Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Thaliomee:
Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter
Wer ist verrückt, wer lügt?
Das Buch hält auf jeden Fall was Cover und Titel versprechen. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den größten Anteil nimmt aber Smilla ein. Sie hat eine Brustkrebserkrankung überstanden und ist mit ihrem Mann Jonas in den Schwarzwald gezogen. Bei ihrer ersten Joggingrunde rettet sie einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken, aber als die Mutter dazu kommt ist diese abweisend und undankbar.
Gleichzeitig hat Smilla das Gefühl diesen Jungen zu kennen, es fühlt sich so an, als sei es ihr eigenes Kind. Es stellt sich heraus, dass der Junge der Sohn ihrer Nachbarn Quentin und Lou ist. Beim gemeinsamen Abendessen ist die Stimmung angespannt, Lou ist unfreundlich und Quentin scheint etwas zu verbergen.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, durch die kurzen Kapitel taucht man immer weiter in die Geschichte ein und lernt die vier Nachbarn kennen. Was ich wirklich gut fand ist, dass Smilla zwar das Gefühl hatte "Das ist mein Kind", aber gleichzeitig weiß, dass es gar nicht sein kann. Sie hat diese Ahnung, ist aber nicht besessen davon. Irgendwann verrennt sie sich in eine Idee, was mich als Leserin immer verärgert, aber natürlich wird erst einmal nach naheliegenden Lösungen gesucht. Dabei liegt die Wahrheit tief in der Vergangenheit...
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Unshame von Louisa Dellert
Unshame
Louisa Dellert kannte ich bereits von Instagram, auch wenn ich ihr nicht aktiv folge und mich bisher nicht intensiver mit ihren Inhalten auseinandergesetzt habe. Umso positiver hat mich Unshame überrascht. Besonders die persönliche Note des Buches macht es zu einer nahbaren und gut lesbaren Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Schönheitsstandards, Scham und feministischen Fragestellungen.
Dellert verbindet eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit einer kritischen Reflexion gesellschaftlicher Normen und greift dabei immer wieder bekannte feministische Theorien und Denkanstöße auf. Diese Mischung aus persönlichem Erzählen und theoretischen Impulsen sorgt dafür, dass das Buch leicht zugänglich bleibt und die behandelten Themen greifbar werden.
Inhaltlich geht Unshame jedoch nur selten wirklich in die Tiefe. An einigen Stellen wirkte das Buch auf mich eher wie eine Zusammenführung bereits bekannter feministischer Werke und Positionen, ohne diese wesentlich weiterzuentwickeln. Wer sich bereits intensiv mit feministischen Theorien oder den Mechanismen gesellschaftlicher Schönheitsideale beschäftigt hat, wird daher vermutlich nur wenige neue Erkenntnisse gewinnen.
Gerade darin liegt aber auch eine Stärke des Buches: Es eignet sich hervorragend als Einstieg für Menschen, die sich bislang wenig mit den Themen Schönheitsstandards, Scham und Feminismus auseinandergesetzt haben. Besonders gelungen ist zudem die direkte Ansprache der Lesenden. Immer wieder regt Dellert dazu an, eigene Denkmuster, Erfahrungen und gesellschaftliche Prägungen zu hinterfragen und zu reflektieren.
Insgesamt ist Unshame ein persönliches, zugängliches und anregendes Buch, das wichtige Themen verständlich vermittelt und zur Selbstreflexion einlädt – auch wenn es inhaltlich an einigen Stellen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
Rezensionen von Harakiri:
Splitterseele von Samuel Bjørk
Atemlos durch die Nacht
Mysteriöse Bombenanschläge in Oslo. Im 24-Stunden-Takt, immer morgens um 9:07 Uhr. Ein Killer, der den Ermittlern Munch und seinem Team weit voraus ist. Allerdings hinterlässt er im Haus seiner Opfer kleine Gegenstände, die die Ermittler zum nächsten Opfer führen könnten. Aber nur Mia, die Neue in Munchs Team, kann sie entschlüsseln.
Ein raffiniertes Katz- und Maus-Spiel, das von der ersten Seite an atemlos macht und den Puls bis zum Ende nicht zur Ruhe kommen lässt. Bjork schreibt dermaßen mitreißend, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann.
Kurze Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Die gut ausgearbeiteten Charaktere sind sym- und empathisch dargestellt und man baut gleich eine Bindung auf. Die Mordfälle sind dramatisch geschildert, aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Hier fließt kein Blut, so können auch Leser, die sich leicht fürchten auf ihre Kosten kommen.
Die Spannung lebt durch die Ermittlungen und die Rätsel und dadurch, dass der Killer über Telefon mit einer Journalistin in Kontakt tritt.
„Splitterseele“ ist der 5. Teil der Reihe und hoffentlich nicht der letzte. Das Buch kann unabhängig von seinen Vorgängern gelesen – und genossen – werden.
Fazit: Das Buch aufgeklappt, zu lesen begonnen und die Nacht zum Tag gemacht: zum Glück gibt es Samuel Bjork
Rezensionen von AndilesOnaut:
Red Star Down von D. B. John
Spannender Politthriller mit Suchtpotenzial
Red Star Down hat mich von Anfang an gepackt. Wer spannende Spionagegeschichten mit internationalen Schauplätzen, politischen Intrigen und jeder Menge Wendungen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Das Buch ist zwar ziemlich umfangreich, liest sich aber überraschend flott, weil ständig etwas passiert und man immer wissen möchte, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen.
Richtig gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Anfangs fragt man sich noch, was die einzelnen Figuren miteinander zu tun haben, doch nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen. Genau das hat für mich den Reiz ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Besonders stark ist die Mischung aus Spannung und realistischen Hintergründen. Es geht nicht nur um Geheimdienste und Spione, sondern auch um Macht, Politik und internationale Konflikte. Vieles wirkt erschreckend glaubwürdig und man merkt, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Dadurch fühlt sich die Geschichte nie übertrieben an, sondern eher so, als könnte sie tatsächlich irgendwo im Hintergrund passieren.
Auch die Figuren haben mir gut gefallen. Sie sind keine typischen Superhelden, sondern machen Fehler, müssen schwierige Entscheidungen treffen und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Dadurch fiebert man automatisch mit und ist gespannt, wie sich alles entwickelt.
Der Schreibstil ist angenehm locker und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass das Tempo hoch bleibt. Trotz der vielen Figuren und Schauplätze hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Im Gegenteil – mit jeder neuen Enthüllung wurde die Geschichte noch spannender.
Für mich ist Red Star Down ein richtig gelungener Thriller, der aktuelle Themen mit einer packenden Story verbindet. Wer Bücher mit Geheimdiensten, politischen Machtspielen und überraschenden Wendungen mag, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Waschbär Willi Wunderquatsch - Der Salat aus dem Weltall und noch verrücktere Abenteuer von Markus Hennig
Witziges Buch
Vor allem meinem Jüngsten hat der erste Band schon so gut gefallen, dass wir neugierig waren auf Band 2. Ich selbst brauchte ja ein wenig, um wieder in den Humor von Willi zu finden, mein Kind hingegen war gleich wieder im Kichermodus. Ein Weltraumrezept für Salat, bei dem 500g Zuchini im Rezept dazu führt, dass Willi ein Zucchinifeld vollständig aberntet für 500 große Zucchini und daraus einen Salat zaubert, der das ganze Feld flutet, macht etwa den Anfang.
Auch eine musikalische Geschichte, in der "akkordeont" wird, findet sich wieder darin. Allen Geschichten gemeinsam ist, dass sie fantastisch sind und Willi seine Abenteuer nicht alleine erlebt, sondern mit seinen tierischen Freunden. Diese sorgen immer für Abwechslung, witzige Wortneuschöpfungen und kleine Kabelein untereinander. Jede Geschichte kann für sich gelesen werden, was es für uns perfekt machte als Gute-Nacht-Buch. Ein witziges Buch, dass sehr humorvoll ist, dabei auch nicht immer unbedingt zu ernst genommen werden sollte.
Rezensionen von Eternal-Hope:
LAHEA von Lisa-Viktoria Niederberger
Interessante feministische Utopie/Dystopie
"Lahea" ist das Romandebüt der österreichischen Autorin Lisa-Viktoria Niederberger, die davor unter anderem schon ein persönliches Sachbuch zum Thema "Dunkelheit" verfasst hat. Es ist ein außergewöhnliches Buch, wie ich in dieser Form noch keines gelesen habe.
Die Autorin nimmt uns mit in eine ganz neue Welt, die Insel Ebria, in einer nahen Zukunft, in der mutige Pionierinnen versuchen, in einer plastikverseuchten und ausgebeuteten Welt eine ganz neue Gemeinschaft aufzubauen: eine ohne Konkurrenz und Hierarchien, mit einem friedlichen und freundlichen Miteinander, Verbrauch von möglichst wenig Ressourcen und menschliche Begegnungen auf Augenhöhe, ohne Statusunterschiede zwischen Berufen oder gesellschaftlichen Milieus.
Die Alten erinnern sich noch an die Zeit, bevor sie mit dem Schiff auf die Insel gezogen sind, während die Jüngeren schon dort geboren sind und kein anderes System mehr kennen.
Geld gibt es nicht, die Ressourcen, z.B. Mahlzeiten, werden von zentralen Stellen nach Bedarf verteilt, die Mitglieder arbeiten den größten Teil ihrer Zeit in selbst gewählten Berufen, dazu übernehmen aber auch alle im Wechsel die eher unbeliebten, aber für die Gemeinschaft wichtigen Aufgaben wie Abwaschen oder Reinigungstätigkeiten.
Es ist ein sehr einfaches Leben mit geringer Mobilität: die Distanzen zwischen den verschiedenen Inselorten werden zu Fuß zurück gelegt, Autos gibt es nicht, nur Lastenträger für alte oder beeinträchtigte Menschen, die sich nicht mehr selbst weiterbewegen können. Für das tägliche Leben gibt es das, was auf der Insel angebaut werden kann und das, was das Meer anschwemmt sowie alle Rohstoffe, die aus dem Schiff ausgebaut werden konnten, mit dem ursprünglich vor einigen Jahrzehnten die Insel angesteuert wurde. Die Welt außerhalb Ebrias scheint es noch zu geben, davon zeugen immer wieder angeschwemmte Funde von Sportschuhen, Plastiktüten und vielem mehr, aber man weiß nicht viel über sie und es ist auch nicht erwünscht, die Insel zu verlassen, um den Rest der Welt zu erkunden.
Es gibt Frauen, Männer und Variani (Menschen, die sich keinem der beiden anderen Geschlechter eindeutig zuordnen oder sich anders identifizieren, als das ihnen ursprünglich zugeschriebene Geschlecht) und diese leben in frei gewählten Familienkonstrukten miteinander oder auch alleine. Die titelgebende Protagonistin Lahea, eine junge Frau und die Tochter der bisherigen Dorfvorsteherin ihres Heimatortes, lebt beispielsweise in einem Dreierkonstrukt mit zwei Männern, die außerdem miteinander eine homosexuelle Beziehung unterhalten, und das Dreiergespann hat auch eine kleine Tochter, um die sich alle drei kümmern.
Freie Sexualität, sowohl in den gewählten Beziehungen, als auch mit anderen Bekanntschaften oder im Rahmen des Besuches von Badehäusern, spielt eine große Rolle und wird detailreich beschrieben. Jugendliche wählen selbst einen neuen Namen und legen im Rahmen des Erwachsenwerdens ihren von den Eltern gewählten "Kindernamen" ab und in vielen Bereichen wird Rücksicht auf speziell weibliche Bedürfnisse genommen, beispielsweise gibt es unterschiedliche Zusätze zur allgemeinen Nahrung je nach individueller Zyklusphase.
Regiert wird die Insel von einem ausschließlich weiblichen Ältestenrat in der Hauptstadt, der sich aus ehemaligen Dorfvorsteherinnen zusammensetzt. Vor einiger Zeit soll es einen Aufstand gegeben haben, der niedergeschlagen wurde und über den man nicht wirklich viel weiß. Es wird versucht, allen Menschen zu vermitteln, dass diese Gesellschaftsform die beste, friedlichste und freundlichste von allen sei und keine Nachteile habe.
Und tatsächlich ist einiges von dem, was momentan in feministischen Kreisen als Utopie diskutiert wird, hier real umgesetzt, siehe zum Beispiel dieses Zitat:
"Außerdem mag Enian die Alten, liebt ihre Geschichten. Wenn sie von damals erzählen, kann er es fast nicht glauben. Dass früher alles selbst getan werden musste, putzen, kochen, auf die Kinder aufpassen, sie erziehen, lieben, ihnen Sicherheit geben. Jede Familie für sich allein. Dass es verpönt war, wenig zu arbeiten, und gleichzeitig alle erschöpft waren. Dass Arbeit wichtiger war als Gesundheit, Gemeinschaft, Kreativität. Vieles hat sich verändert, seit sie auf der Insel sind. Die größte Veränderung ist vielleicht ihre Einsicht, dass es für die Aufrechterhaltung der Versorgung und der zentralen Abläufe gar nicht notwendig ist, den ganzen Tag zu schuften. Dass das, was getan werden muss, in ein paar Stunden erledigt ist, und danach noch viel Zeit übrig bleibt für die Dinge, die wirklich wichtig sind." (S. 38/39)
Doch heißt das, dass wirklich alle glücklich und zufrieden sind? Was passiert mit den Bedürfnissen und Wünschen, etwa nach stärkerer individueller Unterscheidbarkeit, dem Wunsch nach einem Leistungsprinzip und damit verbunden nach Geld und sozialen Unterschieden, nach Abenteuern usw., die in dieser Gesellschaftsform kaum gelebt werden können? Was ist mit jenen, die meinen, in Ebria benachteiligt und zu wenig berücksichtigt zu werden? Die wiederum diese Utopie für eine Dystopie halten und von einer ganz neuen, oder auch alten, Utopie träumen? Werden die Männer es dauerhaft akzeptieren, politisch keine Macht mehr zu haben? Und was ist mit jenen Männern, mit denen niemand eine partnerschaftliche und/oder sexuelle Beziehung haben möchte? Und ist dieser Rat aus älteren Frauen die beste aller möglichen Regierungsformen? Wer findet das und wer nicht? Wissen die Menschen in Ebria alles, was es zu wissen gibt und was sie wissen sollten?
Die Autorin nimmt sich ausführlich Zeit dafür, ihre Welt vorzustellen. Das hier ist eben keine typische Dystopie, die stark handlungsgetrieben schnell viel Spannung aufbaut. Stattdessen lernen wir, durchaus gut passend zu so einer feministischen Welt, erst einmal Lahea und ihre Lebenswelt gut kennen und begleiten sie auf eine Reise durch die Insel. Die bestehenden sozialen Spannungen deuten sich erst einmal langsam an und es dauert lange, bis es zu einer Eskalation kommt, auch das ein durchaus realistisches Szenario.
Insgesamt ist es ein Buch, das in eine sehr interessante neue Welt entführt und klug und reflektiert deren Sonnen- und Schattenseiten aufzeigt. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, Utopien nicht zu einseitig zu gestalten, sondern nach Möglichkeit die Interessen und Wünsche aller miteinzubeziehen und Mechanismen einzubauen, die es möglich machen, sich frühzeitig einzubringen und Änderungswünsche zu äußern, ohne dafür gleich eine Revolution starten zu müssen. Die hier gezeichnete Utopie/Dystopie ist eine feministisch-sozialistischer Prägung, zeigt dabei auch die verschiedenen damit verbundenen Vor- und Nachteile auf und regt insgesamt zum Reflektieren über verschiedene Gesellschaftsformen und die darunter liegenden Werte an.
Ich empfehle das Buch insbesondere jenen, die sich für Feminismus, Sozialismus vs. Kapitalismus und verschiedene Gesellschaftsformen interessieren. Unterhaltsam liest sich der Roman durchaus auch, wenn man bereit ist, tief in die vorgestellte neue Welt einzutauchen und sich kein schnelles Erzähltempo erhofft. Für mich ist es jedenfalls ein besonderes Buch, das sehr zum differenzierten Nachdenken anregt und noch lange nachwirken wirkt.
Rezensionen von LeserinLu :
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Sommerroman mit Tiefgang
„Tage am Fluss“ war für mich ein netter Sommerroman, der Naturverbundenheit, zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet. Trotz dieser vielen Themen lässt er sich leicht lesen und schon nach wenigen Seiten war ich in der Geschichte angekommen. Sara lebt ein Leben, das gleichzeitig idyllisch und einsam wirkt.
Mit ihrer kleinen Fähre, den Schafen, Hühnern und ihrer Hündin scheint sie ihren Platz gefunden zu haben, doch nach und nach wird deutlich, dass hinter ihrer Zurückgezogenheit eine schmerzhafte Vergangenheit steckt. Sie nimmt Leon bei sich auf. Seine Geschichte als Klimaaktivist wirkte glaubwürdig und ich konnte ihn mir sehr gut als Teil einer Klimagruppe an der Uni Hamburg vorstellen. Ich mochte, wie beschrieben wird, wie beide sich annähern und unerwartet Verständnis beim anderen finden.
Die beiden geraten außerdem mit der Dorfgemeinschaft des nächsten Ortes in einen Konflikt um eine geplante Brücke, sodass schnell deutlich wird, dass der Roman mehr sein möchte als die Geschichte von Leon und Sara. Er erzählt auch von der Frage, welchen Wert Natur hat, wie unterschiedlich Generationen auf die Klimakrise blicken und warum viele junge Menschen so große Zukunftsängste haben. Das gelingt, ohne allzu belehrend zu wirken, wobei es den Roman teilweise schon thematisch überfrachtet.
Sprachlich war mir der Roman stellenweise etwas zu blumig. Manche Beschreibungen hätten für meinen Geschmack etwas knapper sein dürfen und an einigen Stellen wurde eher erklärt als gezeigt. Gleichzeitig hat mich das aber auch nicht wirklich gestört. Insgesamt habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Es ist ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, durch den ich nur so hindurchgeflogen bin. Wer Geschichten über Natur, zweite Chancen und gesellschaftliche Fragen mag, findet hier eine schöne Sommerlektüre mit Tiefgang. Sie könnte außerdem dazu geeignet sein, Menschen für die Klimaangst junger Menschen zu sensibilisieren.
Rezensionen von askyfullofpages:
Loki - Her Twisted Heart von Franka Neubauer
Wie sehr kann man dem Gott der Täuschung trauen
Götter.
Nordische Mythologie.
Geheimnisse.✨
Ich liebe Geschichten mit einem Götter-Setting. Die nordische Mythologie verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre, die mich sofort fasziniert hat.
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und die Mischung aus Fantasy, Mythologie und Romance hat für mich richtig gut funktioniert.
Die Geschichte des ersten Bandes hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie sich für mich nicht komplett neu angefühlt hat. Ich habe schon so viele Bücher in diesem Genre gelesen, dass sich manche Elemente einfach überschneiden.Mein Leseerlebnis hat das aber überhaupt nicht getrübt. Ich hatte eine richtig gute Zeit mit dem Buch und wollte danach unbedingt sofort den zweiten Band lesen- was ich inzwischen natürlich auch getan habe.
Ich kann euch sagen: Diese Dilogie lohnt sich total!!!!!!!!!! Für mich ist sie eine klare Empfehlung für alle, die Romantasy und Geschichten rund um Götter genausolieben wie ich.
Vielen Dank an den Kyss Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Rezensionen von clematis:
Herzenszeit in Südtirol von Regine Kölpin
Ein Kindermädchen für Oma Lucia
Wenn es nach ihren beiden Enkeln geht, braucht Oma Lucia Unterstützung, denn seit sie kürzlich Opfer eines Diebes geworden ist, traut sie sich nicht mehr so recht auf Ausflüge in Richtung Bozen oder Meran und versinkt zunehmend in Einsamkeit. Aber die eigenwillige 85jährige lehnt ein Kindermädchen, wie sie Krankenschwester Maja nennt, rundweg ab.
Dafür gefällt sie ihrem Enkel Paul umso besser.
Aus abwechselnder Sicht von Maja, Lucia und Paul erzählt Regine Kölpin diesen warmherzigen Roman und nimmt uns mit auf eine landschaftlich und kulinarisch eindrucksvolle Reise nach Südtirol. Schnell findet sich Maja aus Wilhelmshaven in den Bergen zurecht, aber Vorbehalte und falscher Stolz vonseiten der Großmutter stehen einer längerfristigen Zusammenarbeit scheinbar im Weg. Bildreiche Szenen, liebevolle Details und nicht immer sympathische Figuren verleihen der Geschichte ihre Lebendigkeit, so oder so ähnlich könnte es tatsächlich passiert sein. Das Ende kommt wohl etwas überstürzt daher, dennoch laufen alle Fäden passend zusammen.
Schöne Stunden mit viel Lokalkolorit und entsprechendem Flair darf man hier genießen, der liebevolle Schreibstil Regine Kölpins hat mich auch diesmal gefangen genommen.
Rezensionen von literaturfreundin:
Die Gemüsebäckerei von Lina Wallentinson
Lecker und gesund!
Ich bin ein großer Fan von Lina Wallentinsons vorherigem Buch "Back doch mal mit Bohnen". Dieses ist ein toller Nachfolger! Es ist gesund, schmackhaft und oft auch optisch ein Hingucker, mit Gemüse zu backen und so mehr Vielfalt und Nährstoffe ohne Genussverlust in Brot, Brötchen und Backwaren zu bekommen.
Ein ganz kleiner Wermuttropfen ist die Tatsache, dass man manchmal etwas backen möchte, aber das passende Gemüse gerade nicht vorrätig hat. Oder man hat ein Gemüse, aber das Rezept damit passt grad nicht in den Speiseplan. Hier würde ich mir zusätzlich noch eine Austauschtabelle wünschen.
Ansonsten top!











