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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rewareni:

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Kriegsheim von Medra Yawa

Endlich am Ziel

Maggie und TJ stehen kurz davor ihre neue Zukunft so zu gestalten, dass es endlich Frieden geben kann nach vielen Jahren des Krieges und des Hasses. Doch selbst so kurz vor dem erhofften Ziel, gibt es immer noch Menschen, die das zu verhindern suchen. Maggie und TJ bleiben nicht mehr viel Zeit und so müssen Verräter entlarvt werden und auch das Misstrauen in den eigenen Reihen ausgeräumt werden, wenn ihr Vorhaben gelingen soll.

Mit ,, Kriegsheim: Die neue Zukunft“ schließt sich der Kreis rund um Maggie und TJ, die einen langen und gefährlichen Weg gehen mussten, damit sie endlich an ihr Ziel kommen. Die Autorin Medra Yawa, hat mit ihrer Kriegsheim Reihe, die aus 4 Bänden, sowie einem Spin Off Band besteht, ein tolles Werk geschaffen, wo ihre Fantasie und Originalität immer wieder zu bewundern ist.
Es ist eine sehr komplexe Geschichte, wo man als Leser nicht nur einmal einen Knoten im Gehirn hat, der sich aber zum Glück immer wieder löst und man Stück für Stück besser in die Geschichte hinein kommt.
Bei dieser Geschichte fügen sich alle Puzzlestücke wunderbar zusammen, da man nun die Ereignisse aus den früheren Bänden besser verstehen kann und es faszinierend ist, dass es die Autorin so wunderbar geschafft hat über mehrere Roman hinweg eine Spur zu legen, die am Ende zum Ziel führt.
Es war schön, die vielen liebgewonnen Protagonisten zu begleiten wo viele Themen noch einmal aufgegriffen worden sind.
Ohne Vertrauen und den Mut zu haben, aus alten Mustern auszubrechen und neue Wege zu gehen, wäre ein Frieden nicht möglich gewesen. Gut herausgekommen ist aber auch, dass Misstrauen und Hass auf Menschen, die anders sind, keine guten Wegbegleiter sind.
Akzeptanz anderen gegenüber und zu versuchen die Lebensweisen anderer zu verstehen und auch darüber mehr zu lernen, waren dabei wichtige Faktoren.
Medra Yawa hat einer spannenden und vielschichtigen Geschichte einen schönen Abschluss beschert, wo ich die Autorin nur bewundern kann ob ihrer Fähigkeit mit Herz, Hirn und Humor eine Geschichte aus Liebe, Magie und Spannung zu schreiben und so ihre Leser wunderbar zu unterhalten.

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Kriegsheim

Rezensionen von Petra:

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Unbeugsam wie die See von Emilia Hart

Frauen und das Meer

Das Buch erzählt in drei Handlungssträngen die Geschichte von zwei Schwesternpaaren und ihre Beziehung zum Meer. Ein Buch das als fast gesagt als Krimi anfängt entwickelt sich zu einem Fantasy Roman. Für mich hat es zu starke Anlehnungen an Christian Andersens Märchen "Die Meerjungfrau" und an die deutsche Sage "Die Loreley".

Lucy flieht nach einem entsetzlichen Vorfall zu ihrer Schwester Jess, die ist aber nicht zuhause, also stöbert sie in ihren Sachen und Tagebüchern. Im zweiten Strang müssen die irischen Schwestern Mary und Eliza auf einem Gefangenenschiff nach Australien reisen.
Allen Frauen scheinen gemein zu haben, das Männer sich ihnen gegenüber sich übergriffig verhalten haben. Genaue Einzelheiten fehlen teilweise.
Das Meer übt eine unnartürliche Anziehungskraft auf die Frauen auf, bei Jess wurde zum Beispiel eine Wasserallergie festgestellt. Warum lebt sie dann direkt am Meer?
Das Cover und der Klappentext sind sehr anziehend. Die Geschichte dagegen ist eher seicht und durch die bereits bekannten Geschichten auch nicht unbedingt neu. Einiges wirkt sehr weit hergeholt und nicht vertieft so das man es als spannend empfindet.
Der Eindruck das es wehrhafte Frauen gegen toxische Beziehungen und oder agressive Männer sind hat sich mir beim Lesen nicht weiter vertieft.
Schade, mehr Thrill und weniger Fantasy es wäre für mich ein gutes Buch geworden.

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Unbeugsam wie die See

Rezensionen von C.P.:

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Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Gelungene Adaption mit kleineren Schwächen

Kasetten von Bibi & Tina wurden abgelöst von TKKG und endeten in den ???, diese Metamorphose fühlt sich, wenn ich andere Rezensionen lese oder mit Freund:innen spreche, schon fast an wie eine allgemeine "Pflichtstufe", die von Kindheit zu Jugend durchlaufen wird (auch wenn Stufe 1 & 2 wahlweise ausgetauscht werden können).

Und auch als Erwachsene begleiten mich die Hörspiele noch immer. Manchmal mit Hyperfixierung und mehreren Folgen pro Monat, dann wieder mit etwas mehr Abstand. Zuletzt habe ich damit angefangen - auch wegen des Bobcasts - alle Folgen von vorne zu hören. Außer das Hexenhandy, das ist für mich als kleiner Angsthase verbrannte Erde.
Ich würde mich nicht als ???-Ultra bezeichnen, aber doch als regelmäßige Konsumentin auch der nicht kanonischen Werke wie der Graphic Novels.
Dementsprechend neugierig war ich auf diese Adaption von Andreas Eschbach.

Als fester Bestandteil des deutschen Krimibuchmarktes ist er mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich persönlich noch kein Buch von ihm gelesen habe.
Aber wie ein Autor sich an einem Werk versucht, das in einem Kosmos aufgebaut wurde an dessen Entstehung er nicht beteiligt war, fand ich unheimlich spannend. Und natürlich auch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob die Charaktere, von denen ich ein wirklich präsentes und geprägtes Bild im Kopf habe, aus diesem herausfallen würden oder ob es Andreas Eschbach gelungen würde, die Feinheiten einzufangen.
Ja, würde ich jetzt nach Beenden des Buches sagen, aber mit kleineren Einschränkungen.

Das Buch ist generell eine Kaskade an Fan Service. Anekdoten zu alten Fällen, Updates von Personen, die in früheren Jahren mit den ??? verbandelt waren und immer wieder Insider und Anspielungen. So fielen aber auch die Dinge auf, die dann gar nicht Erwähnung fanden.
Justus, Peter und Bob sind inzwischen Mitte 50, haben keinen Kontakt mehr zu einander und werden jeder auf eine andere Art in den Fall verwickelt. Ich verstehe immer nicht, warum die Ausgangssituation eine solche extreme sein muss. Auch die Graphic Novel waren ja ausgelegt darauf, dass kein Kontakt mehr bestehen würde. Ich würde schon gerne mal eine Geschichte hören oder lesen, bei der die ??? gealtert sind aber noch immer in Kontakt stehen.

Manchmal wirkten bestimmte Beschreibungen von Charakteren viel zu detailreich und ausschweifend und anfangs überhörte ich das ein wenig. Aber irgendwann wunderte ich mich dann schon, weshalb detailliert beschrieben wurde, wie das Gegenüber von Justus die Nase kraus zog. Und dann fiel echt spät der Groschen, dass in den Hörspielen wenig Gedankengänge der drei erzählt werden, weil viel über Geräusche oder Kommentare abgehandelt wird. Und ab dem Punkt fand ich es wahnsinnig interessant. Das ist jetzt nur eine Feinheit, aber die subtilen Einflechtungen von scharfsinnigen Beobachtungen, auch wenn diese überhaupt nichts mit dem Fall zu tun hatten, festigten doch enorm den Charakter von Justus und zeigten mir, wie viele Gedanken sich Andreas Eschbach gemacht hatte, um den ??? in diesem Buch Leben einzuhauchen.
Das einzige, was mir wenige gut gefallen hat war, dass es viel zu einfache Lösungen für ??? gab. Google hat schon fast eine Deus ex machina Rolle und auch Justus Kontaktliste löst alle Probleme fast in Luft auf. Ja, das ist in den Hörspielen durchaus auch so. Aber hier störte es mich doch ein wenig.

Das Hörbuch, gesprochen von Matthias Koeberlin, fand ich unheimlich gut. Ich war anfangs schon schwer enttäuscht, weshalb nicht einer der Sprecher der ??? das Hörbuch liest, aber Matthias Koeberlin hat einen wirklich fantastischen Job gemacht und war eine schon würdige Vertretung. Er hat eine unheimlich angenehme Stimme, die zu der Geschichte gut passt.

Der Fall an sich ist eher zweitrangig und nicht überraschend. Große Wendungen gab es nicht und mir fehlte gerade zum Showdown doch die gewisse ??? Atmosphäre und Justus, der mir als Hörerin dann auch erklärte, was wie warum und weshalb gewesen sei und wo alle auf dem Holzweg waren. Das war sehr schade und auch mein größter Kritikpunkt.
Ich habe inzwischen auch ein paar sehr kritische Rezensionen gelesen, denen ich durchaus sehr zustimmen kann. Ich bin durchaus sehr geblendet in meiner "gib mir mehr von den ???"-Stimmung und verzeihe vieles.
Aber insgesamt hat mir das Buch unheimlich gut gefallen und ich hoffe auf noch weitere Adaptionen und Überraschungen aus dem ???-Kosmos.

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Die Auferstehung

Rezensionen von April1985:

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Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Jagd nach Mr. X

Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril wirkender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter gelungen. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und war wirklich überrascht, welche Wendungen die Handlung im Verlauf der Geschichte nimmt.

Das Buch wird aus Sicht von Kaede erzählt. Die Grundschullehrerin kümmert sich in ihrer Freizeit liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Großvater. Die Liebe zum Geschichten erzählen und zur Literatur verbindet die beiden Generationen. Insbesondere das Lösen von Kriminalfällen, das Entlarven des Täters durch logische Schlussfolgerungen, ist eine große Leidenschaft von Kaedes Opa. Sein Scharfsinn und seine Brillianz sind trotz der schweren Krankheit immer noch ausgeprägt.

Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater gefallen. Diese gründet auf Liebe und Respekt. Kaedes Großvater, welcher selbst einmal Rektor einer Schule war, genießt immer noch hohes Ansehen in seinem Umfeld. Genauso sollte es auch sein und nicht anders.

Überrascht hat mich, wie spannend die Handlung war. Kaede, die klassische Kriminalliteratur liebt, wird selbst in einem Kriminalfall verwickelt und als Leser möchte man natürlich unbedingt das Rätsel lösen.

Masateru Konishi hat die Genre gesprengt. ‚Die Bibliothek meines Großvaters‘ ist nicht nur ein Buch über die Liebe zur Literatur, sondern auch eine Familiengeschichte und zugleich ein Kriminalroman. Mir haben die Mischung, sowie auch der typisch japanische, eher nüchterne Schreibstil unglaublich gut gefallen.

Was mir weniger zugesagt hat, waren die Anspielungen an ‚Harry Potter‘, die es nicht gebraucht hätte und die auch irgendwie deplatziert wirkten. Genauso hätte es meines Erachtens keine Liebesgeschichte gebraucht, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei nur um kleine Andeutungen einer sich eventuell anbahnenden Beziehung handelt.

Abgesehen davon hat mich das Buch total begeistert und gefesselt und ich kann es Fans japanischer Literatur sehr empfehlen.

Fazit
Ein herzerwärmender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter mit vielen Bezügen zur klassischen Literatur und Krimielementen. Sehr empfehlenswert!

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Die Bibliothek meines Großvaters

Rezensionen von April1985 :

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Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Jagd nach Mr. X

Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril wirkender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter gelungen. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und war wirklich überrascht, welche Wendungen die Handlung im Verlauf der Geschichte nimmt.

Das Buch wird aus Sicht von Kaede erzählt. Die Grundschullehrerin kümmert sich in ihrer Freizeit liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Großvater. Die Liebe zum Geschichten erzählen und zur Literatur verbindet die beiden Generationen. Insbesondere das Lösen von Kriminalfällen, das Entlarven des Täters durch logische Schlussfolgerungen, ist eine große Leidenschaft von Kaedes Opa. Sein Scharfsinn und seine Brillianz sind trotz der schweren Krankheit immer noch ausgeprägt.

Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater gefallen. Diese gründet auf Liebe und Respekt. Kaedes Großvater, welcher selbst einmal Rektor einer Schule war, genießt immer noch hohes Ansehen in seinem Umfeld. Genauso sollte es auch sein und nicht anders.

Überrascht hat mich, wie spannend die Handlung war. Kaede, die klassische Kriminalliteratur liebt, wird selbst in einem Kriminalfall verwickelt und als Leser möchte man natürlich unbedingt das Rätsel lösen.

Masateru Konishi hat die Genre gesprengt. ‚Die Bibliothek meines Großvaters‘ ist nicht nur ein Buch über die Liebe zur Literatur, sondern auch eine Familiengeschichte und zugleich ein Kriminalroman. Mir haben die Mischung, sowie auch der typisch japanische, eher nüchterne Schreibstil unglaublich gut gefallen.

Was mir weniger zugesagt hat, waren die Anspielungen an ‚Harry Potter‘, die es nicht gebraucht hätte und die auch irgendwie deplatziert wirkten. Genauso hätte es meines Erachtens keine Liebesgeschichte gebraucht, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei nur um kleine Andeutungen einer sich eventuell anbahnenden Beziehung handelt.

Abgesehen davon hat mich das Buch total begeistert und gefesselt und ich kann es Fans japanischer Literatur sehr empfehlen.

Fazit
Ein herzerwärmender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter mit vielen Bezügen zur klassischen Literatur und Krimielementen. Sehr empfehlenswert!

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Die Bibliothek meines Großvaters

Rezensionen von yellowdog:

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Wachs von Christine Wunnicke

Elegant und raffiniert

Manchmal gibt es Bücher, die haben so einen tollen Anfang, das man sie nicht vergisst. Wunnickes Wachs gehört dazu. Das erste Kapitel ist grandios geschrieben und hat einen Witz, der zugleich auch dazu dient, die eindrucksvolle Hauptfigur vorzustellen. Marie Biheron, die in Frankreich des 18.Jahrhunderts lebte.

Sie war Künstlerin und machte anatomische Wachsmodellation.
Mit der Blumenmalerin Madeleine Basseport kommt eine weitere wunderbare Figur hinzu. Erst war sie Maries Zeichenlehrerin, dann hatten sie eine lang andauernde Beziehung.
Es gibt eine zweite Zeitebene, in der der junge Edmé sich um die inzwischen alte Marie kümmert. Auch das ist eine enge Beziehung.
Christine Wunnicke, die schon lange ein literarischer Geheimtipp ist, gestaltet ihr Buch stilistisch sehr elegant. Ihre Sprache ist raffiniert.

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Wachs

Rezensionen von yellowdog:

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Single Mom Supper Club von Jacinta Nandi

Alleinerziehende Moms

Jacinta Nandi hat mit Single Mom Supper Club einen Roman geschrieben, der es überraschend auf die Longlist des Deutschen Buchpreis geschafft hat.
Es geht um alleinerziehende Frauen, die sich regelmäßig treffen um gemeinsam zu kochen. Eigentlich waren es ursprünglich 2 Gruppen. Die normalen Mütter und die etwas jüngeren Cocaine-Moms.

Die normalen Mütter und ihr Alltag stehen mehr im Vordergrund: Kayla, Tamara, Lina , Antje
Die Figuren sind mehr oder weniger typisiert. Das Spiel mit Klischees macht der Autorin amscheinend Spaß.
Es gibt amüsante Momente, insbesondere bei den Dialogen. Es bleibt aber auch das Gefühl, diese Frauen im realen Leben besser nie treffen zu müssen.
Provokantes Schreiben als Programm. Streckenweise ist das eine Zumutung, dann aber auch keine schlechte Parodie. Dennoch habe ich den Humor als anstrengend empfunden.

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Single Mom Supper Club

Rezensionen von vianne:

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer

Lass dich nicht mit einem Vampir ein…

Pearls & Skulls entführt in das geheimnisvolle New Orleans, in dem der Motorradclub „Death Riders“ und der Vampirclan schon seit jeher verfeindet Seite an Seite leben. Doch dann ändert sich alles. Paige, eine kaltblütige Vampirjägerin, Mitglied der Death Riders und Tochter des Club-Präsidenten muss sich mit Lavaughn, der alles und jeden mit seinem Charme um den Finger wickelt und zu allem Überfluss auch noch verdammt gut aussieht, auf eine nicht ganz ungefährliche Rettungsmission begeben.

(Ach und habe ich erwähnt, dass er ein Vampir ist?)

Die Mission der beiden, das Wiederfinden eines wichtigen Relikts, das über das Leben aller Vampire entscheiden kann, führt Paige und Lavaughn quer durch Amerika. Dabei lernen die beiden nicht nur ihren Feind besser kennen; Paige muss langsam zugeben, dass ihr Hass auf Vampire auf falschen Vorurteilen und einem unglücklichen Ereignis aus ihrer Vergangenheit beruht und Lavaughn begreift, dass auch er sie völlig falsch eingeschätzt hat. Nicht nur kommen sie dem gestohlenen Relikt immer näher, sondern auch einander.

Hier ist alles, was ich an dem Buch liebe: Multi-POV, Enemies to Lovers, Slow Burn und eine gewisse Tension, aber nur wenig bis gar kein Spice, Spannung und einen Plot Twist, mit dem ich dann doch eher weniger gerechnet habe und den Schreibstil.

Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen, spätestens nachdem Lavaughn und Paige sich das erste Mal begegnet sind und man sofort diese Chemie zwischen den beiden gespürt hat, die einfach Lust auf mehr macht. Ich bin kein Fan von Motorrädern und hatte anfangs Angst, dass es sich sehr um diese Biker Szene dreht, aber das tut es wirklich kaum.

Ich bin wirklich positiv überrascht, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat und wenn du genauso wie ich auf Vampire, alles Übernatürliche und eine gute Enemies to Lovers Geschichte stehst, voller Tension und Sticheleien, dann kann ich das Buch nur empfehlen!

PS: Ich kann es kaum abwarten bis Band 2 erscheint

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich

Rezensionen von Kwinsu:

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Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher

Über Krankheit und Selbstignoranz; mit Kater

Ela steht kurz vor ihrer Promotion, als sie plötzlich von allen möglichen Krankheiten befallen wird. Nicht nur ihr Abschluss, sondern auch ihre wissenschaftliche Karriere laufen Gefahr zu scheitern. Obwohl sie gesundheitlich stark gebeutelt ist, arbeitet und lernt sie, immer kurz vor dem endgültigen Kollaps.

Doch nicht nur dies macht ihr zu schaffen, auch ihre komplizierten Familienverhältnisse scheinen sie in den Abgrund zu ziehen...

Daniela Dröscher legt mit "Junge Frau mit Katze" den autofiktionalen Nachfolger ihres Erfolgsbuches "Lügen über meine Mutter" vor. Während letztgenanntes mich seinerzeit umgehend in den Bann zog, ich schockiert, betroffen, mitfühlend war und ständig auch Parallelen zu meiner eigenen Biographie vorfinden konnte, bin ich von ihrem aktuellen Buch einigermaßen enttäuscht. Zwar mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, allerdings fehlte mir eine tiefere Aussage oder grundsätzlich eine einnehmende Geschichte.

Hauptsächlich geht es um Krankheit. Immer neue Krankheiten tauchen auf, über weite Strecken weiß man nicht, ist das nun echt oder eingebildet, wurde ihr ihre Kränklichkeit von der Mutter anerzogen oder weiß Ela einfach nicht, wann einmal Schluss sein muss. Trotzdem es ihr miserabel geht, arbeitet sie weiter und lernt sogar japanisch im Schnelldurchlauf, weil sie es einfach nicht schafft, ein Missverständnis aufzuklären. Strikt hält sie am eingeschlagenen Weg der literaturwissenschaftlichen Karriere fest, ohne zu wissen, ob sie das eigentlich will. Gleichzeitig regt sie sich über ihre Mutter auf, die sich endlich zu emanzipieren scheint, kehrt immer hervor, wie dick und unbeweglich ist und zwischen den Zeilen liest man, dass auch sie sich für ihre Mutter schämt. Statt sich mit ihr zu freuen, stellt sie ihre eigene Abhängigkeit vor das Wohl ihrer geplagten Mutter. Wenig ist gemein mit dem Mitfühlenden aus den "Lügen". Ihre engste Freundin Leo scheint sie nur zu akzeptieren, wenn Ela sich um deren Tochter Henny kümmert, auch wenn sie zum Kindersitten eigentlich zu krank ist. Generell wirken Elas Beziehungen alle toxisch. Nur ihr Bruder, lebend im fernen London, scheint ihr eine liebevolle Stütze zu sein. Ihr Arbeitskollege O ein Lichtblick in ihrem Leben. Elas Kater Sir Wilson ist ein Highlight.

Besonders irritiert hat es mich, wie die Protagonistin die Augen für Tatsächliches verschließt. Eine schwerwiegende Krankheit, die sie vor einiger Zeit hatte, stellt sich als einigermaßen harmlos heraus, doch die tatsächliche, positivere Diagnose wollte sie einfach lange Zeit nicht hören. Einmal in den Strudel der Krankheit hineingezogen, scheint es keinen Weg mehr heraus zu geben. Zwar ist mir aus eigener Erfahrung bewusst, wie tief einen ein schweres Krankheitsschicksal oder die Ungewissheit, was man selbst eigentlich so will, schwer belasten kann. Aber in dem Ausmaß, in welchem das die Protagonistin erfährt, ist nicht nur äußerst hinunterziehend, sondern mitunter auch nervig.

Mein Fazit: "Junge Frau mit Katze" kann man lesen, wenn man wissen will, wie es nach "Lügen über meine Mutter" weitergegangen ist oder kein Problem hat, von allen möglichen Krankheitsgeschichten mit hypochondrischen Anflügen gepaart mit toxischen Beziehungen und einigen Lichtblicken einvernommen zu werden. An der Anziehungskraft des Vorgängers kann es leider nicht mithalten.

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Junge Frau mit Katze

Rezensionen von Kwinsu:

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Sputnik von Christian Berkel

Zwischen den Welten

Dem jungen Sputnik wirft es aus der Bahn, als er erfährt, dass er kein ganzer Deutscher ist. Mit seinen sieben Jahren kann er es noch nicht verstehen, was es bedeutet, halb Jüdisch, halb Deutsch zu sein. Doch dass seine Familie traumatisiert ist, spürt er schon durch die lange Abwesenheit seiner Mutter, ohne die er die erste Zeit aufwächst und die dann nach ihrer Rückkehr oft entrückt scheint.

Bald entdeckt er seine Liebe für das Theater und für Frankreich und setzt sich in den Kopf nicht nur die Bühnen der Welt, sondern auch das deutsche Nachbarsland zu erobern. Wir begleiten Sputnik bei seiner Reise ins Erwachsenwerden in der Nachkriegszeit und erleben, wie er stets zwischen den Welten steht.

Autor und Schauspieler Christian Berkel legt mit "Sputnik" einen autobiografischen Roman vor, der manchmal schräg, manchmal lustig, meist unterhaltsam und selten aber doch langatmig ist. Bereits zu Beginn begleiten wir seine ersten Wahrnehmungen, die mit erwachsener Stimme im Fruchtwasser seiner Mutter beginnen. Seine Kindheit ist nicht leicht, der Vater, Arzt, ist herrisch und gewalttätig, die Mutter in ihrem Trauma gefangen - sie überlebte den Holocaust nur knapp und gleitet oft in eine Schockstarre, wenn ihr das Erlebte wieder in den Sinn kommt. Sie verbindet eine Liebe zu Frankreich, sie verbringen Urlaube dort und für Sputnik ist es klar, dass er eines Tages ganz dort bleiben will. Als Jugendlicher geht er schließlich in Paris zur Schule, wird aber von jedem als Deutscher wahrgenommen, was ihm mächtig zusetzt. Sputnik hegt keine Leidenschaft für die Schule und seine Gedanken drehen sich fast ausschließlich um Mädchen - und das Theater. Beide Themen verfolgt er mit Vehemenz und die Szenen, in denen er seine sexuellen Erfahrungen als auch seine ersten Schritte in die Theater- und Schauspielwelt, oft unterlegt mit dem Konsum von Drogen, sind streckenweise langatmig, wenn auch schräg und lustig.

Der Schreibstil des Autors ist sehr einnehmend, das Buch ist leicht und schnell zu lesen, allerdings ist mir nach Beendigung nicht ganz klar, was er denn nun eigentlich erzählen wollte. Themen gibt es zur Genüge: seine Familie, der Holocaust, das Nicht-Thematisieren dessen, Mädchen, Sex, homosexuelle Avancen, die Schauspielerei, das Theater, Drogenkonsum, das Erwachsenwerden, ein Leben zwischen den Welten. Der endgültige Kitt zwischen allem fehlt mir aber ein wenig, auch wenn sich der Autor redlich bemüht, dort zu enden, wo er angefangen hat.

Mein Fazit: "Sputnik" ist ein unterhaltsamer, autobiografischer Roman über das Erwachsenwerden zwischen verschiedenen Welten in der so schwierigen Nachkriegszeit. Geprägt von einer traumatisierten Familie versucht der Protagonist seine Fesseln zu sprengen. Auch wenn sich manche Stellen ziehen und für mich die Erzählung nicht zu hundert Prozent stimmig ist, kann ich allen, die an deutsch-französischer Zeitgeschichte und an der Schauspielwelt interessiert sind, das Buch ans Herz legen. Es erhält von mir 3,5 Sterne.

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Sputnik