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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

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Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte

Leichte Sommerlektüre im positiven Sinn

Was für ein wunderschönes Buch - rein optisch.
Ein größeres Format, das sehr gut in der Hand liegt, ein Cover, das Sommerfrische vermittelt, ein zarter Farbschnitt, Page Overlay, Lesebändchen, eine Papierqualität, die man gerne in die Hand nimmt und ein sehr angenehmer Zeilenabstand und Schriftgröße, wenn man nicht mehr so die Adleraugen hat.

Für den Standard-Hardcover-Preis bekommt man hier ein sehr hochwertig gestaltetes Buch, ich mag das sehr.
Es ist mein zweites Buch aus dem vani-Verlag und ich auch wenn es natürlich primär um den Inhalt eines Buches geht, gibt mir eine hochwertige Ausstattung tatsächlich etwas, für mich ist es ein echter Mehrwert.

Aber nun zum Inhalt:
Caro steckt in einer festgefahrenen Ehe, die Kinder sind groß und brauchen sie nicht mehr und sie spürt, dass sie nach jahrzehntelangem Zurückstecken für Mann und Kinder nun endlich für Ihre Wünsche einstehen muss.
Sie träumt schon lange von einem Sprachkurs in Frankreich - bei ihrem Mann stößt der Wunsch auf völliges Unverständnis. Aber Caro zieht es durch und bucht einen Sprachkurs in Südfrankreich, in dem charmanten Örtchen Uzès. Dort kann sie endlich einmal machen, was sie möchte - und tut das auch.

Das Buch ist ein echtes Sommerbuch. Man fühlt sich fast selbst in Südfrankreich.
Es ist jetzt literarisch nicht anspruchsvoll und auch kein Buch, das mir lange im Gedächtnis bleibt oder mich groß beschäftigt.
Es ist aber auch keine flache Geschichte ohne Anspruch.
Caro ist reflektiert und ich konnte ihre Gedanken und ihr Tun nachvollziehen.
Das ist mir auch bei leichten Geschichten wichtig.

Ein schönes Urlaubsbuch, das für eine Reise in den Süden oder auf Balkonien richtig gut passt.

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Au revoir und tschüss

Rezensionen von Havers:

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Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Leseempfehlung mit Einschränkungen

Michael Hjorth ist ein Autor, der gerne und erfolgreich im Tandem schreibt, man denke an die mehrbändige Sebastian Bergman Reihe mit Hans Rosenfeldt. Nun also ist Bjarni Thorsson, ein isländischer Regisseur und Autor, sein „Partner in Crime writing“, was durchaus Sinn macht, ist ihre Co-Produktion „Schlafende Vulkane“ doch in Island verortet.

Obwohl…typisch für Island ist vor allem das Cover des Buches, die Landschaft könnte, mit Ausnahme der Vulkane, überall im Norden Europas sein.

Und auch das Thema des Thrillers wurde bereits von anderen Autoren weitaus einfühlsamer, gelungener bearbeitet, obwohl ich mich dennoch frage, warum immer wieder Frauen die Opfer sind und man mit den Beschreibungen der Misshandlungen so ins Detail gehen muss. Andeutungen würden durchaus genügen, aber offenbar verlangen die Leser*innen danach.

Überzeugen konnte mich lediglich die Dreierkonstellation der Ermittler, deren Dynamik der Zusammenarbeit besonderen Schwung verleit: Helga, die „Schwedin“, eher unerfahren bei ihrem ersten Fall, Yvette, die clevere Kriminaltechnikerin mit ihrer bisher noch unbekannten Backstory und Bjarki aka „Grettir, der Naturbursche, auf den – wie könnte es anders sein - beide Frauen ein Auge geworfen haben.

Der Handlungsverlauf ist, insbesondere durch die Zwischenkapitel aus Sicht des Täters, vorhersehbar und demzufolge recht unspektakulär, was leider auch auf Kosten der Spannung geht und vor allem in der Schlusssequenz unnötig in die Länge gezogen wird. Wir wissen doch alle, dass in den üblichen Krimis/Thriller das Gute siegen und der Mann im Team die Kollegin aus den Fängen des Täters befreien wird.

Leseempfehlung mit Einschränkungen. Mal schauen, was der nächste Band bringt.

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Schlafende Vulkane

Rezensionen von Havers:

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Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Leseempfehlung mit Einschränkungen

Michael Hjorth ist ein Autor, der gerne und erfolgreich im Tandem schreibt, man denke an die mehrbändige Sebastian Bergman Reihe mit Hans Rosenfeldt. Nun also ist Bjarni Thorsson, ein isländischer Regisseur und Autor, sein „Partner in Crime writing“, was durchaus Sinn macht, ist ihre Co-Produktion „Schlafende Vulkane“ doch in Island verortet.

Obwohl…typisch für Island ist vor allem das Cover des Buches, die Landschaft könnte, mit Ausnahme der Vulkane, überall im Norden Europas sein.

Und auch das Thema des Thrillers wurde bereits von anderen Autoren weitaus einfühlsamer, gelungener bearbeitet, obwohl ich mich dennoch frage, warum immer wieder Frauen die Opfer sind und man mit den Beschreibungen der Misshandlungen so ins Detail gehen muss. Andeutungen würden durchaus genügen, aber offenbar verlangen die Leser*innen danach.

Überzeugen konnte mich lediglich die Dreierkonstellation der Ermittler, deren Dynamik der Zusammenarbeit besonderen Schwung verleit: Helga, die „Schwedin“, eher unerfahren bei ihrem ersten Fall, Yvette, die clevere Kriminaltechnikerin mit ihrer bisher noch unbekannten Backstory und Bjarki aka „Grettir, der Naturbursche, auf den – wie könnte es anders sein - beide Frauen ein Auge geworfen haben.

Der Handlungsverlauf ist, insbesondere durch die Zwischenkapitel aus Sicht des Täters, vorhersehbar und demzufolge recht unspektakulär, was leider auch auf Kosten der Spannung geht und vor allem in der Schlusssequenz unnötig in die Länge gezogen wird. Wir wissen doch alle, dass in den üblichen Krimis/Thriller das Gute siegen und der Mann im Team die Kollegin aus den Fängen des Täters befreien wird.

Leseempfehlung mit Einschränkungen. Mal schauen, was der nächste Band bringt.

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Schlafende Vulkane

Rezensionen von clematis:

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Stromlinien von Rebekka Frank

Elbmädchen

Die Zwillinge Enna und Jale wachsen bei ihrer Großmutter Ehmi in den Elbmarschen auf, beobachten Kormorane und Austernfischer, während sie die Jahre zählen, bis ihre Mutter Alea endlich aus dem Gefängnis entlassen wird. Aber nichts wird an diesem Tag so sein, wie die beiden mittlerweile siebzehnjährigen Elbmädchen es erwarten, denn plötzlich sind Alea und Jale spurlos verschwunden.

Von 2025 bis zurück ins Jahr 1923 erstreckt sich diese ebenso ruhige wie aufwühlende Geschichte, welche Rebekka Frank auf drei großen Zeitebenen erzählt. Während man anfangs kaum ahnt, wie die einzelnen Handlungsstränge denn zusammenhängen, so erschließt sich dem Leser nach und nach die Details, welche das große Puzzle schlussendlich zusammenfügen. Mit ihrer angenehmen Sprachmelodie spiegelt die Autorin das Wesen der Marschlande ausgezeichnet wider, beschreibt sie die geheimnisvolle Atmosphäre der weiten Ebenen und der tückischen Flussläufe auf bestens vorstellbare Art und Weise. So erleben wir die etwa hundert Jahre hautnah, tauchen tief ein in die Gefühlswelt der überaus realistisch dargestellten Figuren und erfahren zudem noch von einigen historisch belegten Ereignissen, welche geschickt in den Handlungsverlauf eingewoben sind.

Mehrere Generationen, Schuld und Strafe, Verantwortung und Liebe – das und noch viel mehr wird auf 500 Seiten thematisiert. Ein Rösselsprung durch Land und Zeit hat mich an jedes einzelne Kapitel gefesselt und mich ebenso fasziniert wie der zuvor erschienene Roman „Spiegelland“. Eine klare Empfehlung für jene Leser, die sich gerne in Naturbeschreibungen und Familiengeheimnissen verlieren.

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Stromlinien

Rezensionen von Daggy:

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Die verrückteste Mondrakete der Welt von Sven Maria Schröder

Müllsammeln im Weltall

Das Cover zeigt eine Rakete mit sehr vielen eingebauten (angeklebten) Dingen, die nicht unbedingt zum Rakentenbausatz gehören. Im Vorsatz erfahren wir einiges über Mondmüll und Weltraumschrott, für beides sind wir Menschen verantwortlich.
Dann lernen wir die Hasen Klara und Hansi kennen, die in der Stadt Müll aufsammeln, als sie bei Bruno ankommen, zeigt der ihnen seine Rakete, die dann versehentlich gezündet wird.

Schnell landen die drei auf dem Mond und sammeln, gekleidet in ihre Raumanzüge, den Müll ein. Erstaunliche Dinge tauchen dabei auf, doch dann wir ihnen klar, dass sie keine Antrieb haben, um wieder zurückzufliegen. Zum Glück treffen sie auf Aliens, denen sie helfen können und die sie dann unterstützen.
Bisher haben wir uns wenig Gedanken um den Müll gemacht, der im Weltraum unterwegs ist und sicher wird es aufgrund der neu entfachten Weltraum-Euphorie noch mehr geben. Hier erleben wir, dass die Hasen helfen und ihnen geholfen wird, zudem erfahren wir einiges über die Problematik der Weltraumfahrt. Die Bilder sind sehr gelungen und es gibt eine ganze Menge zu entdecken. Der gereimte Text holpert manchmal etwas, zeigt aber insgesamt viel Humor. Das realistische Problem der Verschmutzung des Weltalls steht hier im krassen Gegensatz zur kurzen Reise zum Mond ohne jede Vorbereitung und dem Weltraumkleber, der ein echter Superkleber ist.

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Die verrückteste Mondrakete der Welt

Rezensionen von Daggy:

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Die Einhorn-Trödel-Bande. Dalli dalli, hopp hopp! von Jussi Jubitsch

Niedliche trödelde Einhörner

Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen mit ihren Einhörnern. Jedes ist anders gestylt und hat einen entsprechenden Namen, wie uns die Geschichte zeigen wird.
Das Mädchen hat schon das Morgenfrühprogramm erledigt, doch die Einhornschar ist noch verpeilt und kommt nicht voran. „Das Einhorn mit den Glitzersteinen will noch langer liegen bleiben“ und das Einhorn mit der goldenen Krone, grummelt, weil es nicht die Zähen putzen will.

Das eine liest, das andere malt, eines fühlt sich schlapp, während das andere sich viel bewegt. So geht es einige Seiten weiter, bis das Einhorn mit der Armbanduhr wiehert „Los geht´s! In einer Minute plus keine Sekunde!“
Ein Pappbilderbuch, dass alle morgendlichen Probleme, wegen denen wir nicht fertig werden, aufzeichnet. Hier sind es die Einhörner, die im Gegensatz zum Kind einfach immer wieder etwas anders tun. Die hübschen bunten Bilder sind schon kleinformatiger und zeigen sehr genau die Eigenarten der Einhörner. Die flotten Reime zu lesen, macht sicher nicht nur mir viel Spaß.

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Die Einhorn-Trödel-Bande. Dalli dalli, hopp hopp!

Rezensionen von Daggy:

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Tage mit B. von Nikola Huppertz

Eine schwierige Zeit des Erwachsen-werdens

Das Mädchen auf dem Cover dreht uns den Rücken zu, zeigt uns vielleicht auch die kalte Schulter. Düster wirkt es auf mich, keine Cover, nach dem ich im Laden sofort greifen würde. B., die Bernadette Otto heißt, aus Berlin kommt, und die beschlossen hat, dass sie nur noch das B ihre Namens nützen möchte.

Weil sie ein schwieriges Mädchen ist, haben die ratlosen Eltern sie zu ihrem Patenonkel geschickt. Henning ist zusammen mit seinen beiden Kindern Simon (13) und Käptn/Emilia (5) in Klein-Hilke auf einem Bauernhof mit Spielscheune im Urlaub. Als sie B. vom Bahnhof abholen, trägt sie, wie auch in der restlichen Erzählung, ihren zerknitterten Mantel und ihre Doc Martens-Schuhe. Sie hat in ihrer Segeltuchtasche viele Bücher und sie wählt den blanken Fußboden, um darauf zu schlafen. Sie schreibt in viel in ihre Hefte und einige Texte können wir mitlesen. Simon, der uns von diesen paar Tagen im Sommer erzählt, ist ein sehr empathischer Junge, so kümmert er sich liebevoll um seine kleine immer singende Schwester und erkennt sehr gut ihre Bedürfnisse und Gefühle. Mit B. tut aber auch er sich schwer, denn sie benimmt sich durchaus oft sehr seltsam und unvorhersehbar.
Der Stil ist sehr ruhig und unaufgeregt, Simon, der Käferexperte, beobachtet sehr genau und ist oft hilflos, wenn es um B. geht. B. macht sich sehr viel Gedanken um das Leben, unsere Umwelt und die Geschichte des Ortes, die auch die Geschichte unseres Landes ist. Aber sie macht alles mit sich ab, sie öffnet sich Simon nur sehr zögerlich.
Hat ein so junges Mädchen schon eine Schuld abzutragen für Dinge, die sie nicht verantwortet? B. scheint es so zu empfinden.
Ich fand es nicht ganz einfach dieses Buch zu lesen, denn auch ich empfand B. als schwierig, was an meinem Alter liegen kann. Aber B. hat auch einiges bei mir angestoßen und ich werde sich noch oft an sie denken.

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Tage mit B.

Rezensionen von Chris:

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Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Spurensuche in einer Welt voller Lügen

„Falls jemand fragt, wer wir waren“ von Eva Kranenburg ist ein eindringlicher Roman, der mich nachhaltig bewegt hat. Die Geschichte spielt im Jahr 1953 in Halle an der Saale, in einer Zeit, in der die junge DDR noch im Aufbau begriffen ist. Im Mittelpunkt steht die junge Tilla, die nach dem Krieg allein mit ihrem Vater lebt.

Dieser ist geprägt von seinen Erfahrungen im Konzentrationslager und ein überzeugter Anhänger des Sozialismus.

Tillas Leben verändert sich schlagartig, als sie die unangepasste und faszinierende Rena kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht eine intensive Freundschaft voller Freiheit und Aufbruch. Doch plötzlich verschwindet Rena spurlos. Auf der Suche nach ihr stößt Tilla zunehmend auf Widersprüche und Lügen – und muss erkennen, dass weder Rena noch ihr eigener Vater die sind, für die sie sich ausgeben.

Der Roman besticht durch einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil, der das Lesen zu einem echten Sog-Erlebnis macht. Die Geschichte ist spannend, emotional und vielschichtig zugleich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb weniger Tage verschlungen. Ein bewegendes Werk über Wahrheit, Identität und die Schatten der Vergangenheit – absolut empfehlenswert.

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Falls jemand fragt, wer wir waren

Rezensionen von Daggy:

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Lieselotte lauert von Alexander Steffensmeier

Witziger Beginn einer tollen Freundschaft

Die Kuh Lieselotte feiert ihren 20 Geburtstag als Buchreihe und ich kenne sie als sehr gute Freundin und Unterstützerin des Postboten. Aber in diesem Bilderbuch aus dem Jahr 2006 lauert sie jeden Morgen dem Postboten auf, um ihn zu erschrecken. Das Bild mit der laut muhenden Kuh und dem Postboten, dem vor Schreck fast die Brille vom Kopf fällt, ist einfach herrlich.

Die Bäuerin ist inzwischen genervt von den vielen kaputten Sachen, die in den Paketen bei ihr ankommen. Auch hier ein witziges Bild mit all dem geflickten Porzellan auf ihrem Tisch. Während sich Lieselotte immer wieder neue Verstecke aussucht, hat der Postbote schon Albträume von der Kuh. Ich verrate nicht, wie es weitergeht, aber wir wissen ja, dass die beiden sich vertragen werden.
Ein gelungenes Jubiläumsbuch von Alexander Steffensmeier, das nicht nur eingeschworene Lieselotte-Fans begeistern wird.

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Lieselotte lauert

Rezensionen von verhei:

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Lavendel-Jagd von Carine Bernard

spannende Kunst, Mord, Hochzeit und der Abschluss einer Serie

In Carpentras in der Provence herrscht der übliche Trubel auf dem Wochenmarkt. Einem Touristen und gleichzeitig Teilnehmer des aktuellen Street-Art-Festivals wird das Portemonnaie gestohlen. Zum Erstaunen aller wird dieses Portemonnaie schließlich bei einer Leiche im Park gefunden – doch dieser starb laut Gerichtsmedizin, bevor die Geldbörse überhaupt gestohlen wurde.

Die weiter Besonderheit – auch der Tote war Teilnehmer der Kunstveranstaltung. Die junge Kommissarin Lilou Braque taucht in die Kunstwelt ein und ist gleichzeitig sehr gefordert, findet doch ihre Hochzeit in wenigen Tagen statt.

Eines vorneweg: Auch wenn dies nun schon der achte Band und leider auch der Serie ist, ist der Einstieg definitiv auch ohne Vorkenntnisse gut möglich. Man bekommt zwar doch eine gewisse Anzahl an Personen präsentiert – etliche aus dem Polizei- und Ermittlungsreihen, jedoch werden sie mit ausreichend Hintergrund präsentiert.

Der Fall gestaltet sich etwas kurios, wird jedoch durch die Polizei gründlich aufgearbeitet. Man darf mit mehr als einer Wendung rechnen, darunter einige rasante. Lilou erscheint als gewissenhafte Ermittlerin, lässt sie sich doch nicht einmal von ihrer bevorstehenden Hochzeit von ausgefüllten Arbeitstagen abbringen. Für mich als Einsteigerin in die Serie, war es etwas wunderlich, wie wenig Lilou sich von ihrer Hochzeit stressen lässt. Allerdings ist es wohl einfach schwierig zwei wichtige Sachen unter einen Hut zu bringen, denn ein Tag hat nur vierundzwanzig Stunden und Lilou eine gewissenhafte Ermittlerin.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, und ebenso leicht verliert man sich im Geiste auf dem Wochenmarkt des Ortes. Nicht zu kurz kommen auch die Beschreibungen lukullischer Genüsse.

Ich habe den Fall und den Abstecher in die Provence definitiv genossen und werde sicher die Vorgängerbände auch noch nachholen.

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Lavendel-Jagd