eine arme, schwache Frau und brauche Hilfe", nein sie hatte zwar ihre Schwächen, aber dafür auch ihre Stärken, die sie einzusetzen wusste!
Gabriel...einerseits mochte ich ihn sehr, aber andererseits...war er manchmal mir doch sehr verschlossen, ich hoffe, da erfährt man noch mehr zu, aber eigentlich hat man da auch schon einiges erfahren.
Adam...anfangs mochte ich ihn gar nicht, aber zum Schluss hin - absoluter Wohlfühl Charakter finde ich, natürlich hatte er seine schlechten Züge, aber die hat nun einmal jeder. Ich konnte ihn gut verstehen.
Die Sprecher haben einfach eine wundervolle Leistung erbracht und mit viel Emotionen gesprochen, so dass jeder einzelne Charakter gut zur Geltung gekommen ist.
Für mich hat sich das Buch einfach nur gut angefühlt, man konnte wunderbar abschalten und mitfiebern bei all dem Drama oder hat Herzklopfen bekommen, auch muss ich sagen, dass zwar der Spice da war, aber nicht nur im Vordergrund stand oder unnötig hervorgehoben oder in die Länge gezogen worden ist.
Eine klare Empfehlung für alle Romance Liebhaber!
Rezensionen von gerlisch:
Böse Stunde: Thriller von Catherine Shepherd
Deine Zeit läuft ab
Böse Stunde ist ein atmosphärischer Zons Thriller, der mit seinem raffinierten Spiel zwischen Zeitebenen, starken Ermittlerfiguren und einer stetig steigenden Spannung sofort fesselt. Catherine Shepherd verwebt zwei Handlungsstränge, die über 500 Jahre auseinanderliegen, aber durch das Motiv der Zeit eng miteinander verbunden sind.
Stadtsoldat Bastian Mühlenberg bekommt es in Zons im Jahr 1507 mit grausamen Mordfällen zu tun, ein faszinierendes mittelalterliches Setting mit interessanten Ermittlungen, die ganz ohne Fingerabdrücke und DNA-Analyse auskommen müssen.
Mehr als 500 Jahre später, in der Gegenwart, ist es Oliver Bergmann, der zu perfiden Mordfällen gerufen wird, die psychologisch raffiniert inszeniert sind.
Die schnellen Wechsel zwischen den Zeitebenen erhöhen die Spannung immens. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Besonders stark waren für mich immer wieder die unerwarteten Wendungen, die zum Miträtseln einladen. Es werden Hinweise und falsche Fährten so geschickt eingewebt, dass man ständig neue Theorien entwickelt, nur um im nächsten Kapitel erneut überrascht zu werden. Die Handlungen sind durchweg sehr bildhaft durch die packende Erzählweise der Autorin.
Für Zons-Neulinge wie mich, findet man sich auch ohne Vorwissen zur Reihe gut zurecht. Kleine Wissenslücken fallen kaum ins Gewicht, da die Handlung selbst stark trägt.
Rezensionen von Daggy:
Ich bin ich & das ist gut so! von Svenja Bach Holger Kleinert; Svenja Bach
Autismus für Kinder erklärt
Schon das Kind auf dem Cover fällt durch seinen etwas ängstlichen Blick auf, er hält mit seinen Händen die Ohren feste, eine Haltung, die er im Buch noch oft einnimmt.
„Du bist wunderbar!“ mit dieser schönen Aussage beginnt das Buch. Es folgt ein Vorwort für Erwachsene über das Thema „Autismus“.
Dann lernen wir Tim, den besonderen Jungen, kennen. Er lebt auf einem Bauernhof und hat eine Leidenschaft für Dinosaurier. Seine Mitschüler*innen kommen nicht gut mit ihm klar, weil er oft anders reagiert. So mag er es nicht laut und hat Probleme Blickkontakt herzustellen. Tim trifft im Park eine Ente, die auch durch ihr Anderssein auffällt und er nennt sie Quak.
Nachdem sich die anderen Kinder über ihn lustig machen, spricht seine Mutter mit der Lehrerin und die erklärt den Schüler*innen welche Schwierigkeiten Tim hat und was Autismus bedeutet. Dazu gibt es einen gut verständlichen Text. So lernen die anderen zu akzeptieren, dass Tim zwar anders ist, er aber genauso liebeswert ist, wie alle Kinder.
Eine Checkliste am Ende des Buches vervollständigt dieses sehr gut gemachte Bilderbuch zum Thema Autismus.
Im Alltag begegnen uns immer wieder neurodiverse Kinder und es ist wichtig zu verstehen, welche Problem sie haben, damit wir lernen sie so zu akzeptieren, wie sie sind und sie in unsere Gemeinschaft integrieren.
Rezensionen von Sassy:
Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund
Fantastische Reise
Schon das Cover verspricht eine spannende Abenteuergeschichte.
Die Illustrationen im Buch sind einfach wunderschön und kindgerecht.
Die Geschichte hat uns direkt ins Abenteuer gezogen. Der Weltenaufbau mit den vielen geheimnisvollen Orten hat uns begeistert. Das Land der Uhren ist so detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mit Juli, Trim und dem Uhrmacher dort zu sein.
Die verschiedenen Charaktere sind so facettenreich. Vor allem Juli und der Zeitgeist Trim haben es uns angetan. Die Protagonistin Juli ist eine starke, neugierige und mutige Heldin. Trim ist einfach zuckersüß und dabei herrlich grummelig.
Ein spannendes, lustiges und geheimnisvolles Abenteuer. Wir fanden das Land der Zeitgeister einfach fantastisch.
Absolute Leseempfehlung für alle Kinder, die Abenteuergeschichten mögen.
Rezensionen von peedee:
Träume von Beauchamp Hall von Danielle Steel
Märchenhafter Ausgang der Geschichte
Winona „Winnie“ Farmington wollte immer nach New York, um dort im Verlagswesen Karriere zu machen. Als ihre Mutter erkrankte, kehrte sie jedoch in ihre Heimatstadt zurück, um sie zu pflegen. Die Jahre ziehen ins Land, die Träume scheinen vergessen. Ihr Job ist langweilig, der Chef ein Choleriker.
Als sie bei der überfälligen Beförderung übergangen wird und sie ihren Freund mit ihrer vermeintlich besten Freundin im Bett erwischt, ist das Fass voll: Sie schmeisst alles hin und fährt nach England, um dort das Set der Serie „Beauchamp Hall“, die in den 1920er Jahren spielt und wovon sie ein grosser Fan ist, zu besuchen. Was will sie jetzt tun? Mal abwarten und die Atmosphäre am Filmset geniessen…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir sehr gut.
Die Originalausgabe erschien 2018 unter dem Titel „Beauchamp Hall“.
Winnie hat mir gefallen: Sie ist 38 Jahre alt, sympathisch, stark. Eine Schwäche an ihr war jedoch ihr Freund Rob – aus meiner Sicht ein Schmarotzer und ich habe nicht verstehen können, wieso sie bei ihm blieb. Er kommt zwar zum Übernachten zu ihr, aber kann am Morgen, wenn er vor ihr das Haus verlässt, nicht kurz Schnee schippen. Nein, denn es ist ja ihr Haus, also ihre Aufgabe. Oh, sehr charmant! Und so geht es in vielen Dingen. Sie unternehmen so gut wie nie etwas zusammen; es geht immer nur um das Eine. Für mich dauerte es viel zu lange, bis sie sie ihn rausschmiss – und ihre „Freundin“ gleich mit.
In England taucht sie in eine ganz andere Welt ein: Sie ist begeistert vom Schloss und dem ganzen Drumherum. Sie fühlt sich zu Hause. Wie kann das sein? Sie darf eine Statistenrolle übernehmen und als „Mädchen für alles“ ein paar Botengänge erledigen – aufregend! Dabei lernt sie Nigel kennen, einen der Filmtechniker. Sie mag ihn. Sehr sogar. Kann es sein, dass eine neue Liebe ausgerechnet in England auf sie wartet?
Was mir an diesem Buch am besten gefallen hat, war der Mut, den Winnie bewies, indem sie aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen und nach England gefahren ist. Wenn sie „nur“ einen Ausflug dorthin gemacht hätte, wäre es ja nicht so aussergewöhnlich gewesen, aber sie bleibt einfach mal für längere Zeit dort und schaut, wohin es sie treibt. Glücklicherweise hatte sie ein paar Ersparnisse im Gepäck, so dass sie sich das leisten konnte. Der Ausgang der Geschichte ist märchenhaft-kitschig, aber das darf es auch mal sein; 3 Sterne.
Rezensionen von Igela:
Genug für ein halbes Leben von Evann Normandin
Leben ohne Vergangenheit
Rose und Landon lernen sich im College in Vermont kennen, verlieben sich ineinander und versprechen sich, das Leben gemeinsam zu verbringen. Für Landon ist Rose die Liebe seines Lebens. Nach einem einschneidenden Ereignis sehnt Rose sich jedoch nach einem Neuanfang.
Sie beschliesst die Vergessenspille, eine medizinische Neuheit, einzunehmen und ihr vertrautes Leben hinter sich zu lassen.
Landon, der Rose nicht vergessen kann, reist ihr nach und versucht sie zurückzugewinnen.
Für sie ist er ein Fremder. Er vertraut jedoch darauf, dass die Gefühle, die sie in der Vergangenheit für ihn hegte, wieder zum Leben erwachen.
Als Liebesroman wird "Genug für ein halbes Leben" eingereiht. Was meiner Meinung nach zu grossen Teilen berechtigt ist. Doch nicht nur. Denn in dem Buch steckt auch eine Prise Science Fiction. Die Geschichte ist futuristisch angehaucht, denn der Plot wird durch eine medizinische Spielerei vorgegeben. Wichtig für die Handlung ist eine Pille, die jegliche Erinnerungen löscht. Man fängt nach der Einnahme mit einer Blankokarte seine Zukunft an. Was war, was man bisher erlebt hat, gerät in Vergessenheit. Genau diese Vergessenspille hat Rose eingenommen und dadurch ihr vorheriges Leben ad acta gelegt.
Gute Idee, jedoch für mich nicht überzeugend durchdacht. Rose vergisst, wer sie war, wen sie geliebt hat, was sie erleiden musste, jedoch keine grundlegenden Sachen wie Lesen, schreiben, Fremdsprachen? Das ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Mich hat mit dieser unausgegorenen Idee die Geschichte nicht so richtig überzeugt.
Eine zweite Baustelle in dem Buch sind die Wechsel der Zeitebenen, die nicht deklariert sind. Von Kapitel zu Kapitel können diese wechseln. Manchmal liest man ein Kapitel, in dem sich Rose und Landon kennenlernen. Dann folgt ein Kapitel, nach der Einnahme der Pille und weiter geht es, als sie heiraten. Das war etwas unübersichtlich und chaotisch und ich musste oft eine oder zwei Seiten lesen um zu wissen, wo die Autorin nun zeitlich steckt.
Gefallen hat mir die Tiefe der Liebesgeschichte, die ich nicht als kitschig empfand. Vor allem der Grund für die Pilleneinnahme, das einschneidende Ereignis in der Vergangenheit, hat für Spannung gesorgt. Die Autorin nähert sich nämlich dem grossen Finale, was in der Vergangenheit geschah, langsam an.
Ebenfalls erreicht, hat mich Landons Liebe zu Rose und ihre Zerissenheit zwischen Trauer und Liebe.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
Kroatien zwischen Unabhängigkeit und EU-Beitritt
"Dem Meer entgegen" ist das Debüt der kroatischen Autorin und Schreibtrainerin Lidija Hilje, das sie in ihrer Zweitsprache Englisch geschrieben hat und von Hennig Ahrens ins Deutsche übersetzt wurde. Titelbild, Titel und Aufmachung lassen einen locker-leichten Sommerroman vermuten, dieser Eindruck täuscht aber: es ist ein eher anspruchsvolles Buch mit einer eher deprimiert-sehnsüchtigen Hauptfigur, hinter der ein schweres Schicksal steht: es geht um Unfruchtbarkeit und das Aufgeben des Partners, weil man selbst keine Kinder bekommen kann, um pflegebedürftige und sterbende Eltern und die Trauer um diese, um schwierige Familienbeziehungen und um wirtschaftliche Herausforderungen im Kroatien der Jahre nach den Balkankriegen.
Im Zentrum des Romans steht Ivona, die kurz nach den Kriegen eine ganz junge Frau war, mit 19 ihre große Liebe Vlaho kennen gelernt hat, diesen auch geheiratet hat, aber sich später scheiden ließ, obwohl sie ihn noch liebte. Danach heiratete er ihre Freundin Marina und bekam mit dieser die von der Familie so heiß ersehnten beiden Kinder. Ivona blieb der Familie eng verbunden, war regelmäßig zu Besuch und wurde sogar Patentante der beiden Kinder.
Die Handlung wechselt immer wieder zwischen der Zeit der ganz jungen Ivona und ihrer Liebe zu Vlaho und der Zeit etwa 20 Jahre später, als Ivona Ende 30 ist und auf ihr bisheriges Leben zurückblickt: so viele Träume haben sich nicht erfüllt. Sie ist Single und kinderlos und auch beruflich hat es nicht so gut geklappt, zwar hat sie erfolgreich ihr Biologiestudium abgeschlossen, doch gab es aufgrund des wirtschaftlichen Umbruches in der damaligen Zeit keine passenden Stellen für sie und sowieso würden viele dieser in Kroatien nur aufgrund von Vitamin B vergeben werden. So war Ivona nach ihrem Studium eine längere Zeit arbeitslos und heute arbeitet sie in einem Schreibwarenladen, zwar durchaus zufrieden, aber weit unter ihrer Qualifikation. Im Hintergrund gibt es noch den Vater, der sich mit seinen unternehmerischen Versuchen übernommen hat, schwer verschuldet ist und so ein Familiengrund mit Olivenbäumen direkt am Meer, mit dem Ivona viele schöne Kindheitserinnerungen verbinden, vom Verkauf bedroht ist.
Man lernt im Buch viel über die Zeit in Kroatien direkt nach den Balkankriegen und die Entwicklung danach. Es wird spürbar, was für eine herausfordernde Zeit das insbesondere für hoffnungsvolle und ehrgeizige junge Menschen gewesen muss, die hochqualifiziert und motiviert waren, aber kaum berufliche Chancen bekamen. Auch der massive Brain Drain - mehr als 10 Prozent der Kroaten haben mittlerweile dauerhaft das Land verlassen - und die Tatsache, dass insbesondere gut qualifizierte Menschen bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ins Ausland gehen, wird thematisiert.
Ein weiteres großes Thema im Buch ist die unglückliche Liebe Ivonas zu Vlaho, der vielleicht in gewisser Weise auch für ihre Vergangenheit und Bindung zur Heimat steht. Später kommt noch ein zweiter Mann dazu, Asier, mit baskischen Wurzeln, in London lebend und international tätig.
Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden, doch als ich mich nach etwa dem ersten Viertel eingelesen hatte, habe ich Ivonas Geschichte sehr gerne gelesen. Insgesamt ist es aber eher ein tragisch-melancholisches Buch und jedenfalls keine leichte Strandlektüre. Allen, die emotional vom Thema unerfüllter Kinderwunsch betroffen sind und sich nicht stark damit in einem Buch auseinandersetzen wollen, rate ich eher nicht zur Lektüre dieses Buches. Wer damit aber kein Thema hat und sich für die Entwicklung Kroatiens in den Jahren zwischen Unabhängigkeit und EU-Beitritt interessiert, kann ich das Buch als sehr interessante Lektüre dazu sehr empfehlen.
Rezensionen von Internetmaus:
Sturmland von Miriam Georg
Naturgewalten
Hamburg, die stolze Stadt an der Elbe, ist auch in dieser neuen Dilogie Ausgangspunkt der Handlung. Cora stammt aus einer reichen Reederfamilie. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten ist sie sehr gebildet. Ihr Vater hat sie stets unterstützt. Aber in ihren Kreisen hat eine Frau sich den Männern unterzuordnen.
Ehen werden aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen und von der Familien arrangiert. Auch Cora war für ihren Vater eine Ware. Sie musste eine Vernunftehe eingehen.
Die sechs Bücher, die ich von der Autorin bisher las, fesselten mich sehr. Von diesem Roman kann ich das leider nicht sagen. Ich hatte erwartet etwas von den Anfängen der organisierten Seenotrettung zu erfahren. Schon der gewählte Buchtitel machte mich neugierig. Die Inselbewohner müssen mit den Gefahren, die das Meer mit sich bringt, leben. Keiner weiß, ob die Fischer mit ihren leichten Booten wieder heim kommen. Das wird im Buch sehr anschaulich beschrieben.
Allmählich entsteht der Tourismus auf Norderney und langsam auch auf Borkum. Die Einheimischen sind froh über eine neue Einnahmequelle. Sie überlassen ihre Zimmer den Urlaubern und bleiben im Hintergrund. Das Buch vermittelt viele Einblicke über das ärmliche Leben dieser Menschen im Jahre 1860.
Zu dieser Zeit kommt Cora Gossler nach Norderney. Sie ist verheiratet. Ihr Ehemann ist auf Reisen. So lebt sie eine Zeit lang in der Villa ihres Vaters in Hamburg. Dort hält sie es nicht aus. Sie muss ständig in Bewegung sein. Nur so ist ihr ein klares Denken möglich. Als Alexander Klaasen, ein Ratsherr, für seine zehnjährige Tochter eine Gouvernante sucht, nimmt sie unter falschen Namen, diese Stellung an. Auf der Insel soll sich das an Tuberkulose erkrankte Mädchen erholen.
Onnen, ein Tagelöhner und Cora arbeiten beide für Herrn Klaasen und kommen sich nach und nach näher. Diese Liaison nimmt einen weiten Teil des Buches ein. Es ist für mich ein historischer Liebesroman an beeindruckenden Handlungsorten.
Ich hoffe nun auf den zweiten Band um etwas über die Anfänge die zur der Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger führten, zu lesen.
Dieser langatmige erste Teil konnte mich nicht überzeugen. Auf Grund der gut getroffenen atmosphärischen Beschreibungen erhält, es von mir drei Sterne.
Rezensionen von peppi:
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Zwischen Apfelgarten und Familienfehde
Der Auftakt der Elbinsel-Saga von Rebekka Eder, der im späten 19. Jahrhundert spielt, verbindet einen historischen Hintergrund mit Familienkonflikten und einer zauberhaften Liebesgeschichte.
Die zentrale Figur des Buches ist Kea Loop, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihrem eigenen Freiheitsdrang steht.
Sie lebt mir ihrem Vater, einem Vollhöfner, also einem Bauern, der einen ganzen Hof besaß, und dem Personal auf dem Anwesen. Der verwilderte Apfelgarten ihrer verstorbenen Mutter ist ihr Rückzugsort. Hier gibt es viele Erinnerungen. Dort trifft sie auch auf Kristen Focke, einem Knecht der verfeindeten Nachbarsfamilie. Es beginnt eine leise Annäherung.
Wer diesen Reihenauftakt gelesen hat, wird es sich sicher nicht nehmen lassen auch den nachfolgenden Band zu lesen, denn Der Teil "Getrennte Welten" endet mit so vielen offenen Fragen.
Meine Leseempfehlung!











