Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
What's Written in Blood von Mo Enders
Magische Wesen
Magische Wesen bevölkern London. Manche terrorisieren die Bevölkerung, manche helfen, sie zu jagen. Kopflose Reiter bedrohen die Menschen, Polizeiangestellte, die sich u.a. in Wölfe verwandeln, kämpfen gegen die Monster. Piper, eine junge Frau, die ihre Vergangenheit nicht kennt, arbeitet auch im Dienst der Cops.
Ihr Reittier ist ein Kelpie. Mit in ihrem Haus wohnen eine verstoßene Banshee und sogar ein Spiegelgeist.
Mo Enders bietet also eine reichhaltige Auswahl an merkwürdigen und phantasievollen Gestalten. Die Aufklärung von Morden, die vermutlich von magiebegabten Wesen begangen werden, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Und natürlich die Frage: wer war Piper vor ihrem Unfall? Um die Lösung beider Fragen dreht sich das ganze Buch, mal mehr, mal weniger fesselnd. Liest sich überwiegend unterhaltsam, eine nette Lektüre für zwischendurch. Fortsetzung folgt.
Rezensionen von Kwinsu:
Holunderholz von Norbert Scheuer
Ein Buch mit fehlender Konsequenz
Holunderholz ist ein Buch, das ich zwar ganz gern gelesen habe, das mir aber immer das Gefühl gab, dass irgendetwas fehlte. Die Geschichte selbst habe ich nicht immer ganz nachvollziehen oder mir erklären können.
Protagonist ist der Informatiker Johann, der ein recht belangloses Leben führt. Er arbeitet in einer Firma, hat Verantwortung, auch wenn er sich selbst als nicht allzu guten Programmieren einschätzt - bezüglich Talent verlässt er sich lieber auf andere, die zwar menschlich vielleicht nicht das Häubchen auf der Sahne, dafür aber gut in der eigentlichen Sache sind - eine Fehleinschätzung, wie sich im Laufe des Buches herausstellen wird.
Neben seinem Job hat er auch noch einen anderen Fokus gefunden: ein Magnetophon, das ihm seine gerade verstorbene Mutter hinterlassen hat, mit Audioaufnahmen seines Großvaters. Das Gerät ist störrisch, zerstört immer wieder Teile des Aufnahmebandes, aber Johann will - ergänzend durch Aufzeichnungen seiner Mutter - eruieren, welch Hinterlassenschaft sein Großvater unbedingt der Nachwelt mitgeben wollte. Das Spezielle an diesem Buch ist, dass die Aufzeichnungen wiedergegeben werden: und zwar nicht 1:1 transkribiert, was unmöglich ist, da oft nur viele Geräusche zu hören sind, sondern das, was Johann daraus hört und interpretiert. Eine Rolle scheint eine junge Frau, die Rose genannt wird, zu spielen, auch wenn in der weiteren Handlung nie aufgeklärt wird, welche Wichtigkeit sie für die Familiengeschichte tatsächlich hatte. Jedenfalls kann sie nur sehr eingeschränkt sprechen, was auch ein wenig, aber nicht vollumfänglich erklärt wird. Aber sie ist nur eine Auslassung von vielen. Es darf jedenfalls viel spekuliert werden, ebenso über eine immer wiederkehrende Figur namens Vincentini. Dieser scheint Johann in gewisser Weise zu verfolgen, es gibt zahlreiche Andeutungen, was jener sein könnte oder auch nicht, auch hier bleibt es den Lesenden vorbehalten, dessen Rolle zu interpretieren.
So stromern wird durch Johanns Arbeitswelt, durch seine rätselhafte Familiengeschichte, begleiten ihn bei seinen durch Schlafstörungen hervorgerufenen Spaziergängen und Aufenthalten bei einer Tankstelle, erleben die ein oder andere schräge Begegnung, unter anderem der Beziehung zu Maria, die aber verheiratet ist und nicht gedenkt, ihren Mann zu verlassen. Vorwiegend befinden wir uns in Johanns sprunghaften Gedanken, die sich immer wieder an einzelnen Themen festbeißen - wie an den Tonaufnahmen des Magnetophons, unter anderem mit Bezug zur Wehrmacht. Oder seinen Tierbeobachtungen, die ein wesentlicher Teil seiner Gedankensphäre zu sein scheint. Dass im Laufe des Buches eine verheerende Explosionskatastrophe einer Rolle spielt, wird in der Inhaltsgabe hervorgehoben, nahm mich aber beim Lesen des Romans nur sehr wenig mit.
Das Lesens des Romans bescherte mir immer wieder viele Fragezeichen, entzückte mich selten, aber doch, durch seine Schrägheit, langweilte mich mitunter, gab aber auch immer wieder Hoffnung auf DEN Sinn, was allerdings kaum erfüllt wurde. Die abwechselnden Textsorten - zwischen Schilderungen des Protagonisten und den interpretierenden Tonbandaufnahmen bot eine gute Abwechslung, die aber letztendlich nicht immer stimmig war. Rückblickend betrachtend hallt das Buch nur sehr wenig nach, so ist die Erinnerung an das titelgebende Holunderholz auch schon ziemlich verblast. Der Roman ist ein Buch, das man durchaus lesen kann, zweifelsohne gibt es aber zahlreiche Bücher, die spannendere Leseerkenntnisse mit sich bringen.
Mein Fazit: "Holdunderholz" ist ein Roman, der immer wieder schräg anmutet, aber nicht kontinuierlich eben jenes ist; der es weiß einige gute Geschichten zu erzählen, aber in seiner Konsequenz leider eher belanglos bleibt.
Rezensionen von Kit:
Territorium von Sabrina Janesch
Anspruchsvoller Roman, der große Themen wie Heimat, Identität und Kolonialisierung behandelt
„Territorium“ von Sabrina Janesch hat mir gut gefallen, weil der Roman ein historisches Thema behandelt - Kampf um die Unabhängigkeit Hawaii -, über das ich bisher wenig wusste. Auch mit dem Thema Kolonialisierung habe ich mich im Rahmen von literarischen Werken noch nicht näher beschäftigt.
In dem Roman werden die Themen Heimat, Herkunft und die Frage, wie sehr Orte unsere Identität prägen, behandelt.
Dabei verbindet Janesch persönliche Geschichten mit historischen Erfahrungen und zeigt, dass Zugehörigkeit selten eindeutig ist.
Besonders gelungen ist die sprachliche Gestaltung: Janesch schreibt präzise, atmosphärisch und mit einem feinen Gespür für Landschaften und Erinnerungen. Das „Territorium“ wird dabei nicht nur als geografischer Raum verstanden, sondern auch als persönlicher und emotionaler Ort.
Interessant ist vor allem das Thema Kolonialisierung. Der Roman zeigt, wie amerikanische Geschäftsleute immer mehr Einfluss auf Hawaii gewinnen und schließlich versuchen, das Land für ihre eigenen Interessen zu übernehmen. Dabei wird deutlich, dass Kolonialisierung nicht nur mit militärischer Gewalt, sondern auch mit wirtschaftlicher Macht und politischem Einfluss verbunden sein kann.
Mir hat gefallen, dass Janesch die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und dabei besonders starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellt. Dadurch wirkt die Geschichte persönlicher und emotionaler. Gleichzeitig regt das Buch dazu an, über Macht, Freiheit und das Recht eines Landes auf Selbstbestimmung nachzudenken.
„Territorium“ ist ein anspruchsvoller und sprachlich eindrucksvoller Roman, der große Themen ruhig und differenziert behandelt. Der Roman verlangt Aufmerksamkeit und bietet keine leichte, geradlinige Lektüre. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, weil er historische Ereignisse nicht nur sachlich vermittelt, sondern sie mit persönlichen Schicksalen und Emotionen verbindet. Dadurch wirkt das Thema Kolonialisierung greifbar und regt zum Nachdenken an.
Rezensionen von Ryria:
Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos
Ein Leben im Stress
Dieses Buch ist vermutlich das genaue Gegenteil von den momentan so beliebten Cozy Romanen: Statt gemütlicher Szenen wird man direkt vom Arbeitsstress begrüßt, der neue Großkunde soll zufriedengestellt werden, die Präsentation ist noch nicht fertig, die Meetings rufen. Mitten drin ist Ioana, fest entschlossen, die Karriereleiter um jeden Preis weiter zu erklimmen.
Da kommt der Tod ihres Großvaters ihr natürlich ziemlich in die Quere, vor allem, weil die Beerdigung in ihrem Geburtsland Rumänien stattfindet.
Die Autorin hat es viel zu gut geschafft, diese extrem ungesunde Arbeitsatmosphäre einzufangen, immer wieder war sogar ich beim Lesen mit gestresst, obwohl ich ja eigentlich bequem auf dem Sofa sitze. Gleichzeitig diente es auch als gute Erinnerung daran, dass Arbeit nicht alles im Leben ist.
Der andere große Themenkomplex umfasst das Leben als Mensch mit Migrationshintergrund und die rumänischen Wurzeln. Hier scheint die Autorin auch ihre eigenen Erfahrungen verwendet zu haben, es wirkte alles sehr authentisch.
Ioana berichtet von der Last, als Kind für die Eltern übersetzen zu müssen, von der auf einmal fremd erscheinenden Heimat, von den kulturellen und finanziellen Unterschieden und vielem mehr.
Das Ganze geschieht in Vergangenheitsabschnitten, die sich aber sehr natürlich in den Text einfügen, oft z.B. als Erinnerungen an die Kindheit.
Auch das Leben in Rumänien wird auf interessante Weise dargestellt, man erfährt viel über den (Aber-)Glauben, die Kultur und die Entwicklung der Lebensumstände.
Immer wieder wird auch eine ungewöhnliche Erzählperspektive verwendet: Wir erleben die Handlung oder Rückblenden durch die Augen von den Heiligen auf Ikonen. Dies ermöglicht spannende Einblicke in die Familiengeschichte und all das, was sonst halt hinter verschlossenen Türen geschieht.
Ich mochte den Einblick in Ioanas Leben und Rumänien sehr, allerdings war es nicht immer ganz einfach zu lesen, bedingt durch die unangenehmen und stressigen Themen, aber auch durch die teilweise offene und vage Erzählweise. Trotzdem war es auf jeden Fall eine sehr interessante und lesenswerte Geschichte.
Rezensionen von gerlisch:
Death's Daughter von S. A. Barnes
Unterhaltsame Dark Academia
Schon auf den ersten Blick ist Death‘s Daughter ein echtes Highlight. Das wunderschöne Cover macht das Buch zu einem kleinen Schmuckstück im Regal und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte dahinter.
In der Welt der Uralten und ihrer Sprosse treffen Macht, Magie und Intrigen aufeinander. Die Handlung ist gespickt mit Geheimnissen, überraschenden Wendungen und einer spannenden Murder-Mystery-Komponente, die zum Miträtseln und Spekulieren einlädt.
Immer wieder werden neue Hinweise gestreut, die das Gesamtbild verändern und die Spannung konstant hochhalten.
Im Mittelpunkt steht die Studentin Jocasta. Mit ihrem vollständigen Namen wurde ich persönlich leider nicht richtig warm, weshalb mir die Kurzform deutlich besser gefiel. Jo ist die Tochter des Todes und muss, um zu überleben, von den negativen Gefühlen anderer Menschen zehren. Dass sie sich immer wieder dagegen sträubt und dadurch in moralische Konflikte gerät, macht sie zu einer äußerst sympathischen und nachvollziehbaren Protagonistin. Gleichzeitig kann sie ihrer Bestimmung nicht entkommen, denn ihr Vater hat sie zu seiner alleinigen Nachfolgerin ernannt.
Dann ist da noch Devon, Jos Dozenten am Beecher College. Als klassischer morally-grey-Charakter bleibt lange unklar, welche Rolle er tatsächlich spielt und auf welcher Seite er steht. Diese Undurchsichtigkeit macht ihn zu einer der spannendsten Figuren der Geschichte. Die Nebencharaktere, allen voran Jos Freundeskreis, wurden relativ nahbar und lebendig ausgearbeitet, sie hatten aber noch weiteres Potenzial, was meiner Meinung nach etwas auf der Strecke blieb.
Das angekündigte Love Triangle kam bei mir so leider nicht an, da es ihm an der nötigen Tiefe fehlte. Auch der Spice wirkte etwas deplaziert. Die Story hätte durchaus ohne diese explizierten Szenen auskommen können.
Gefallen hat mir bei dieser paranormalen Geschichte der flüssige, eingängige Schreibstil, das düstere Setting und ein spannendes Magiesystem. All diese Elemente erschaffen eine atmosphärische Welt, in die man sich mühelos hineinziehen lässt und die besonders zum Ende fesselt.
Rezensionen von Sophiaaaaaa:
Death's Daughter von S. A. Barnes
Leider mein Jahresflop
Das Cover hat mich direkt angesprochen, genauso wie die ungewöhnliche Thematik des Buches. Es geht nämlich um die Tochter des Todes, Jocasta, die sich schließlich mit dem Nachfahren der Lust, Devon, zusammentun muss. Es geschehen schon schnell Morde und Jocasta weiß nicht, wem sie vertrauen kann…
Der Inhalt klang wirklich gut und so ging ich mit hohen Erwartungen an das Buch.
Diese wurden allerdings leider nicht einmal im entferntesten getroffen. Die einzigen Sachen, die ich mochte waren die Außengestaltung des Buches und der Schreibstil. Ich tue mich wirklich schwer damit, Bücher schlecht zu bewerten, aber hier werde ich es nun tun und auch im Folgenden begründen, woran es lag.
Alle Charktere waren leider sehr flach und oberflächlich und es gab keine Tiefe. Jocasta war mir demnach nicht wirklich sympathisch und auch die anderen Personen mochte ich nicht sonderlich, abgesehen von Devon, der irgendwie noch einen gewissen Reiz besaß. An dieser Stelle muss ich auch noch Carter, Jocastas Professor, erwähnen, den ich ebenso absolut gar nicht leiden konnte. Das Hin und Her mit ihm und Jocasta ging mir auch sehr auf die Nerven und keine der Beziehungen hatte wirklich Tiefe. Devon und Jo hätten Potenzial gehabt, aber das wurde leider nicht genutzt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlerhafte Grammatik. An einigen Stellen im Buch gab es Rechtschreib- und Grammatikfehler, die den Lesefluss für mich wirklich gestört haben und manche Handlungen haben ebenso keinen richtigen Sinn ergeben, beziehungsweise waren nicht nachvollziehbar.
Ich wollte das Buch wirklich mögen, aber musste mich wirklich immer mehr zwingen, es überhaupt zu beenden. Zwischendrin war ich kurz davor es durch seine Längen und fehlende Spannung abzubrechen, aber habe es dann schließlich doch durchgezogen. Ehrlicherweise bin ich wirklich froh, dass das Buch nun zu Ende ist und werde den zweiten Band auf jeden Fall auch nicht lesen, da es mich nicht wirklich interessiert, wie es weitergeht. Zudem fand ich den Spice im Buch auch eher unangenehm und auch die Auflösung kam nicht überraschend.
Insgesamt kann ich das Buch leider nicht empfehlen, auch wenn ich es wirklich gerne gemocht hätte. Eigentlich liebe ich auch Dark Academia Bücher über alles, aber bei diesem Buch hat es garnicht gefunkt.
Rezensionen von Ruth:
Mein artgerecht-Trotzbuch: Nein! von Nicola Schmidt
Hilfreich für Eltern und Kinder
Nicola Schmidt, Verfasserin des vorliegenden Bilderbuchs, hat das „artgerecht-Konzept“ entwickelt, ein Erziehungsmodell, das den Alltag von Familien an den ursprünglichen Bedürfnissen des Menschen ausrichtet. „artgerecht heißt, dass wir mit der Natur der Kinder arbeiten, nicht gegen sie.“ so steht es in den hinten aufgeführten Hinweisen für Eltern.
Das Bilderbuch spricht schon durch seine wunderschönen Illustrationen von Iris Blanck an. Mit kräftigen Farben und ausdrucksstarker Mimik werden die Figuren lebendig. Jede Emotion ist in Körperhaltung und Gesichtsausdruck auch für die Kleinen erkennbar.
Wir begleiten zwei Eichhörnchen-Kinder und ihre Mama durch den Tag. Dabei werden die einzelnen Übergänge, die oft zu Problemen führen, angesprochen. Vom Aufwachen über die Vorbereitungen für die Kita, den nachmittäglichen Spielplatzbesuch bis zum abendlichen Schlafengehen - immer wieder gibt es Situationen, auf die das Kleinkind mit Trotz reagiert. Zum Glück weiß Mama Eichhorn, wie sie damit umgehen muss. Verständnisvoll geht sie auf ihre Kleinen ein, erkennt die Bedürfnisse, die hinter dem Verhalten stecken, weiß aber auch, Grenzen zu ziehen. Dass dabei auch die Mama mal an ihr Limit kommen kann, wird ebenfalls thematisiert .
Das Bilderbuch richtet sich an Kinder ab zwei Jahren. Die dargestellten Situationen sind nah an deren Alltag und die Figuren laden so zur Identifikation ein. Ein zusätzliches „Bonbon“ ist „Das Anziehlied“, das man nach einer bekannten Melodie gemeinsam singen kann.
Hilfreich finde ich das Buch aber vor allem für Eltern. Die Geschichte illustriert das, was im Anhang erklärt wird: Nämlich, warum Kinder herausfordernd reagieren, was hinter dem vermeintlichen „Trotz“-Verhalten steckt und wie Eltern angemessen damit umgehen.
Rezensionen von Ryria:
One & Only von Maurene Goo
Wo die Liebe hinfällt
Während einer Fahrradtour stürzt Cassia und fällt dem aufmerksamen Ellis vor die Füße. Was wie der Beginn einer wunderbaren und lustigen Liebesgeschichte klingt hat nur leider einen Haken: Ellis ist nicht ihr vom Schicksal "Auserwählter", sondern sein Boss Daniel. Dies kann ihre Familie nämlich mithilfe der magischen Familiengabe feststellen, und dazu kommt noch der Altersunterschied von 12 Jahren zu Ellis.
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Die Idee der Partnervermittlung mittels dieser magischen Methoden fand ich super und originell. Das Konzept war leicht verständlich und trotzdem faszinierend, daher fand ich es schade, dass man nicht noch mehr davon gesehen hat. So hätte ich mir noch mehr "Nebengeschichten" von Paaren gewünscht, die über die Agentur vermittelt wurden. Einige wurden mal kurz erwähnt, allerdings ist mir nur eine wirklich im Kopf geblieben.
Das Ganze als Familienunternehmen aufzuziehen war auch eine gelunge Idee, so hat man gut Cassias Familie kennenlernen, und dadurch gleichzeitig auch ihren Charakter besser einordnen und verstehen können. Zwischenzeitlich habe ich bei den ganzen Namen kurz nicht durchgeblickt, aber insgesamt hat das gut geklappt. Hierbei mochte ich auch den koreanischen Hintergrund sehr, so gab es immer wieder mal Erwähnungen der Kultur, Traditionen und Speisen.
Nun zu den Charakteren: Cassia war mir überwiegend sympathisch, hatte zwischendurch aber auch mal kurze Momente, in denen ich sie ein wenig anstrengend fand. Manche davon konnte man aber rückblickend besser verstehen bzw. ihr Verhalten besser einordnen.
Ellis habe ich quasi sofort in mein Herz geschlossen, hier hat die Autorin wirklich einen tollen Charakter erschaffen, der aber auch nicht perfekt ist und mit seinen eigenen Gefühlen zu kämpfen hat.
Bei Daniel hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt, seiner Beziehung zu Cassia konnte ich nicht wirklich etwas abgewinnen, das fand ich ein wenig schade.
Dafür gab es noch einige tolle Nebencharaktere, die die Handlung abgerundet haben.
Insgesamt war die Geschichte ein wenig vorhersehbar, was meinen Spaß aber nicht groß gemindert hat. Besonders hervorheben möchte ich den witzigen Schreibstil, die liebenswerten Charaktere und natürlich die schöne Botschaft zu der Frage, ob wir unser Leben vom Schicksal bestimmen lassen sollten.
Rezensionen von Cellissima:
Falsches Spiel im Herrenhaus - Ein Weihnachtskrimi von Alexandra Fischer-Hunold
Wundervoller cosy Weihnachtskrimi
Die ursprünglichen Eigentümer konnten das Herrenhaus der Familie nicht mehr finanzieren und mussten es verkaufen. Es blieb zwar in der Familie, da Teddys Onkel Guy es gekauft hat - doch was Guy damit machte, gefiel niemandem. Er stammt aus Amerika, verabscheut alles Englische und Traditionelle, modernisiert und amerikanisiert alles.
Mit dem Herrenhaus, das die Familie kannte und liebte, hat das nichts mehr zu tun ... Die Familie freute sich darauf, das Weihnachtsfest und die Weihnachtsferien gemeinsam dort zu verbringen - doch aus gegebenem Anlass ist die Stimmung schnell ruiniert.
Und es kommt noch schlimmer: Guy hat sich ein Escape Room-Whodunnit-Mystery-Spiel ausgedacht. Die Familie hat sechzig Minuten Zeit, um Guys Mörder zu finden. Doch aus dem Spiel wird schnell bitterer Ernst - denn Guy wird tatsächlich getötet! Die Tat kann nur von einer Person aus dem engsten Kreis begangen worden sein, und diese Person befindet sich noch immer unter ihnen. Fast jeder hat ein Geheimnis, fast jeder hat ein Motiv ... Die Polizei kann nicht kommen, da das Haus und die kleine abgelegene Insel vor Cornwall durch einen Sturm und einen schweren Wintereinbruch mit viel Schnell komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind. Und so beginnt die Krimi- und Agatha Christie-Liebhaberin Teddy, gemeinsam mit ihrem Freund Patrick und ihrem kleinen Bruder William, selbst zu ermitteln ...
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Ich habe alle Bücher der Autorin gelesen und geliebt - vor allem ihre Weihnachtskrimis, und vor allem "Ein Mörder auf der Gästeliste". Umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass auch "Falsches Spiel im Herrenhaus" in einem Herrenhaus, das durch das Wetter von der Außenwelt abgeschnitten ist, spielt. Die kleine abgelegene Insel macht das Ganze absolut perfekt.
Der Schreibstil ist gewohnt gut, die Figuren sind wieder absolut gelungen, die Geschichte wieder herrlich bildhaft und atmosphärisch. Man wird sofort auf diese Insel, in dieses Herrenhaus - und vor allem in Weihnachtsstimmung versetzt!
Die Weihnachtsstimmung wird perfekt gemischt mit einer mysteriös-gefahrvollen Grundstimmung. Neben viel Weihnachtsstimmung gibt es ebenso viel Spannung und Gefahr. Und diese Mischung ist wirklich perfekt. Man kann von Anfang bis Ende mitermitteln, tappt aber doch im Dunkeln, da Alexandra Fischer-Hunold es wirklich versteht, falsche Fährten zu legen, völlig unerwartete und überraschende Wendungen einzubauen - überhaupt einen Fall sehr geschickt zu konstruieren. Die Auflösung ist ebenso überraschend wie stimmig. Das Ende der Geschichte passt wirklich zu Weihnachten.
Wer cosy crime und Weihnachten liebt, sollte "Falsches Spiel im Herrenhaus" unbedingt lesen. Es ist ein Weihnachtskrimi, der einem schaurig-schöne Lesestunden schenkt, Weihnachtsatmosphäre, Spannung, Gefahr und einen gut konstruierten Fall vereint. Einer, der wirklich für jedes Alter perfekt ist, den sowohl Jugendliche als auch erwachsene Leser lieben werden. Zusammen mit "Ein Mörder auf der Gästeliste" ist es wirklich der beste cosy Weihnachtskrimi, den ich bisher gelesen habe. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Barbara:
Schamanisch leben: Im Jetzt erwacht die Seele von Dalila
Absolute Pflichtlektüre
Es wird ein sehr detaillierter und gut verständlicher Einblick in die uralte Kosmologie gewährt. Wir lernen diese in unserem Alltag zu unterscheiden, bewusst wahrzunehmen und damit umzugehen. Beim Lesen hatte ich sehr oft den ein oder anderen Aha Effekt. Viele Momente in meinem Leben sind jetzt für mich klarer und ich begegne ihnen bewusster.
Hier dürfen wir tief eintauchen und wirkliche Veränderung erleben und nicht nur an der Oberfläche kratzen. Dazu gibt es viele gut verständliche Praxisbeispiele und einige schöne Rituale am Ende des Buches.











