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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Babyelefant und Hausverstand von Ruth Wodak; Markus Rheindorf

Unzugänglich und einseitig

Die Autoren möchten in ihrem Werk die Kommunikation, vor allem jene in verschiedenen österreichischen und zum Teil internationalen Medien, sowie durch die Politik, während der Corona-Zeit analysieren. Erhofft hätte ich mir dabei eine ausgewogene Perspektive, die Empathie für verschiedene Teile der Bevölkerung und ihre Betroffenheit durch die damals sehr zugespitzte, polarisierende Rhetorik zeigt.

Stattdessen wird aber wieder mal, wie auch damals schon so häufig, deutlich, auf welcher Seite die Autoren stehen und dass auch sie nicht sehen möchten, wie sehr damals impfkritische Menschen diffamiert, massiv unter Druck gesetzt und durch 2G und die tatsächlich in Kraft getretene Impfpflicht in Österreich gesetzlich und gesellschaftlich ausgeschlossen und an den Rand gedrängt wurden.

Ich kann ein Buch nicht ernst nehmen, das einerseits nur so mit elitär-akademischer Sprache und einem Zitat nach dem anderen um sich wirft, sich dabei oberflächlich betrachtet wissenschaftlich geben will, aber damit nur für wenige Bevölkerungsgruppen zugänglich ist und alle anderen von der Lektüre ausschließt (Beispiele dafür sind etwa nativistisch, manichäisch etc., - Fachbegriffe, die ohne Erklärung auch viele sehr gut gebildete Akademikerinnen und Akademiker ohne weiteres Nachrecherchieren nicht unbedingt sofort verstehen) und andererseits so schlampig recherchiert, dass behauptet wird, die Impfpflicht in Österreich sei nie in Kraft getreten (wie jeder leicht nachrecherchieren kann, ist sie das sehr wohl; nur wurde sie ausgesetzt, bevor das rechtliche Konsequenzen haben hätte können; individuelle Konsequenzen auf Beruf und gesellschaftliche Position vieler Menschen hatte sie dennoch) und wiederum das oft medial wiederholte, aber empirisch wenig haltbare Narrativ bedient wird, das Problem sei die mangelnde Umsetzung der Impfpflicht und nicht die vorhergehende Polarisierung und überhaupt die Einführung dieser gegen den Widerstand großer Bevölkerungsteile gewesen.

Dazu kommt auch hier wieder der Versuch der Diskreditierung der erlebten Ausgrenzungserfahrung vieler Menschen in Österreich, indem behauptet wird, Menschen ohne Impfung seien während 2G nicht tatsächlich von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen gewesen, sondern das hätten nur die bösen Boulevardmedien behauptet (auch hier kann man nur von mangelhafter Recherche, gepaart mit wenig Verständnis und Empathie, sprechen).

Es ist also insgesamt ein Buch, das sich von außen her als wissenschaftlich und faktenbasiert darstellen möchte, dem aber eine klare politische Positionierung zugrunde liegt, die aber nicht offen gelegt wird, weil es sich scheinbar neutral geben will. Damit ist es ein weiterer Baustein, um gesellschaftliche Polarisierung zu verstärken und das bekannte Narrativ der bösen Rechten zu bedienen, statt zu versuchen, Menschen mit anderen Positionen zu verstehen und zur Versöhnung und Aufarbeitung beizutragen, was unsere Gesellschaft dringend nötig hätte. So gesehen ist es ein Glück, dass das Buch in weiten Teilen sprachlich so unzugänglich geschrieben ist, dass es vermutlich nicht viele Menschen erreichen wird. Empfehlen kann ich es keinem.

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Babyelefant und Hausverstand

Rezensionen von FogandBooks:

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Crown of War and Shadow von J. R. Ward

Fantastischer Auftakt mit Suchtpotenzial

Crown of War and Shadow – Fluch der Königreiche hat mich komplett in seinen Bann gezogen und ist seit Langem mal wieder ein Fantasybuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte.

Besonders das Worldbuilding ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Gemeinsam mit der Protagonistin tauchen wir in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse ein, in der schnell klar wird, dass nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Durch den detailreichen und bildhaften Schreibstil entsteht eine Atmosphäre, die einen immer tiefer in die Geschichte hineinzieht und das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt. Auch die Charakterentwicklung hat mir richtig gut gefallen. Die Protagonistin wächst im Laufe der Handlung immer mehr über sich hinaus, stellt sich ihren Ängsten und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig werfen ihre Vergangenheit und ihre wahre Identität immer neue Fragen auf. Gerade diese vielen Geheimnisse haben mich permanent zum Weiterlesen motiviert, weil ich unbedingt herausfinden wollte, was wirklich hinter allem steckt. Der Love Interest fügt sich ebenfalls wunderbar in die Geschichte ein. Die Chemie zwischen den Figuren ist spürbar, der Spice ist passend dosiert und an den richtigen Stellen eingesetzt. Er ergänzt die Handlung, ohne sie zu überlagern, und sorgt für einige intensive Momente.

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hinter den Ereignissen viel mehr steckt, als zunächst vermutet. Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, die die Spannung konstant hochhalten. Und dann kommt dieses Ende... Der Cliffhanger schließt den ersten Band zwar gelungen ab, macht aber gleichzeitig unglaublich neugierig auf die Fortsetzung. Ohne zu viel vorwegzunehmen kann ich sagen, dass Crown of War and Shadow – Fluch der Königreiche seinen Platz als New-York-Times-Bestseller absolut verdient hat. Ich bin schon jetzt gespannt, wie sich das Magiesystem weiterentwickeln wird, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen und welchen Weg die Protagonistin einschlagen wird. Für mich ein rundum gelungener Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

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Crown of War and Shadow

Rezensionen von saskia13120:

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Lucia 2. Rächerin des Feuers von Sarah Fleury

Wunderschönes Feuerland

"Lucia - Rächerin des Feuers" ist der zweite Teil der Reihe und braucht sich definitiv nicht vor seinem Vorgänger zu verstecken. Im Gegenteil, er hat sogar nochmal eine Schippe drauf gelegt.

Im zweiten Teil der Reihe treffen wir auf neue und bekannte Charaktere. Lucia bleibt uns natürlich als Hauptcharakterin erhalten und macht in diesem Buch eine Charakterentwicklung durch, die wirklich spaß macht zu verfolgen.

Selbiges gilt für Tiu, Lucias Weggefährten den wir schon als Nebelwolf aus "Flüsterin der Flammen" kennen. Ihm wird diesmal eine größere Rolle zugewiesen und diese erfüllt er großartig. Sein Charakter ist vielschichtig, dabei aber immer nachvollziehbar und insgesamt einfach toll ausgearbeitet.

Die liebgewonnenen Nebenfiguren wie Finn, Yuki, Saphira und Bent sind natürlich auch alle wieder mit von der Partie und auch sie hatten einige emotionale wie auch wie auch physische Hürden zu überwinden.

Was mich an diesem Buch aber am meissten überzeugen konnte sind die Landschaftsbeschreibungen und das Worldbuilding. Was schon im ersten Teil stark war wird hier meiner Meinung nach nochmal besser. Sarah Fleury schafft es mit Worten Bilder im Kopf entstehen zu lassen die einfach traumhaft sind und mit denen man einfach perfekt in die Geschichte eintauchen kann.

Ganz nebenbei ist Lucia noch ein Buch, welches wichtige Werte vermittelt und auch auf emotionaler und menschlicher Ebene sehr stark ist. Gerade für die Zielgeuppe 10+ ist dieses Buch deswegen auch noch eine Lektüre mit Mehrwert.

Ganz egal ob Glutpferd, Feuerfuchs oder magisch begabten Mädchen und Jungen, Sarah Fleury erweckt die Feuerwelt zum Leben und es ist eine Freude darin abzutauchen.

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Lucia 2. Rächerin des Feuers

Rezensionen von Thaliomee:

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Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter

Wer ist verrückt, wer lügt?

Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden und ist mit ihrem Mann Jonas in den Schwarzwald gezogen. Bei ihrer ersten Joggingrunde rettet sie einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken, aber als die Mutter dazu kommt ist diese abweisend und undankbar.

Gleichzeitig hat Smilla das Gefühl diesen Jungen zu kennen, es fühlt sich so an, als sei es ihr eigenes Kind. Es stellt sich heraus, dass der Junge der Sohn ihrer Nachbarn Quentin und Lou ist. Beim gemeinsamen Abendessen ist die Stimmung angespannt, Lou ist unfreundlich und Quentin scheint etwas zu verbergen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, durch die kurzen Kapitel taucht man immer weiter in die Geschichte ein und lernt die vier Nachbarn kennen. Was ich wirklich gut fand ist, dass Smilla zwar das Gefühl hatte "Das ist mein Kind", aber gleichzeitig weiß, dass es gar nicht sein kann. Sie hat diese Ahnung, ist aber nicht besessen davon. Irgendwann verrennt sie sich in eine Idee, was mich als Leserin immer verärgert, aber natürlich wird erst einmal nach naheliegenden Lösungen gesucht. Dabei liegt die Wahrheit tief in der Vergangenheit...

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Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Unshame von Louisa Dellert

Unshame

Louisa Dellert kannte ich bereits von Instagram, auch wenn ich ihr nicht aktiv folge und mich bisher nicht intensiver mit ihren Inhalten auseinandergesetzt habe. Umso positiver hat mich Unshame überrascht. Besonders die persönliche Note des Buches macht es zu einer nahbaren und gut lesbaren Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Schönheitsstandards, Scham und feministischen Fragestellungen.

Dellert verbindet eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit einer kritischen Reflexion gesellschaftlicher Normen und greift dabei immer wieder bekannte feministische Theorien und Denkanstöße auf. Diese Mischung aus persönlichem Erzählen und theoretischen Impulsen sorgt dafür, dass das Buch leicht zugänglich bleibt und die behandelten Themen greifbar werden.

Inhaltlich geht Unshame jedoch nur selten wirklich in die Tiefe. An einigen Stellen wirkte das Buch auf mich eher wie eine Zusammenführung bereits bekannter feministischer Werke und Positionen, ohne diese wesentlich weiterzuentwickeln. Wer sich bereits intensiv mit feministischen Theorien oder den Mechanismen gesellschaftlicher Schönheitsideale beschäftigt hat, wird daher vermutlich nur wenige neue Erkenntnisse gewinnen.

Gerade darin liegt aber auch eine Stärke des Buches: Es eignet sich hervorragend als Einstieg für Menschen, die sich bislang wenig mit den Themen Schönheitsstandards, Scham und Feminismus auseinandergesetzt haben. Besonders gelungen ist zudem die direkte Ansprache der Lesenden. Immer wieder regt Dellert dazu an, eigene Denkmuster, Erfahrungen und gesellschaftliche Prägungen zu hinterfragen und zu reflektieren.

Insgesamt ist Unshame ein persönliches, zugängliches und anregendes Buch, das wichtige Themen verständlich vermittelt und zur Selbstreflexion einlädt – auch wenn es inhaltlich an einigen Stellen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.

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Unshame

Rezensionen von Harakiri:

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Splitterseele von Samuel Bjørk

Atemlos durch die Nacht

Mysteriöse Bombenanschläge in Oslo. Im 24-Stunden-Takt, immer morgens um 9:07 Uhr. Ein Killer, der den Ermittlern Munch und seinem Team weit voraus ist. Allerdings hinterlässt er im Haus seiner Opfer kleine Gegenstände, die die Ermittler zum nächsten Opfer führen könnten. Aber nur Mia, die Neue in Munchs Team, kann sie entschlüsseln.

Ein raffiniertes Katz- und Maus-Spiel, das von der ersten Seite an atemlos macht und den Puls bis zum Ende nicht zur Ruhe kommen lässt. Bjork schreibt dermaßen mitreißend, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann.
Kurze Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Die gut ausgearbeiteten Charaktere sind sym- und empathisch dargestellt und man baut gleich eine Bindung auf. Die Mordfälle sind dramatisch geschildert, aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Hier fließt kein Blut, so können auch Leser, die sich leicht fürchten auf ihre Kosten kommen.
Die Spannung lebt durch die Ermittlungen und die Rätsel und dadurch, dass der Killer über Telefon mit einer Journalistin in Kontakt tritt.
„Splitterseele“ ist der 5. Teil der Reihe und hoffentlich nicht der letzte. Das Buch kann unabhängig von seinen Vorgängern gelesen – und genossen – werden.
Fazit: Das Buch aufgeklappt, zu lesen begonnen und die Nacht zum Tag gemacht: zum Glück gibt es Samuel Bjork

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Splitterseele

Rezensionen von AndilesOnaut:

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Red Star Down von D. B. John

Spannender Politthriller mit Suchtpotenzial

Red Star Down hat mich von Anfang an gepackt. Wer spannende Spionagegeschichten mit internationalen Schauplätzen, politischen Intrigen und jeder Menge Wendungen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Das Buch ist zwar ziemlich umfangreich, liest sich aber überraschend flott, weil ständig etwas passiert und man immer wissen möchte, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen.

Richtig gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Anfangs fragt man sich noch, was die einzelnen Figuren miteinander zu tun haben, doch nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen. Genau das hat für mich den Reiz ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.

Besonders stark ist die Mischung aus Spannung und realistischen Hintergründen. Es geht nicht nur um Geheimdienste und Spione, sondern auch um Macht, Politik und internationale Konflikte. Vieles wirkt erschreckend glaubwürdig und man merkt, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Dadurch fühlt sich die Geschichte nie übertrieben an, sondern eher so, als könnte sie tatsächlich irgendwo im Hintergrund passieren.

Auch die Figuren haben mir gut gefallen. Sie sind keine typischen Superhelden, sondern machen Fehler, müssen schwierige Entscheidungen treffen und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Dadurch fiebert man automatisch mit und ist gespannt, wie sich alles entwickelt.

Der Schreibstil ist angenehm locker und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass das Tempo hoch bleibt. Trotz der vielen Figuren und Schauplätze hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Im Gegenteil – mit jeder neuen Enthüllung wurde die Geschichte noch spannender.

Für mich ist Red Star Down ein richtig gelungener Thriller, der aktuelle Themen mit einer packenden Story verbindet. Wer Bücher mit Geheimdiensten, politischen Machtspielen und überraschenden Wendungen mag, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.

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Red Star Down

Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

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Waschbär Willi Wunderquatsch - Der Salat aus dem Weltall und noch verrücktere Abenteuer von Markus Hennig

Witziges Buch

Vor allem meinem Jüngsten hat der erste Band schon so gut gefallen, dass wir neugierig waren auf Band 2. Ich selbst brauchte ja ein wenig, um wieder in den Humor von Willi zu finden, mein Kind hingegen war gleich wieder im Kichermodus. Ein Weltraumrezept für Salat, bei dem 500g Zuchini im Rezept dazu führt, dass Willi ein Zucchinifeld vollständig aberntet für 500 große Zucchini und daraus einen Salat zaubert, der das ganze Feld flutet, macht etwa den Anfang.

Auch eine musikalische Geschichte, in der "akkordeont" wird, findet sich wieder darin. Allen Geschichten gemeinsam ist, dass sie fantastisch sind und Willi seine Abenteuer nicht alleine erlebt, sondern mit seinen tierischen Freunden. Diese sorgen immer für Abwechslung, witzige Wortneuschöpfungen und kleine Kabelein untereinander. Jede Geschichte kann für sich gelesen werden, was es für uns perfekt machte als Gute-Nacht-Buch. Ein witziges Buch, dass sehr humorvoll ist, dabei auch nicht immer unbedingt zu ernst genommen werden sollte.

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Waschbär Willi Wunderquatsch - Der Salat aus dem Weltall und noch verrücktere Abenteuer

Rezensionen von Eternal-Hope:

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LAHEA von Lisa-Viktoria Niederberger

Interessante feministische Utopie/Dystopie

"Lahea" ist das Romandebüt der österreichischen Autorin Lisa-Viktoria Niederberger, die davor unter anderem schon ein persönliches Sachbuch zum Thema "Dunkelheit" verfasst hat. Es ist ein außergewöhnliches Buch, wie ich in dieser Form noch keines gelesen habe.

Die Autorin nimmt uns mit in eine ganz neue Welt, die Insel Ebria, in einer nahen Zukunft, in der mutige Pionierinnen versuchen, in einer plastikverseuchten und ausgebeuteten Welt eine ganz neue Gemeinschaft aufzubauen: eine ohne Konkurrenz und Hierarchien, mit einem friedlichen und freundlichen Miteinander, Verbrauch von möglichst wenig Ressourcen und menschliche Begegnungen auf Augenhöhe, ohne Statusunterschiede zwischen Berufen oder gesellschaftlichen Milieus.

Die Alten erinnern sich noch an die Zeit, bevor sie mit dem Schiff auf die Insel gezogen sind, während die Jüngeren schon dort geboren sind und kein anderes System mehr kennen.

Geld gibt es nicht, die Ressourcen, z.B. Mahlzeiten, werden von zentralen Stellen nach Bedarf verteilt, die Mitglieder arbeiten den größten Teil ihrer Zeit in selbst gewählten Berufen, dazu übernehmen aber auch alle im Wechsel die eher unbeliebten, aber für die Gemeinschaft wichtigen Aufgaben wie Abwaschen oder Reinigungstätigkeiten.

Es ist ein sehr einfaches Leben mit geringer Mobilität: die Distanzen zwischen den verschiedenen Inselorten werden zu Fuß zurück gelegt, Autos gibt es nicht, nur Lastenträger für alte oder beeinträchtigte Menschen, die sich nicht mehr selbst weiterbewegen können. Für das tägliche Leben gibt es das, was auf der Insel angebaut werden kann und das, was das Meer anschwemmt sowie alle Rohstoffe, die aus dem Schiff ausgebaut werden konnten, mit dem ursprünglich vor einigen Jahrzehnten die Insel angesteuert wurde. Die Welt außerhalb Ebrias scheint es noch zu geben, davon zeugen immer wieder angeschwemmte Funde von Sportschuhen, Plastiktüten und vielem mehr, aber man weiß nicht viel über sie und es ist auch nicht erwünscht, die Insel zu verlassen, um den Rest der Welt zu erkunden.

Es gibt Frauen, Männer und Variani (Menschen, die sich keinem der beiden anderen Geschlechter eindeutig zuordnen oder sich anders identifizieren, als das ihnen ursprünglich zugeschriebene Geschlecht) und diese leben in frei gewählten Familienkonstrukten miteinander oder auch alleine. Die titelgebende Protagonistin Lahea, eine junge Frau und die Tochter der bisherigen Dorfvorsteherin ihres Heimatortes, lebt beispielsweise in einem Dreierkonstrukt mit zwei Männern, die außerdem miteinander eine homosexuelle Beziehung unterhalten, und das Dreiergespann hat auch eine kleine Tochter, um die sich alle drei kümmern.

Freie Sexualität, sowohl in den gewählten Beziehungen, als auch mit anderen Bekanntschaften oder im Rahmen des Besuches von Badehäusern, spielt eine große Rolle und wird detailreich beschrieben. Jugendliche wählen selbst einen neuen Namen und legen im Rahmen des Erwachsenwerdens ihren von den Eltern gewählten "Kindernamen" ab und in vielen Bereichen wird Rücksicht auf speziell weibliche Bedürfnisse genommen, beispielsweise gibt es unterschiedliche Zusätze zur allgemeinen Nahrung je nach individueller Zyklusphase.

Regiert wird die Insel von einem ausschließlich weiblichen Ältestenrat in der Hauptstadt, der sich aus ehemaligen Dorfvorsteherinnen zusammensetzt. Vor einiger Zeit soll es einen Aufstand gegeben haben, der niedergeschlagen wurde und über den man nicht wirklich viel weiß. Es wird versucht, allen Menschen zu vermitteln, dass diese Gesellschaftsform die beste, friedlichste und freundlichste von allen sei und keine Nachteile habe.

Und tatsächlich ist einiges von dem, was momentan in feministischen Kreisen als Utopie diskutiert wird, hier real umgesetzt, siehe zum Beispiel dieses Zitat:

"Außerdem mag Enian die Alten, liebt ihre Geschichten. Wenn sie von damals erzählen, kann er es fast nicht glauben. Dass früher alles selbst getan werden musste, putzen, kochen, auf die Kinder aufpassen, sie erziehen, lieben, ihnen Sicherheit geben. Jede Familie für sich allein. Dass es verpönt war, wenig zu arbeiten, und gleichzeitig alle erschöpft waren. Dass Arbeit wichtiger war als Gesundheit, Gemeinschaft, Kreativität. Vieles hat sich verändert, seit sie auf der Insel sind. Die größte Veränderung ist vielleicht ihre Einsicht, dass es für die Aufrechterhaltung der Versorgung und der zentralen Abläufe gar nicht notwendig ist, den ganzen Tag zu schuften. Dass das, was getan werden muss, in ein paar Stunden erledigt ist, und danach noch viel Zeit übrig bleibt für die Dinge, die wirklich wichtig sind." (S. 38/39)

Doch heißt das, dass wirklich alle glücklich und zufrieden sind? Was passiert mit den Bedürfnissen und Wünschen, etwa nach stärkerer individueller Unterscheidbarkeit, dem Wunsch nach einem Leistungsprinzip und damit verbunden nach Geld und sozialen Unterschieden, nach Abenteuern usw., die in dieser Gesellschaftsform kaum gelebt werden können? Was ist mit jenen, die meinen, in Ebria benachteiligt und zu wenig berücksichtigt zu werden? Die wiederum diese Utopie für eine Dystopie halten und von einer ganz neuen, oder auch alten, Utopie träumen? Werden die Männer es dauerhaft akzeptieren, politisch keine Macht mehr zu haben? Und was ist mit jenen Männern, mit denen niemand eine partnerschaftliche und/oder sexuelle Beziehung haben möchte? Und ist dieser Rat aus älteren Frauen die beste aller möglichen Regierungsformen? Wer findet das und wer nicht? Wissen die Menschen in Ebria alles, was es zu wissen gibt und was sie wissen sollten?

Die Autorin nimmt sich ausführlich Zeit dafür, ihre Welt vorzustellen. Das hier ist eben keine typische Dystopie, die stark handlungsgetrieben schnell viel Spannung aufbaut. Stattdessen lernen wir, durchaus gut passend zu so einer feministischen Welt, erst einmal Lahea und ihre Lebenswelt gut kennen und begleiten sie auf eine Reise durch die Insel. Die bestehenden sozialen Spannungen deuten sich erst einmal langsam an und es dauert lange, bis es zu einer Eskalation kommt, auch das ein durchaus realistisches Szenario.

Insgesamt ist es ein Buch, das in eine sehr interessante neue Welt entführt und klug und reflektiert deren Sonnen- und Schattenseiten aufzeigt. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, Utopien nicht zu einseitig zu gestalten, sondern nach Möglichkeit die Interessen und Wünsche aller miteinzubeziehen und Mechanismen einzubauen, die es möglich machen, sich frühzeitig einzubringen und Änderungswünsche zu äußern, ohne dafür gleich eine Revolution starten zu müssen. Die hier gezeichnete Utopie/Dystopie ist eine feministisch-sozialistischer Prägung, zeigt dabei auch die verschiedenen damit verbundenen Vor- und Nachteile auf und regt insgesamt zum Reflektieren über verschiedene Gesellschaftsformen und die darunter liegenden Werte an.

Ich empfehle das Buch insbesondere jenen, die sich für Feminismus, Sozialismus vs. Kapitalismus und verschiedene Gesellschaftsformen interessieren. Unterhaltsam liest sich der Roman durchaus auch, wenn man bereit ist, tief in die vorgestellte neue Welt einzutauchen und sich kein schnelles Erzähltempo erhofft. Für mich ist es jedenfalls ein besonderes Buch, das sehr zum differenzierten Nachdenken anregt und noch lange nachwirken wirkt.

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LAHEA

Rezensionen von LeserinLu :

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Tage am Fluss von Jochen Mariss

Sommerroman mit Tiefgang

„Tage am Fluss“ war für mich ein netter Sommerroman, der Naturverbundenheit, zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet. Trotz dieser vielen Themen lässt er sich leicht lesen und schon nach wenigen Seiten war ich in der Geschichte angekommen. Sara lebt ein Leben, das gleichzeitig idyllisch und einsam wirkt.

Mit ihrer kleinen Fähre, den Schafen, Hühnern und ihrer Hündin scheint sie ihren Platz gefunden zu haben, doch nach und nach wird deutlich, dass hinter ihrer Zurückgezogenheit eine schmerzhafte Vergangenheit steckt. Sie nimmt Leon bei sich auf. Seine Geschichte als Klimaaktivist wirkte glaubwürdig und ich konnte ihn mir sehr gut als Teil einer Klimagruppe an der Uni Hamburg vorstellen. Ich mochte, wie beschrieben wird, wie beide sich annähern und unerwartet Verständnis beim anderen finden.

Die beiden geraten außerdem mit der Dorfgemeinschaft des nächsten Ortes in einen Konflikt um eine geplante Brücke, sodass schnell deutlich wird, dass der Roman mehr sein möchte als die Geschichte von Leon und Sara. Er erzählt auch von der Frage, welchen Wert Natur hat, wie unterschiedlich Generationen auf die Klimakrise blicken und warum viele junge Menschen so große Zukunftsängste haben. Das gelingt, ohne allzu belehrend zu wirken, wobei es den Roman teilweise schon thematisch überfrachtet.

Sprachlich war mir der Roman stellenweise etwas zu blumig. Manche Beschreibungen hätten für meinen Geschmack etwas knapper sein dürfen und an einigen Stellen wurde eher erklärt als gezeigt. Gleichzeitig hat mich das aber auch nicht wirklich gestört. Insgesamt habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Es ist ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, durch den ich nur so hindurchgeflogen bin. Wer Geschichten über Natur, zweite Chancen und gesellschaftliche Fragen mag, findet hier eine schöne Sommerlektüre mit Tiefgang. Sie könnte außerdem dazu geeignet sein, Menschen für die Klimaangst junger Menschen zu sensibilisieren.

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Tage am Fluss