Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katrin:
Fantastic Friends 1: Tausche Mathe gegen Drache von Sabrina J. Kirschner
Ein fantastischer Brieffreund
Das Cover und die Illustration bei der Geschichte selbst sind wunderschön gelungen und ich finde es total ansprechend.
Zusammenfassung:
Als in der Poststelle, die sich unter dem Zuhause von Matti befindet augenscheinlich eingebrochen wurde, sollte dies der Anfang einer ungewöhnlichen Freundschaft und einem atemberaubenden Abenteuer sein.
Matti ist, wie er sich selbst nennt, ein Loser. Er trottet seinem Bruder Konrad am Schulweg hinterher und trägt ihm sogar seinen Ranzen. Nein sagen liegt ihm nicht.
Seine Mitschülerin Charlie war am Tag des Einbruchs zufällig in der Tür der Poststelle gestanden und hat sich Matti dann angeschlossen.
Sie bat ihm um einen Gefallen, denn sie brauchte die Postkiste, welche leider bereits abgeholt worden war. Wie schon erwähnt, Mattis war kein Nein-Sager und so wurde er der "Gehilfe" von der Leiterin des Brieffreunde-Clubs an seiner Schule.
Beide versuchten ihren Lehrer auszutricksen, was etwas danebenging und Charlie dazu verleitete, Mattis zum neuen Mitglied zu ernennen.
Noch am selben Tag traf sich der Club und nachdem Mattis einiges über die anderen Mitglieder erfahren hatte, geschah etwas unglaubliches. Ein Brief schien wie durch Zauberhand zu ihm zu wollen und als er ihn schlussendlich öffnete, wurde er darin angeschrieben. Total aufgeregt, wollte er dem unbekannten Jungen darin unbedingt antworten um sein BFF(i) zu werden, doch der Brief hatte keinen Absender.
Ob und wie er den Absender herausbekommt und welch fantastisches Abenteuer hinter dem Brief verborgen ist, lies selbst! Bist du bereit?
Fazit:
Das Buch hält wirklich jeden Lesemuffel bei Laune. Der Schreibstil und die ganze Art der Erzählung ist sehr kurzweilig, eher leicht verständlich und lädt einfach zum immer weiterlesen ein.
Ich war total begeistert, wie schnell man hier mitten in der Geschichte ist und wie sich das ganze entwickelt. Die Gestaltung und Bilder im Buch sind super und lockern immer wieder auf. Ein weiterer Pluspunkt, ist das sich das Buch auf der Antolin.de- Seite bewerten lässt und man mit dem damit verbundenen Quiz Punkte sammeln kann. Klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Anja :
Toter Schatten von Leo Born
Billinskys 11. Fall
Der Thriller TOTER SCHATTEN von Leo Born ist der 11. Fall für die Frankfurter Kommissarin Mara Billinsky und ihren Kollegen Jan Rosen.
Diesmal geht es u.a. um eine ermordete junge Frau namens Annabell Rempf. Bei den Ermittlungen kommen Mara und Jan einfach nicht richtig weiter. Stattdessen entdecken sie jedoch eine kleine, aber wichtige Gemeinsamkeit.
Das jetzige Opfer hatte einen Schmetterling auf dem Oberschenkel, genau wie ein junges Mädchen, das vor 8 Jahren in einer Kneipe einem Bombenattentat zum Opfer fiel. Gibt es hier Parallelen und Gemeinsamkeiten? Die beiden ermitteln im direkten Umfeld der Verstorbenen, geraten dabei aber auch in Bereiche der schweren Kriminalität in der Frankfurter Unterwelt. Wie hängt das alles zusammen?
Wieder einmal funktionieren Mara und Jan hervorragend als Team, weil sie so unterschiedlich sind und sich gerade dadurch so gut ergänzen. Dieser Fall bringt beide an ihre Grenzen, sowohl physisch als auch emotional. Lesenswert!
Rezensionen von carola1475:
Gnade vor Recht von Peter Grainger
Das Sterben und der Tod im Pflegeheim
Die 78jährige Joan Riley ist in ihrem Sessel im gehobenen Pflegeheim Rosemary House augenscheinlich friedlich eingeschlafen, doch die Obduktion ergibt, dass sie an einer Überdosis Morphium gestorben ist. Detective Sergeant DC Smith beginnt, im Pflegeheim zu ermitteln, muss dabei angesichts des Alters und gesundheitlichen Zustands der Bewohner behutsam und vorsichtig vorgehen.
Smith ermittelt auf die altmodische Art, führt Befragungen durch und kann manche Beteiligte aus dem Kreis der Verdächtigen ausschließen, er arbeitet diszipliniert, kontrolliert und ausgesprochen aufmerksam und zieht seine Schlussfolgerungen. Gleichzeitig macht er sich angesichts des Umfeldes Gedanken über das Pflegeheim als Endstation des Lebens, das Sterben, einen selbstbestimmten Tod. DC nähert sich dem Rentenalter und hat seine Frau durch Krebs, denke ich, verloren.
Peter Grainger macht aus Smith eine realitätsnahe Figur, die in diesem zweiten Band der Reihe durch Einblicke auch in seinen Alltag und seine privaten Beziehungen noch nahbarer wird. Auch Nebencharaktere haben einen Hintergrund und werden glaubhaft dargestellt, besonders interessant fand ich hier den Heimbewohner Ralph Greenwood, einen Freund der Verstorbenen.
Sehr humorvoll sind Smiths Gespräche mit Kollegen und seine Schlagfertigkeit gegenüber dem Vorgesetzten Superintendent Allen, der den eigenwilligen Smith so gern los wäre. Grainger schreibt lebendig und unaufgeregt und wie bei seinem Protagonisten macht es Freude, gelegentlich zwischen den Zeilen zu lesen.
Die Krimihandlung ist für mich nicht so packend wie die philosophischen Fragen und Betrachtungen in Zusammenhang mit dem Fall, die haben mich sehr beschäftigt und 'Gnade vor Recht' so zu einer unbedingt lohnenden Leseerfahrung gemacht. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von RAMAZOTTI:
To Die For von Jedrzej Golecki
Hier passt einfach alles
»TO DIE FOR“ ein langerwartetes, außergewöhnliches Sachbuch; geschrieben von Jedrzej Golecki, war das lange Warten auf dieses Buch wirklich wert.
Das Cover ist hochwertig, optisch ein wenig zum Fürchten, macht eigentlich (noch mehr) Angst – oder eher Respekt - vor Pilzen, aber im Grunde genommen ist diese Aufmachung, sowie alle Illustrationen im Buch MEGA.
Auf alle Fälle ist es ein (GIFT)PILZ- Sachbuch der ganz anderen Art, ich habe eine Menge davon, es ist jedoch mit keinem davon zu vergleichen. Nicht zu glauben, wie viel an Thematik und Lesenswerten man aus Pilzen herausholen kann, dabei sind ja hier in Wahrheit nicht einmal alle aufgearbeitet.
Hier ist Historisches, tatsächlich Geschehens mit informativ biologischem Wissen sowie Küchentipps großartig gemischt, das Lesen daher kurzweilig, unterhaltsam bis teilweise morbide, informativ und lehrreich.
Zusätzlich werde ich aber doch noch schauen, ob ich einen freien Platz in einem Pilzbestimmungslehrgang finde und dazu dieses tolle Buch mitnehmen ;-)
Ich gebe hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Menschen, welche sich für Pilze grundsätzlich interessieren, ein tolles Geschenk suchen oder einfach einen Hingucker fürs herbstliche Bücherregal suchen.
Rezensionen von DoraLupin:
Winterfunkeln in London von Anna Liebig
Schöner Roman zur (Vor-) Weihnachtszeit
Ich lese immer wieder gerne Bücher, die rund um Weihnachten handeln, denn diese sind oft besonders herzerwärmend und berührend. Deshalb war ich auch auf dieses Buch gleich sehr gespannt, denn der Klappentext hatte mich gleich neugierig gemacht. Und ich habe auch tatsächlich eine tolle Geschichte bekommen, die ich gerne weiterempfehle.
Emmi fällt aus allen Wolken! Als sie von einer Reise nach Hause zurückkehrt, wartet ein Brief aus London auf sie, der sie in ein altes Boutique-Hotel voller viktorianischem Charme führt – und zu Amanda, die behauptet, ihre leibliche Mutter zu sein. Zwischen knisterndem Kaminfeuer, winterlichem Glanz und einem Mann, der ihr Herz berührt, scheint ein Neuanfang möglich. Doch ein verborgenes Geheimnis droht alles zu zerstören – und Emmi muss entscheiden, wo ihr Zuhause wirklich ist.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, da die Geschichte sehr locker und leicht geschrieben wurde und man sich daher sehr gut auf die Handlung konzentrieren kann. Ich mochte auch sehr wie London bildhaft beschrieben worden ist, da ich selbst schonmal dort war, konnte ich mir natürlich die Stadt noch besser vorstellen. Gerade London passt so wunderbar zur Weihnachtszeit und bringt ein tolles Flair in die Geschichte.
Emmi ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ich gerne auf ihrer Reise begleitet habe. Das Buch bringt auf jeden Fall sehr viel Tiefe mit, durch das Thema Adoption, Geborgenheit in der Familie, Verlust der Eltern, aber das alles wurde wirklich berührend und schön in die Handlung integriert.
Fazit: Ein tolles Buch für die (Vor-) Weihnachtszeit, das mit einem tiefgründigen Thema daherkommt, ich kann es nur weiterempfehlen und gebe die volle Punktzahl.
Rezensionen von xxx:
Shallow River von H. D. Carlton
Absolutes Highlight! ????
Bei H. D. Carlton kann man schon davon ausgehen dass man nichts Normales erwarten kann und Shallow River hat mich wie die anderen Bücher die ich von ihr gelesen habe total abgeholt.
Wie ihre anderen Bücher fand ich die Geschichte düster intensiv teilweise echt heftig und gleichzeitig unglaublich spannend.
Bei manchen Abschnitten dachte ich mir einfach was zur Hölle passiert hier und was lese ich hier gerade ???? Und genau dieser Gedanke macht ihre Bücher und Geschichten für mich so unglaublich gut.
Die Atmosphäre und die Geschichte mit ihren Charakteren haben es mir sofort und total angetan. Sie sind definitiv nicht perfekt außer Mako vielleicht ???? Und andere ich will keine Namen nennen Ryan ???? wollte ich ab dem ersten Moment umbringen.
Die Handlung hat für mich nie an Spannung verloren und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Wenn man H. D. Carlton kennt und liebt wird man hier eindeutig nicht enttäuscht.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch das ich von ihr lesen darf. ????
Rezensionen von Magnolia:
Aprikosenkind von Judith Merchant
Perfides Psychospiel
Vater, Mutter, Kind – eine nach außen hin perfekte Familie präsentiert sich mir, wobei ich sehr schnell merke, dass die sechsjährige Ruby anders ist. „Meine feenhafte Tochter ist das, was man vermutlich ein Problemkind nennt“ denkt Gabriel. Ihn empfinde ich als liebevollen Vater, der immer für sein Kind da ist.
Und auch Nathalie, die für ihr lange ersehntes Kind ihren Beruf aufgegeben hat, ist eine rundum glückliche Mutter.
Dass Ruby sehr besonders und zudem sehr eigen ist, wird alsbald klar. Sie interessiert sich nicht für andere Kinder und auch kommt sie den altersgerechten Anforderungen nicht nach. Sie malt gerne, das schon. Aber eher füllt sie das Papier bis zum Rand aus, Formen oder gar einfache Zeichnungen sind nicht die ihren. Bis sie eines Tages ein bis ins Detail perfektes Bild malt, das trotz dieser Perfektion sehr verstörend ist. Zudem geschehen seltsame Dinge, die rational nicht zu erklären sind.
Wie schon in Judith Merchants Thriller „Schweig!“ habe ich auch hier das Gefühl, in ein perfides Spiel hineingezogen zu werden, das ich zwar nicht durchschaue, das aber sehr viel mehr in sich birgt, als es zunächst den Anschein hat.
Die Geschichte um das „Aprikosenkind“ wird in drei Teilen dargeboten, wobei der erste Teil von dieser kleinen Familie erzählt und ich mich schon frage, wie es denn weitergehen mag, was denn dieses Buch als Thriller auszeichnet. Dann aber wird es zunehmend kritisch, eine weitere Person wird sichtbar, kleine, kaum wahrnehmbare Hinweise lassen das bis dahin Gelesene in einem anderen Licht erscheinen. Er herrscht eine zunehmend bedrückte Stimmung, so etliche Wendungen deuten auf ein manipulatives, ein heimtückisches, ein hinterhältiges Spiel hin, dessen Ende nicht absehbar ist.
Judith Merchants „Aprikosenkind“ beginnt langsam, um sich dann immer mehr in einem infamen Psychospiel zu verfangen, das sich lange nicht durchschauen lässt. Sie präsentiert eine scheinbar perfekte Familie, die sich einem Abgrund nähert. Die Charaktere sind so vielschichtig wie undurchschaubar, das Ende dann ist mir ein wenig zu gewollt, auch wenn es dann doch noch etwas versöhnlich stimmt. Ein Buch, das in menschliche Abgründe blickt. Eine Familiengeschichte, die ich so nie erwartet hätte. Spannend, unheimlich, verstörend, manipulativ.
Rezensionen von Seitenquests:
Insel der Ratten von Jo Nesbø
Hätte so gut sein können
Ich liebe vom ganzen Herzen Thriller, die dystopischer sind oder in diese Richtung gehen, aber Insel der Ratten konnte mich absolut nicht überzeugen leider.
Aber fangen wir mit dem Einstieg in die Handlung an, welche relativ reibungslos verlief, man erfährt alles wichtige, vor allem alle wichtigen Charaktere und deren augenscheinlichen Beweggründe.
An sich wird es auch flüssig fortgeführt, es gibt keine großen Sprünge oder sonstiges, aber für mich war es viel zu kurz geschrieben, man konnte sich nicht an die verschiedenen Figuren gewöhnen oder die Umstände, die dort herrschen. Was ich wirklich schade finde, auch über die Pandemie hat man absolut nichts erfahren.
Die Charaktere wären glaube ich recht interessant gewesen, aber durch die Kürze des Buches, konnte ich persönlich absolut keine Bindung aufbauen oder irgendetwas richtig nachvollziehen kann, bis auf das Ende.
Deswegen kann ich nicht wirklich viel zu diesen schreiben.
Die Sprecher*innen konnten einiges rausreißen, da sie alles gut rüberbringen konnten, aber leider hat das nicht gereicht.
Das Cover...ja..finde ich jetzt nicht besonders gut oder schlecht, es ist halt okay. Der Titel passt jedoch sehr gut finde ich.
Aber im Großen und Ganzen kann man doch sagen, es ist okay. Empfehlen kann ich es nicht, aber auch nicht nicht empfehlen. Es ist super für zwischendurch, wenn man eine kleine Lektüre für eine Zugfahrt haben möchte. Aber es bleibt nicht in den Gedanken hängen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Unsichtbare Musen von Elisa von Hof
Genies entzaubert, Musen sichtbar gemacht
Bekannt und weit verbreitet sind die Erzählungen von den großen Genies - seltsamerweise fast immer männlich und weiß - und ihren passiv dargestellten, meist weiblichen Musen. Auch im Jahr 2026 sind beispielsweise in vielen großen Kunstkalendern fast ausschließlich Männer vertreten, so, als hätte es keine guten Künstlerinnen gegeben und als hätten nicht auch viele Partnerinnen der bekannten Künstler an deren Seite und gemeinsam auch kreativ viel zu den Werken beigetragen, manchmal so viel, dass es sich eigentlich schon um gemeinsame Werke handelte.
Elisa von Hof ist es mit ihrem anspruchsvollen, dicht erzählten und umfangreichen Werk gelungen, mit dem Bild der passiven Muse gründlich aufzuräumen. Auf 340 Seiten erzählt sie Lebensgeschichte um Lebensgeschichte von berühmten Künstlern, Musikern oder Schriftstellern und den Frauen an deren Seite, manchmal eine, oft mehrere, die deren Werke erst möglich gemacht und oft daran mitgearbeitet haben. Nicht selten endete die kreative Schaffensphase eines angeblichen Genies genau zu der Zeit, als er keine solche unterstützende Frau mehr an seiner Seite hatte.
Zum Einstieg wird erst einmal geklärt, woher der Musenbegriff kommt und dass die Musen ursprünglich griechische Göttinnen, die jeweils für einen Bereich der damaligen Künste zuständig waren und aktiv die Menschen mit ihrer Inspiration beglücken konnten oder eben nicht. Da zeigt sich schon, dass ohne Musen damals keine Kreativität möglich war, sie waren die Quelle jeglichen kreativen Schaffens. Leider wurde diese Erzählung im Lauf der Zeit, wie so vieles, patriarchal umgedeutet, bis Musen an den Rand gedrängt oft namenlos und ungekannt aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwanden.
Das Buch ist in einige Überkapitel geteilt, in denen jeweils bestimmte Funktionen der als Musen tätigen (meist) Frauen - auch eine männliche Muse wird ausführlicher porträtiert - näher beleuchtet werden: da geht es um Managerinnen, Ko-Produzentinnen, Supermodels, Therapeutinnen, aber auch um ausgebeutete und benutzte Frauen.
In jedem dieser Überkapitel folgt Künstler- und Musen-Biografie auf Künstler- und Musenbiografie, ausführlichst erzählt, meist von der frühen Kindheit über die prägenden Jahre bis zum Lebensende, und eine nach dem anderen. Das erfordert beim Lesen durchaus viel Konzentration und Zeit, die man sich für dieses dicht erzählte Buch auf jeden Fall nehmen muss, es liest sich nicht schnell einmal nebenbei. Dafür wird man aber mit einem neuen Blick auf viele berühmte Männer und die manchmal bekannten, manchmal unbekannteren, Frauen an deren Seite, belohnt und eingeladen, neu über die Bedingungen des Entstehens von Kreativität und unseren gesellschaftlichen Umgang damit zu reflektieren.
Es wird deutlich, dass es an der Zeit wäre, uns vom Geniemythos zu verabschieden und zu erkennen, dass zur Entstehung genialer Werke so gut wie immer mehrere Menschen beitragen und nicht nur einer ganz alleine. Nach der Lektüre dieses Buches sieht man viele berühmte und etablierte Männer wie Picasso, Goethe, Tolstoi, Nabokov, Lagerfeld oder Lennon deutlich kritischer als zuvor und kennt nun viele ihrer Gewaltausbrüche, ihren Egozentrismus, ihr Ausnützen anderer Menschen und ihre diversen anderen charakterlichen Unzulänglichkeiten. Das wirft auch einen neuen Blick auf ihr Werk, das oft nur unter intensiver Mitarbeit, oft auch Ausbeutung anderer Menschen in schwächeren Positionen, so entstehen konnte.
Wer sich also seine Bewunderung dieser Personen nicht zerstören lassen will, für den ist das Buch eher nicht zu empfehlen. Für alle anderen aber, die sich wie ich eine Welt mit vielfältigerer Kunst wünschen, die nicht nur allein weiße, wohlhabende Männer bevorzugt und zu Genies hochstilisiert, während alle anderen im Schatten bleiben, kann von der Lektüre viel lernen und hier viel Inspiration finden. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin gespannt auf weitere Sachbücher dieser Autorin.
Rezensionen von RAMAZOTTI:
Monofuturis von Konstantin Schamber
Brandaktuell
»MONOFUTURIS“ ein tolles Sachbuch; geschrieben von Dr.phil. Konstantin Schamber, hat ein zu diesem Thema super passendes Cover, welches sofort zeigt, worum es geht. Big Brother ist watching you, fällt mir dazu sofort ein. Das Buch selbst, Aufmachung und Haptik wirken hochwertig- und -preisig, was es ja auch ist.
Die Gliederung der grundsätzlich ja nicht einfachen, vor allem für „Laien“ schwierigen Thematik soll durch diese Strukturierung dem Leser einen guten Überblick verschaffen und find ich gut gewählt. Sehr hilfreich sind die Landkarte zu Buchanfang; die Grafiken und Tabellen, die sich durch das gesamte Buch ziehen und so manches besser veranschaulichen sollen.
Nichts desto trotz ist es ein hochkomplexes Thema und ich musste mich schon sehr konzentrieren und über so manche Passagen mehrmals drüber gehen, bis ich sie, so hoffe ich, verstanden habe. Mich hat dieses Buch in der Vorschau angesprochen, da man ja aktuell nicht an der KI vorbeikommt, kein Medium, welches sich derzeit nicht damit beschäftigt, wenn doch sogar die KI-Entwickler selbst derzeit davor „warnen“. Allerdings bin ich wohl doch nur mäßig interessiert, denn ich musste mich zwingen, dranzubleiben; ich bleibe daher weiterhin bei meinen Lieblingsgenres
Ich gebe hier 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Menschen, welche sich mit dieser Lektüre auf hohem Niveau auseinandersetzen möchten. Es ist nichts für „nebenbei“ oder zur Entspannung Einen Stern habe ich abgezogen, da ich mir gerade in einem solchen Buch KEINE KI-Unterstützung erhofft hatte.











