Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sabine Becker:
Tolle Geschichte
Ein neuer Morgen für Munir von Eva Maria Teja Mayer würde ich für Kinder mit ca. 11 Jahren empfehlen. Ich arbeite in einer Beratungsstelle für Flüchtlinge und habe das Buch bereits ein paar Jugendlichen ausgeliehen. Die Meisten fanden es interessant, da das Thema tiefgreifender ist als die sonstigen Jugendbücher rund um Küsse, Streit mit Freunden usw.
Mir hat am Buch besonders gefallen, dass anfangs die wichtigsten Personen aufgelistet sind. Das macht es auch für nicht so geübte LeserInnen einfacher der Geschichte zu folgen. Zusätzlich sind auch noch Übersetzungen der wichtigsten Ausdrücke aufgelistet.
Die Geschichte handelt von Munir, der ein Erdbeben in Pakistan überlebt. Das Erdbeben fand auch tatsächlich statt. Die Autorin selbst war öfters dort und hat mit den BewohnerInnen gesprochen und kennt ihre Lebensweise. Das merkt man auch, wenn man den Text liest. Dass sie auf die Ausdrücke der Anreden und Sprichworte in der Landessprache nicht verzichtet hat, verleiht der Geschichte noch mehr Echtheit.
Rezensionen von Sabine Becker:
Das kleine Farben-Einmaleins von Reinhard Ehgartner
Gefällt mir
Das kleine Farben-Einmaleins von Reinhard Ehgartner gibt es nun in neuen Sprachen ? nämlich statt auf Italienisch auf Arabisch. Zusätzlich sind die Übersetzungen auf Englisch, Türkisch und BSK.
Ich habe das Kinderbuch bei mir in einer Beratungsstelle für Flüchtlinge, in der ich arbeite, in der Kinderecke stehen.
Nachdem die Kinder ihre Muttersprache im Buch erkennen, springen sie meist begeistert zu ihren Eltern, um es ihnen zu zeigen. Größere Kinder, die bereits lesen konnten, haben mir ganz fröhlich erzählt, welche Wörter sie auf Deutsch oder Englisch schon kannten. Für mich und meine KlientInnen ist das Buch eine große Bereicherung. Ich habe es auch bereits Erwachsenen ausgeliehen, um ihr Deutsch zu üben. Die Mischung an Sprachen finde ich perfekt ? wobei Persisch als Ergänzung für eine mögliche neue Auflage sehr nett wäre!
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch auch in Kindergärten oder Volksschule gut zum Einsatz kommen kann. Denn Farben, Zahlen, Tiere ? das sind meistens die ersten Wörter, die man als Kind lernt. Dennoch finde ich die Reime teilweise sehr kompliziert für Kinder. Würde es dennoch weiterempfehlen und hoffe auf weitere Sprachen!
Rezensionen von Rina:
Es war 1001 Mal von Margarete Wenzel
Tolle Sammlung an verschiedensten Märchen und Weisheiten
Dieses Buch besteht aus einer tollen Sammlung an inspirierenden Märchen und Weisheiten aus aller Welt. Geschichten aus dem deutschsprachigen Raum, aus Europa sowie Asien und anderen Orten laden sowohl zum stillen Lesen als auch zum Vorlesen und Weitererzählen ein. Aus diesem Grund lautet der Titel auch "Es war 1001 Mal", da diese Geschichten aus der mündlichen Überlieferung stammen und mindestens 1001 Mal erzählt wurden.
Es eignet sich für die ganze Familie und alle Altersklassen. Jeder bekommt die Möglichkeit seine eigene Lieblingsgeschichte zu finden, sich damit zu identifizieren und wiederum 1001 Mal weiter zu erzählen.
Rezensionen von Rina:
Karo und der liebe Gott von Danielle Proskar
Karos Begegnung mit Gott
Bei ihrer Erstkommunion nimmt sich Karo fest vor nun regelmäßig zu beten. Sie ist ganz gespannt, was dann wohl passiert und ob sich Gott die Zeit nimmt, sich etwas genauer mit ihr auseinanderzusetzen. Als sich ihre Eltern trennen ist sie fest davon überzeugt, dass es für Gott höchste Zeit ist sich einzuschalten.
Verzweifelt versucht sie Gott über ihr Walkie-Talkie zu erreichen. Keine Antwort... Bis sich eines Tages plötzlich doch jemand meldet. Ist es Gott? Für Jana schon, in Wirklichkeit ist es der Nachbar mit dem Alkoholproblem. Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, in der beide Seiten eine enorme Entwicklung erleben. Die Leichtigkeit, die der Glaube an Gott haben kann wird dabei sehr schön vermittelt. Ein schönes Buch für Jung und Alt.
Rezensionen von Rina:
Geschichten von Jana von Sarah M. Orlovský
Jana, ein ganz normales und doch außergewöhnliches Mädchen
Jana ist ein kleines Mädchen, das gerade erst in die Schule gekommen ist und dort natürlich allerhand erlebt und auch viel Stoff zum Nachdenken bekommt. Jana denkt beispielsweise über das Altern nach oder über Sprachen. Im Buch werden ihre Gedankengänge in kindlicher Sprache ausgedrückt und regen zum Diskutieren und Philosophieren an.
Die Geschichten sind kurz und in leicht verständlicher Sprache gehalten, sie eignen sich deshalb sowohl zum Vorlesen als auch zum selbstständigen Lesen. Begleitet werden die Geschichten von Illustrationen, die Jana Gefühle ins Gesicht zaubern, aber auch Raum für eigene Phantasien lassen.
Rezensionen von Gudrun:
Der Geschmack von Salz und Honig von Tunnicliffe Hannah
Das Buch zeigt mit hervorragendem Tiefgang Reaktionen und Lebensentwürfe auf, die es teils zu überdenken lohnt
Die Autorin erschafft die jeweiligen Stimmungen so vortrefflich, dass der Leser mitfühlt und - erlebt. Ins Geschehen eintauchen ist hier ein Leichtes.
Das Buch benötigt keinerlei Einlesezeit, denn der Leser wird von Anfang an ins Geschehen eingebunden.
Die "Beilagen", sprich leckere italienische Rezepte, sind auf jeden Fall zu empfehlen, sie nachzukochen.
....miammmiiiiiii....., da spürt man gleich die Liebe zum Detail.
Liebevolle Seitenhiebe auf die italienische Lebensart und Familienbräuche sind immer wieder ins Geschehen eingeflochten.
Familiäre Verstrickungen sowie deren Folgen und Auswirkungen sind authentisch und nachvollziehbar und geben dem Buch zusätzlichen Tiefsinn.
Zudem hat die Autorin sehr gelungene Spannungsmomente einfließen lassen. So ist der Leser darauf erpicht, des Rätsels Lösung zu entschlüsseln.
Der Umgang mit Trauer der verschiedenen Charaktere ist trotz der Unterschiedlichkeit so gut geschildert, dass der Leser die einzelnen Personen verstehen kann.
Das Buch handelt von Francesca, die ihren Verlobten kurz vor der geplanten Hochzeit, auf grausame Weise verliert. Jetzt treffen Trauer und Schmerz der Familien aufeinander. Francesca ist dem Ganzen nicht gewachsen und entflieht in die Einsamkeit. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen stiften teils Verwirrung, teils Hass und Rache.
Ein Zitat möchte ich noch erwähnen, das den Inhalt auch sehr gut umschreibt: "Mir kommt der Gedanke, dass wir Dinge nur dann wirklich wahrnehmen, wenn sie plötzlich für uns nützlich sind"
Mein Fazit: Das Buch zeigt mit hervorragendem Tiefgang Reaktionen und Lebensentwürfe auf, die es teils zu überdenken lohnt
Rezensionen von Rina:
Das Gute daran von Anne Rickert
für Kinder, die mehr als ein zu Hause haben
Ein Einzelkind, dessen Eltern sich vor langer Zeit getrennt hatten, zeigt in diesem Buch seine Sicht der Dinge auf. Manche Tage und Wochenenden verbringt es bei seinem Papa, doch die meisten Tage lebt es bei seiner Mama. Unterschiedlichste Alltagssituationen, sowie besondere Momente wie beispielsweise Urlaubstage, werden aus der Sicht des Kindes aufgezeigt und es gibt immer etwas Gutes daran.
Manche Dinge sind bei Papa etwas anders als bei Mama und manche Dinge sind bei beiden gleich. Die Autorin schafft es, sowohl die tollen Momente, die ganz normalen Momente als auch die Momente des Vermissens aufzuzeigen und dennoch immer etwas Gutes daran zu finden. Am Ende stehen sich Mama und Papa gegenüber und haben etwas gemeinsam, die Liebe und Fürsorge für ihr gemeinsames Kind. Und das ist das wichtigste.
Rezensionen von LadyIceTea:
Hardwired - verführt von Wild Meredith
Eine junge Karrierefrau, ein attraktiver Milliardär und eine alles verschlingende Liebe
Erica, grade frisch von der Uni und Gründerin eines Start-Up Unternehmens, lernt den absolut heißen Milliardär Blake kennen. Eigentlich wollte sie, dass er in ihr Geschäft investiert aber er zeigt nicht nur kein Interesse, er schmettert sie barsch ab. Doch trotz aller Zurückweisung und Demütigung geht er ihr nicht aus dem Kopf.
Leichter wird es auch nicht, als er immer wieder ihre Nähe sucht und sie mit Sexapeal, Liebe und seinem Kontrollzwang immer mehr in seinen Bann zieht. Und obwohl Erica es grade absolut nicht gebrauchen kann, bringt er ihre gesamte Welt gehörig durcheinander.
Das Cover gefällt mir gut. Durch die glatte, glänzende Oberfläche in Gold wirkt das sehr schick.
Der Schreibstil ist angenehm locker. Man wird direkt mit in die Geschichte genommen und ist mitten im Geschehen.
Die Protagonisten sind gut beschrieben. Sie wirken nicht übertrieben sondern relativ normal. Da Blake Der reiche sexy Milliardär ist macht es ihn zu einer Art Übermann. Aber das wird gut dargestellt und passt zu seinem dekadenten Leben mit Kontrollzwang.
Die Erotikszenen sind gut geschrieben. Nichts ist übertrieben oder zu krass dargestellt. Man wird fast neidisch bei dem grandiosen Sex.
Leider überschneidet sich für meinen Geschmack zu viel mit fifty shades of grey. Nicht unbedingt die Hintergrundgeschichte aber das Prinzip. Reicher, attraktiver Geschäftsmann, wickelt das junge Mädel außerhalb seiner Klasse um den Finger. Natürlich hat er einen Kontrollzwang, der die Beiden immer wieder in Streitereien bringt und zum Schluss gibts noch das Drama. Die Hintergrundstory um Erica hat es dann wieder rausgehauen. Sonst hätte ich fifty shades einfach nochmal lesen können.
Aber alles in allem eine gute Geschichte, die fifty shades Fans durchaus lesen können. Ich werde auch die Folgeteile kaufen.
Rezensionen von Mel.E:
Dark Memories - Nichts ist je vergessen von Walker Wendy
Manipulation - ohne große Spannung
"Dark Memories - Nichts ist je vergessen" ist als Thrillerhighlight des Jahres tituliert, wobei ich diese nicht unbedingt bestätigen kann. Natürlich ist der Schreibstil und die Suggestion sehr ansprechend gestaltet, da die Story in den Fokus des Psychiaters gelegt wurde und dieser manipulativ versucht dem Geschehen der Partynacht einen andere Blickwinkel zu geben.
Die Story an sich ist hochwertig, dennoch gibt es den einen oder anderen Hänger, der den Thriller ein klein wenig zäh wirken lässt. Action fehlt komplett und durch den Erzählstil wirkt es oft mühsam und quälend sich durch verschiedene Gedankengänge zu quälen. Herausragend ist das Medikament, welches die Erinnerungen an die Vergewaltigung auslöscht, da mich dieses doch sehr zum Nachdenken angeregt hat. Jenny wurden zwar die Erinnerungen gelöscht, aber das Wissen darum und die Narbe die dabei entstanden ist, führt dazu, doch nicht zu vergessen. Sie ist täglich damit konfrontiert, auch wenn nur Leere in ihrem Kopf besteht. Ihre Eltern gehen unterschiedlich mit der Tat um und letztendlich kommt niemand zur Ruhe.
Die Psychologie des Thrillers konnte mich überzeugen, dennoch neige ich dazu, mich nicht komplett auf den Psychologen einlassen zu können, da ich seine Manipulation zum Ende hin zwar verstanden habe, aber dennoch nicht gut heißen kann. Die Einzelnen Personen sind hervorragend ausgearbeitet. Emotional konnte ich mich wirklich auf die Entwicklung einlassen, aber ich hatte dennoch immer noch das Gefühl, das irgendetwas fehlt.
Die Grundstimmung ist düster und beklemmend, was letztendlich sehr gut auf das Cover zutrifft, welches durch seine große verschwommene Schrift regelrecht erstrahlt. Sind es die Erinnerungen die geblockt wurden und nun doch zum Vorschein kommen sollen?
Der Fokus des Ganzen liegt auf der Familie Kramer, ihre Ehe, ihrer Elternschaft und der Vergewaltigung der Tochter. Niemand kommt zur Ruhe und zwischendurch plätschert die Story vor sich hin oder wird psychologisch, was durch Metaphern ausgeglichen wird. Verständnisfragen gibt es letztendlich keine.
Ein solides und hochwertiges Buch, welches mich aber letztendlich nicht überzeugt hat, da ich keinen Thrill erlebte, sondern nur Abscheu gegenüber Manipulation und einer grausamen Tat, die auf den letzten Seiten beleuchtet wird und dem Psychiater einen anderen Blickwinkel einräumt.
Fazit: Auf der einen Seiten sehr hochwertig durch Gedanken und Emotionen, aber auf der anderen Seite sehr zäh und langgezogen bis letztendlich ein Sinn zu erkennen ist. Kann man sich drauf einlassen, muss man aber nicht.
???? (3,5 Sterne)
Rezensionen von Lilli33:
Dark Memories - Nichts ist je vergessen von Walker Wendy
Psychologischer Spannungsroman mit zähem Anfang
Inhalt:
Die 15-jährige Jenny wird während einer Party brutal vergewaltigt und verletzt. Um ihr das Trauma zu ersparen, wird ihr medikamentös die Erinnerung an das schreckliche Ereignis genommen, und damit die Möglichkeit, das Geschehene zu verarbeiten und den Täter zu überführen.
Als sie nicht mehr alleine klarkommt, beginnt sie endlich eine Therapie bei dem Psychiater Alan Forrester, der mit Jenny zusammen Stück für Stück die Erinnerungen wieder ans Tageslicht bringen will.
Meine Meinung:
?Dark Memories. Nichts ist je vergessen? ist der Debütroman von Wendy Walker. Er wird vom Verlag als ?Thriller des Jahres? angepriesen und von verschiedenen Personen hoch gelobt. Angeblich stellt der Roman ?alles in den Schatten? und ?Alles andere können Sie vergessen?. Vielleicht hat dies meine Erwartungen hochgeschraubt und letztendlich enttäuscht.
Ich würde diesen Roman keinesfalls als Thriller bezeichnen ? dafür fehlen praktisch sämtliche Merkmale eines Thrillers, allen voran über weite Strecken die Spannung. Vielleicht kann man am ehesten von einem psychologischen Spannungsroman sprechen. Denn es geht hier um die psychologische Entwicklung einer Person, und dabei handelt es sich nicht um Jenny, auch wenn sie im Mittelpunkt der Ereignisse steht.
Ich fand die erste Hälfte des Buches zwar vom Inhalt her ein klein wenig interessant, aber die ausschweifende Art des Erzählers langweilte mich nur. Wendy Walker hat sich nämlich für einen ganz besonderen Erzählstil entschieden. Der Ich-Erzähler ist der Psychiater Alan, der Jenny sowie ihre Eltern Charlotte und Tom therapiert. Durch ihn erfahren wir kleine Häppchen der Geschichte, vieles aus zweiter Hand und nur so viel, wie er im Moment preiszugeben bereit ist. Dabei legt er ein großes manipulatives Geschick an den Tag, sowohl was seine Patienten als auch was die Leser angeht. Diese werden übrigens immer wieder direkt angesprochen:
?Blicken Sie sich um. Jeder, den Sie sehen, wird in hundert Jahren tot sein. Sie. Ihr Ehepartner. Ihr Kind. Ihre Freunde. Die Menschen, die Sie lieben. Die Menschen, die Sie hassen.? (S. 292)
Trotzdem wirken Alan und das, was er berichtet, sehr distanziert. Ich konnte weder zu ihm noch zu den anderen Charakteren eine Nähe aufbauen. Nicht einmal die detailliert beschriebene Vergewaltigung löste große Emotionen in mir aus. Es erschien mir einfach so unwirklich und fern.
Etwa ab der Hälfte kommt endlich Leben in die Handlung, und damit auch ein bisschen Spannung. Wer bis dahin noch nicht abgebrochen hat, wird durch eine recht gut durchdachte und komplex konstruierte Geschichte belohnt. Es werden Verdächtige aufgefahren und Zweifel gesät. Und immer wieder gibt Alan uns kleine Hinweise auf eine nahende Katastrophe, gerade so viel, dass man endlich wissen möchte, wie die Sache ausgeht, ob Jenny ihre Erinnerungen in vollem Maß wiedererlangt und wer der Täter ist.
Der Schluss konnte mich dann zwar einigermaßen befriedigen, aber nicht begeistern. Wendy Walker hat mich überrascht, doch die Erklärungen dafür waren mir etwas zu dünn.
Fazit:
Nach einer anfänglichen Durststrecke mausert sich der Roman zu einer einigermaßen spannenden Geschichte, die ich insgesamt nicht als Zeitverschwendung ansehen würde, weil sie einem Stoff zum Nachdenken gibt, aber den hohen Erwartungen, die die Werbung für das Buch evoziert, kann es nicht gerecht werden.









