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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von StefanieFreigericht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Super ?Gute-Laune?-Buch mit witzig-realistischem Blick auf Management-Attitüden und -Plattitüden

Mir hat dieses Buch aber auch so richtig richtig Spaß gemacht. Das ist so ein Buch für vermutlich (fast) jeden, eines, das sich im Urlaub Mutter, Vater, Kind, Opa und Tante herumreichen können; nichts, um sich an tollen Formulierungen und Wendungen das Hirn zu verbiegen ? aber auch nicht flach, die ironischen Einblicke in die Branche sind wirklich sehr gut (es gibt ein Glossar am Ende, ich bin erschreckt über mich selbst, da ich das wirklich nicht gebraucht habe).

Die reinen Unterhaltungsbücher sind meist eher für Frauen, damit oft kitschig oder arg gefühlvoll ? die für Männer sind meist in einer für Frauen unangenehmen Weise zotig. Krimis und Thriller sind vielen zu blutig. Der Autor schafft es hier, dass man das Buch mit einem Lächeln beiseite legt. Und, ja, natürlich ist da vieles überzeichnet, natürlich sind die Bösen böser und die Netten netter als in der Realität. Ich habe ja gesagt, U N T E R H A L T U N G. Schenken kann man das bestimmt (fast) jedem. Nein, für den griesgrämigen Onkel mit Hang dazu, nur bei der Tagesschau keine Spoiler dazwischen zu rufen, nehmen wir besser ein Sachbuch.

Ich nutze zum Lesen die Kindle-App auf dem iPad, dabei erscheinen (nicht nur bei mir!) keine Seitenzahlen, sondern nur Prozentwerte bzw. ?Positionen? ? die Titelseite ist zum Beispiel hier Pos. 1 von 3407. Zitate können sich daher nur auf diese Angaben beziehen, vielleicht wird das ja einmal etwas benutzerfreundlicher, wenn das ein Verantwortlicher liest.

?Die Frau, mit der ich zusammenlebe, ist fantastisch. Nicht nur, dass sie umwerfend aussieht, sie ist auch noch selbstbewusst, humorvoll, tolerant und tierlieb. ? Sie behauptet sich in einem der letzten echten Männerjobs und verdient mehr Geld als ich.
?
Die Frau, von der ich rede, heißt übrigens Carla und ist fünfundzwanzig. Der Altersunterschied? Der ließ sich nicht vermeiden. Es handelt sich schließlich um meine Tochter.? Pos. 13/3407. ?Dieser humorvolle, aber eher ironische als aufgesetzte Prolog brachte mich dazu, dieses Buch lesen zu wollen: Der Ich-Erzähler Stefan Fischer berichtet von seinem Umzug samt Hund ?Amok? zu seiner Tochter, in die Wohnung über der Autowerkstatt, in der sie arbeitet. Der Vater ist gerade etwas klamm ? und arbeitslos. Der Autor schafft es auch ohne Probleme, dabei vom schnodderigen Tonfall der Tochter zu dem ?Denglisch? in einer Werbeagentur zu wechseln: ?Anyway, jetzt geht es darum, unsere Performance upzugraden. Kurz gesagt, wir brauchen einen Hungry Guy, der unser kleines Team so bald als möglich verstärkt.? S. 22 . Fischer geht zu einem Bewerbungsgespräch als Türsteher ? und verlässt den Raum als DER neue Werbemann ? dabei hat er eigentlich nur alle Fragen so uminterpretiert beantwortet, dass die zu seiner Branche, der Überwachung, passen: ?Dann arbeiten wir in drei Schichten?, sage ich. ?Rund um die Uhr. Sicherheit ist unser Thema, nicht wahr? Also machen wir die Bank sicher. So sicher, dass keiner auf die Idee kommt, Scheiße zu bauen.? S. 24 SO viel Einsatzbereitschaft hatte der neue Chef nicht erwartet bei den üblichen markigen Sprüchen. Der Junior Partner ist noch überrascht: "Das Talent des Junior Partners besteht im Wesentlichen darin, zu durchschauen, was Brokkoli [der Chef] denkt. Und dann damit zu punkten, dass er dies ausspricht, noch bevor der Boss es tut." Pos 313.
Aufgrund verschiedener Umstände landet Stefan Fischer also in der Werbeagentur. Seine Bewährungsprobe kommt, als die Manager eines Klienten in der ?Blitz-Zeitung? abgelichtet werden, in Begleitung spärlich bekleideter Damen und dabei, mit zu Rollen geformten Geldscheinen Pülverchen vom Tisch zu saugen ? wie soll man das erklären? Fischer hat ein feucht-fröhliches Wochenende hinter sich, so ist seine Idee, was denn Leute in ausgelassener Runde da zu sich nehmen können also? Salz! Salz mit Zitrone ? und Tequila. Alles gaaaanz harmlos also. Nicht nur sein Chef fragt sich bald ?Ist Werbung tatsächlich ein so billiges Geschäft, dass jeder x-beliebige Schaumschläger darin mitmischen kann?? Pos 2017/3407
Während Fischer sich zwischenzeitig verheddert zwischen Selbstbild und Realität der Branche gerät ihm einiges außer Kontrolle, auch mit den Damen: ?Theoretisch ist ein Mann in der Lage, nein zu sagen, praktisch eher weniger.? Pos 2133/3407. So entwickelt sich bald ? auch dank der himmlisch skurrilen Nebenfiguren wie Ashanti und Opa Neunziger ? aus der Situation ein veritables Roadmovie, bei dem ich auch durchaus etwas für?s Leben lernen konnte für den Kauf von Gebrauchtfahrzeugen: ?..du legst den dritten Gang ein, lässt die Kupplung kommen und gibst Gas. Wenn sich der Motor abwürgen lässt, ist die Kupplung in Ordnung, schleift sie, ist sie durch.? Pos 2334/3407.
In diesem Buch ?schleift? nix. Klasse!

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Rezensionen von CWPunkt:

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Dark Memories - Nichts ist je vergessen von Walker Wendy

Kein Thriller jedoch sehr spannend

Inhalt:
Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Buch für mich nicht in die Kategorie Thriller gehört. Ich würde es eher als Psychogramm bezeichnen, wobei auch das etwas hinkt. Worum geht es? Wenn man die Inhaltsangabe liest, denkt man es geht um ein junges Mädchen, das am Rande einer Party brutal Vergewaltigt wird.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Im Fokus der Geschichte steht nicht das Mädchen Jenny sondern eher deren Psychiater Alan. Jenny wurde direkt nach der Vergewaltigung einer medikamentösen Therapie unterzogen, damit ihre Erinnerungen an die furchtbaren Ereignisse gelöscht werden. Nur kann Jenny nicht ohne diese Erinnerungen leben. Daher versucht Alan zunächst ihr zu helfen, diese Wieder zuerlangen.

Rezension:
Wenn man einen Thriller erwartet, wird man sicherlich enttäuscht sein, wenn man weiß, was einen erwartet und bereit ist sich darauf einzulassen, kann dieses Buch sehr spannend sein. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der Anfang wirkt ein wenig unstrukturiert. Ähnlich wie die Erzählung von jemandem, dem ständig neue Hintergrundinformationen einfallen. Gerade in der ersten Hälfte des Buches können die vielen Cliffhanger und Themensprünge schon nerven und bremsen die Geschichte etwas aus. Manchmal hat man das Gefühl, dass zu viel Wert auf die Nebenschauplätze und ?charaktere gelegt wird.
Aber ab der Mitte des Buches tritt eine überraschende Wendung ein und das selbstsichere Auftreten des zunächst so überlegen, beinah arrogant wirkende Psychiater Alan gerät ins Wanken. Ab dort hätte das Buch von mir auch fünf Sterne verdient. Der Großteil der handelnden Personen wird sehr gut dargestellt. Spannend und teilweise erschreckend ist es zu lesen, wie sehr Alan die Psyche von Jenny beeinflusst. Sehr gelungen fand ich auch die beispielhaften Erklärungen für die Funktionsweise der Psyche und die verschiedenen Therapieansätze.

Fazit:
Der Grundgedanke und die Umsetzung dieses Romans sind durchaus gelungen. Auf Grund der vielen Themensprünge leidet jedoch die Spannung im 1. Teil des Buches. Daher gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen.

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Dark Memories - Nichts ist je vergessen

Rezensionen von Arachnophobia:

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Hülsmann Petra

Locker-leichte Sommerlektüre

Endlich wieder ein Buch, das meine Erwartungen im Großen und Ganzen erfüllt hat! Nachdem ich im Genre ?leicht kitschige Liebesgeschichten? in den letzten Monaten so einige Male enttäuscht wurde, hat mich ?Glück ist, wenn man trotzdem liebt? fast durchweg gut bis sehr gut unterhalten.

Dabei ist Isa keineswegs ein einfacher Charakter, weder zu Beginn noch im späteren Verlauf des Buches.

Sie ist recht anspruchsvoll, wenn es darum geht, ihre alten Gewohnheiten im Tagesablauf über den Haufen zu werfen ? aber bis zu einer gewissen Grenze kann ich sie da auch durchaus verstehen. Und als unterhaltsamer Bonus für den Leser resultieren aus dieser Starrköpfigkeit wirklich wunderbare Dialoge mit Restaurantchef Jens. Dank dieses durchweg lockeren Schreibstils bin ich sehr gut in das Buch reingekommen und konnte es zu Beginn wirklich kaum aus der Hand legen.

In der Mitte der Geschichte flachte der Spannungsbogen leider merklich ab und es drehte sich um gefühlt immer die gleichen Themen: Traummann hier, Blumenladen dort ? und so richtig voran ging es bei keinem. Zum Ende hin bekam die Story zum Glück wieder eine ordentliche Portion Schwung ? vielleicht auch schon ein bisschen zu viel. Es kam zu einigen für Isa unverhofften Überraschungen im positiven und auch negativen Sinn und meiner Meinung nach hätte die Autorin auf mindestens eins der Themen ruhig verzichten können. So wirkte es teils ein wenig gequetscht und es blieb kaum Zeit, um die Thematik vernünftig und detailliert auszuarbeiten.

Trotz der kleinen Kritikpunkte konnte mich das Buch insgesamt überzeugen. Dass das Ende der hauptsächlichen Liebesgeschichte von Anfang an klar war: geschenkt. Das sollte bei dem Genre keine Überraschung sein. Solange die Personen und der Schreibstil stimmen, habe ich damit kein Problem. Somit ist das Buch jedem zu empfehlen, der eine leichte Sommerlektüre ohne große Dramen und Schicksalsschläge sucht.

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Rezensionen von Hortensia13:

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Hülsmann Petra

Aus Zufällen kann Grosses geschehen

?Die Frau, mit der ich zusammen lebe, ist fantastisch. Nicht nur, dass sie umwerfend aussieht, sie ist auch noch selbstbewusst, humorvoll, tolerant und tierlieb. Der Altersunterschied? Ließ sich nicht vermeiden, es handelt sich um meine Tochter.?
Im Mittelpunkt des Buches steht der 48jährige Stefan Fischer, sein zotteliger Hund Amok und seine Tochter Carla, die eine KFZ-Gesellin ist.

Stefan ist chronisch pleite, arbeitslos und wohnt kostenlos bei seiner Tochter. Er muss nun endlich sein Leben neu ordnen.
Die Geschichte ist gespickt mit vielen humorvollen Szenen und Verwicklungen. Leider ebbt dies gegen Ende des Buches etwas ab und die Wendungen finde ich zum Teil etwas abrupt, zu gewollt bzw. zu wenig geschliffen. Trotzdem aber ein nettes Buch für Zwischendurch.

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Rezensionen von rewa:

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Hülsmann Petra

Die Macht der Liebe

Die lebenden Flammen Rogdans, die Mädchen und Frauen der Flammengarde, kämpfen gemeinsam mit den Kriegern gegen die Felslinge, die immer wieder das Königreich angreifen.
Prinzessin Rahel ist schon als Kind fasziniert von den lebenden Flammen und als sie selbst bereits mit 11 Jahren eine Flamme wird, ist sie stolz mit ihrer Ausbildung beginnen zu können.

Gemeinsam mit Denaz, einem jungen Hauptmann, lernt sie Seite an Seite zu kämpfen, bis sie merkt, dass sie mehr als nur Freundschaft für ihn empfindet.
Ihr langjähriger treuer Begleiter und Beschützer Steinmaul, der Steinriese, empfindet plötzlich für die Prinzessin Gefühle und möchte sie für sich haben und als er vom König deswegen des Landes verwiesen wird, schwört er bittere Rache. Letztendlich liegt das Schicksal des Königreiches in Rahels Händen und sie entscheidet über Leben und Tod.
Die Autorin Sarah König hat mit ihrem Roman ,, Flammengarde`` eine fantasievolle und spannende Geschichte geschrieben. Bereits das schöne Cover sticht einem schon ins Auge und macht neugierig was kommt. Und wenn man das Buch umdreht, bekommt man einen Eindruck davon, dass es sich um eine geheimnisvolle Geschichte handeln wird.
Die Beschreibungen der lebenden Flammen ist sehr eindrucksvoll und intensiv, man spürt den Kampf der jungen Mädchen, wenn sie mit dieser besonderen Gabe lernen müssen, wie sie damit umzugehen haben. Der Roman liest sich flüssig und man kann sich sehr gut in dem Geschehen zu recht finden.
Originelle Einfälle machen wirklich Lust diese fantastische Geschichte zu lesen. Man bekommt Spannung, humorvolle Einlagen und auch eine Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen. Ein wirklich gelungener Fantasy Roman.

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Rezensionen von Marion2505:

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Hülsmann Petra

Wunderschöne Liebesgeschichte ohne Kitsch

Inhalt:
Isabelle sind ihre täglichen Rituale sehr wichtig: Montags erledigt sie ihre Einkäufe, dienstags geht sie schwimmen, mittwochs wäscht sie Wäsche, donnerstags pflegt sie das Grab ihres Vaters, freitags hat sie ihren Sportkurs, samstags putzt sie ihre Wohnung und sonntags besucht sie ihre Mutter.

Sie arbeitet in einem Blumenladen und geht in jeder Mittagspause zu ihrem Stammvietnamesen eine Nudelsuppe essen. Und auch ihre Daily Soap am Abend darf natürlich nicht fehlen.
Nun hat leider ihr Stammvietnamese sein Restaurant geschlossen und an dessen Stelle eröffnet der ambitionierte Koch Jens sein Restaurant. Und dort gibt es natürlich mittags keine Suppe ... Isabelles wohlgeordnete Welt gerät aus den Fugen und das Chaos beginnt!

Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt mit den vielen knallig-bunten Blumen wunderbar zur Geschichte des Buches. Auch harmonieren die Grüntöne sehr schön mit den bunten Blumen. Ein absoluter Hingucker!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar flockig und sehr flüssig zu lesen. Ich bin sofort mitten in der Geschichte gewesen und musste des Öfteren laut lachen. Besonders schön fand ich es, dass es sich bei diesem Buch um eine Liebesgeschichte handelt, die aber absolut nicht kitschig oder albern ist.

Fazit:
Eine absolut perfekte Sommerlektüre! Sie ist leicht zu lesen, aber nicht oberflächlich. Die unterschiedlichen Charaktere sind mir sofort sehr sympathisch gewesen und im Laufe des Buches immer mehr ans Herz gewachsen. Ich habe viel gelacht, aber auch mit Isabelle und den anderen mitgelitten. Besonders der Taxifahrer Knut hat es mir angetan! Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Es ist eines meiner Lesehighlights des Sommers.

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Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Rezensionen von vielleser18:

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Die Eismacher von van der Kwast Ernest

Generationenkonflikt

" Mein Vater war Eismacher, sein Vater war es gewesen, und sein Großvater hat damit angefangen....Ich will mit der Familientradition brechen" (Zitat, S. 73/74)

Die Talaminis aus dem Norden von Italien sind - wie viele in ihrem Dorf - Eismacher. Sie leben von März bis Oktober in Rotterdam und betreiben dort das Eiscafe Venezia.

Im Winter kehren sie in ihr Dorf zurück. Die beiden Söhne Giovanni und Luca werden früh mit eingebunden in den Betrieb, doch Giovanni bricht aus. Er möchte keinen 17-Stunden-Tag im Sommer, er liebt Poesie und Lyrik und durch einen Kunden der Eisdiele lernt er eine andere Welt kennen.

Ernest van der Kwast (bekannt auch durch "Fünf Viertelstunden bis zum Meer") hat einen bemerkenswerten Generationenroman geschrieben, der einen tiefen Einblick in das Geschäft des Eismachens gibt. Es geht vor allem über Traditionen, die gebrochen werden, über Verpflichtungen, über Familie, aber auch über ein selbstbestimmtes Leben. Es geht um Verantwortung, Vater-Sohn-Beziehungen, aber auch die Beziehung zwischen den Brüdern und der Frau, die sie beide lieben.

Geschildert wird der Roman aus Sicht des "Ausbrechers" Giovanni, der die Bögen der Erzählung erst weit zurückschlägt, von dem ersten Eismacher der Familie, dem Urgroßvater. Über Legenden, die in der Familie kursieren über Wahrheiten. Schließlich auch die Bürde, die sein Vater trägt, der selber lieber einen anderen Beruf ergriffen hätte und eigentlich zeitlebens unwillig den Beruf des Eismachers ausübt. Aber es stand für ihn nie zur Debatte sich dem Erbe zu entziehen. Doch Giovanni lebt in einer anderen Generation, er will sich nicht in diese Schiene zwängen lassen und bricht aus. Dennoch, seine Wurzeln sind ihm stets bewusst. Und auch das, was er damit seinem Bruder Luca auferlegt hat.

Es ist ein Roman, der den Leser tief einführt in die Arbeit, die so ein Eiscafe macht. Wie viel auch (damals - heute?) die Familien bereit waren zu opfern. Freizeit, aber vor allem auch, die Kinder in der Heimat zurück zu lassen oder Arbeitsstunden, die man sich als 40-Wochen-Jobber kaum vorstellen vermag. Da gibt es aber auch die Liebe zum Eis, wie oft werden neue Geschmacksvariationen ersonnen, die beim Lesen Lust auf das eiskalte Vergnügen machen.

Berührt und nachdenklich gemacht haben mich vor allem die Generationenkonflikte, die in einem familienbetriebenen Betrieb von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Dies ist dem Autor wunderbar gelungen, diese darzustellen.

Es fließt viel Poesie und Lyrik mit in diesen Roman, die berichteten Festivalreisen und dortigen Erlebnisse gehören zwar irgendwie auch zu dem Erzähler, als Gegenpol zum Eismachen, dennoch waren dies die Szenen, die mich etwas weniger interessierten, gleichwohl waren auch sie immer wieder mit teils skurrilen Erlebnissen gespickt und dadurch lebhaft dargestellt.

Fazit:
Ein Roman, der Lust auf Eis macht, aber auch die Licht- und vor allem Schattenseiten hinter der Verkaufstheke aufführt.
Ein Roman, der ein eindrucksvolles Generationenporträt mit Verpflichtungen und Bindungen, mit Selbstverwirklichung und Schuldgefühlen zeichnet.

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Die Eismacher

Rezensionen von Janine2610:

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Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult

Bei Krebs gibt es keine ?sicheren Angelegenheiten?.

Einige von euch werden den Film »Beim Leben meiner Schwester« (mit Cameron Diaz verfilmt) vermutlich schon kennen. Dies ist die Buchvorlage dazu, und auch ich habe die Verfilmung bereits gesehen. Weil ich aber gesagt bekommen habe, dass die Handlung im Buch ganz anders sein soll, wollte ich mir selbst ein Bild vom Geschriebenen machen.

Was ich nun dazu sagen kann: Die Haupthandlung des Buches stimmt mit der im Film völlig überein, die Nebenhandlungen im Buch wurden im Film allerdings einfach weggelassen - man hat sich darin wirklich nur auf das Wesentliche konzentriert. Aber das Ende, und das ist eigentlich das wichtigste an der ganzen Geschichte, denn darauf läuft eben alles hinaus ... Das Ende ist im Buch komplett anders als im Film, und das hat mich echt überrascht und mit offenem Mund zurückgelassen ...

~ Wenn du eine Schwester hast und die stirbt, sagst du dann nicht mehr, dass du eine hast? Oder bist und bleibst du eine Schwester, auch wenn der andere Teil der Gleichung verschwunden ist? ~
(S. 165)

Die Thematik des Buches ist ziemlich bedrückend, aber auch brisant: Ein wenig erfährt man davon ja schon aus dem Klappentext, aber ich versuche es noch einmal kurz in meinen eigenen Worten zusammenzufassen: es geht um Anna, ein 13-jähriges Mädchen, das sich entweder für sich und somit für den Tod ihrer Schwester Kate, oder aber gegen sich selbst und damit automatisch für das Weiterleben ihrer Schwester entscheiden muss.

Ich kann in dem Fall den Wunsch der Eltern, dass Anna weiterhin für Kate lebensrettende Flüssigkeiten spenden soll, sehr gut verstehen, schließlich geht es für Kate um Leben und Tod, aber auch Annas Seite verstehe ich mehr als gut. Für die jüngere Schwester ist ein Leben, in dem sie ständig für ihre Schwester zur Verfügung stehen und als Ersatzteillager herhalten muss, auch kein leichtes Los. Ich wüsste nicht wirklich, wie ich mich an Annas Stelle entscheiden würde, das ist schon echt hart und ich bin sehr froh darüber, dass ich nicht in so einer Situation stecke.

~ Dieses Mädchen verliert entweder seine Schwester, denke ich, oder es verliert sich selbst. ~
(S. 134)

Ich "musste" das alles also nur lesen und durfte die Gedanken und Handlungen der Protagonisten gebannt mitverfolgen, und musste nicht selbst in so einer prekären Lage Entscheidungen treffen.
Die Kernfrage in diesem Buch lautet hier: Was ist moralisch richtig und was falsch? Es steht unter anderem eine Gerichtsanhörung im Mittelpunkt, in der darüber entschieden werden soll, ob die 13-jährige Anna ab nun selbst über ihren Körper in medizinischen Belangen entscheiden darf.

Ich konnte Annas Entscheidung, dieses Gerichtsverfahren anzustrengen, gut verstehen, denn die Autorin lässt auch immer wieder Gespräche und Szenen in dem Buch auftauchen, in denen Anna sich in Gegenwart ihrer Eltern wie Luft gefühlt hat, ... aber ich habe trotzdem nie daran gezweifelt, dass Anna von ihren Eltern genauso sehr geliebt wird, wie die todkranke Kate. Ich denke, das hat die Autorin schon bewusst so anklingen lassen, damit man nicht auf den wahren Grund kommt, weswegen Anna all das geplant hat ...

~ Denn anders als der Rest der freien Welt bin ich kein Zufallsprodukt. Und wenn eure Eltern euch aus einem bestimmten Grund bekommen haben, dann ist zu hoffen, dass es den Grund noch gibt. Denn sobald er sich erledigt hat, seid ihr es auch. ~
(S. 12)

Wie gesagt: Es ist keine leichte Thematik, es geht um eine seltene Form der Leukämie, es geht ums Sterben, ums Überleben, um Rettung und um Selbstbestimmtheit. - Es geht vor allem darum, was all das in einer Familie anrichten kann.

Es wird kapitelweise abwechselnd aus der Sicht eines anderen Fitzgerald-Familienmitglieds und zusätzlich aus der Sicht von Annas Anwalt Campbell und der Verfahrenspflegerin Julia erzählt. Zwischendrin gab es auch manchmal Zeitsprünge in die Vergangenheit. - Ich fand diesen dauernden Charaktere-Sichtwechsel und die Zeitsprünge erst noch schwierig bzw. störend beim Lesen, habe mich aber glücklicherweise schnell daran gewöhnt und dann keine Probleme mehr gehabt.

~ In meiner Familie ist es eine traurige Gewohnheit, dass wir nicht das sagen, was wir sagen sollten, und das, was wir sagen, nicht so meinen. ~
(S. 108)

Abschließend möchte ich noch sagen, dass mich das Buch, gerade zum Ende hin, ziemlich mitgenommen hat, denn da passiert etwas, womit ich so gar nicht mehr gerechnet habe und die Anhörung, die Anna die ganze Zeit unbedingt wollte, im Grunde überflüssig gemacht hat. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten ... Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Dasein anregt und die wegen seiner Dramatik und den Gewissenskonflikten darin auf jeden Fall noch lange in meinem Kopf bleiben wird!

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Beim Leben meiner Schwester

Rezensionen von RebekkaT:

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The other Girl von Mitchell Maggie

Nicht verstanden

"The other girl", oder: was will mir dieses Buch sagen?
Es geht um Lois und Carly May, die im Alter von 12 Jahren entführt werden und Wochen in einer Hütte im Wald gefangen gehalten werden. Nach ihrer Befreiung verlieren sie, angeregt durch die Eltern, den Kontakt zueinander.
Das 1. Kapitel lässt Lois und Carly May abwechselnd berichten.

Es springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, erzählt, in welchen Jobs die beiden sind und von Sean, einem Studenten von Lois, der recht unheimlich ist.
Im zweiten Kapitel wird Lois' Buch veröffentlicht. Unter einem Pseudonym hat sie die Geschichte ihrer Entführung aufgeschrieben.
Und dann kommt das 3. Kapitel. Endlich, dachte ic, wird es spannend - aber dem war leider nicht so: wieder diese nervigen Zeitsprünge, das hin und her von Lois und Carly May - bzw. Chloe, denn so nennt sie sich jetzt.

Cover: Das sieht so schön aus und wirkt spannend, unheimlich ...
Schreibstil: Maggie Mitchell hat mich einschlafen lassen. Ich musste so kämpfen, das Buch wirklich zu Ende zu lesen. Die einzige Spannung bestand darin, zu hoffen, dass es eben doch noch spannend wird. Die Beschreibung von alltäglichen Dingen ging mir sehr auf die Nerven und dann das im Grunde ewig Gleiche, was beide Mädchen übereinstimmend berichten ...

Für mich verschenkte Zeit und völlig unnötig. Ständig habe ich gehofft, dass es jetzt spannend wird, um dann wieder in langweilige Handlungen abzutauchen; sehr schade. Die Grundidee mit der Entführung, Sean und dem Wiedersehen aufgrund der gemeinsamen Geschichte hätte spannend werden können.

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The other Girl

Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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Das Geheimnis der verlorenen Zeit von John Wray

aufgeblasene Langeweile

Regeln kann man auf erhellende Weise brechen, aber dazu muss man sie kennen. John Wray springt auf das modische Thema ZEIT auf und lässt seinen Ich-Erzähler Einschlägiges aus Physik und Theologie, Philosophie und (Populär-)Psychologie zitieren (sogar unter Angabe der Quellen). Aber: weder die Erzähler-Figur noch ihr Schöpfer reflektieren die unterschiedlichen Bedeutungen, die der Begriff ZEIT in den jeweiligen Wissenschaften hat.

Der gesucht mysteriöse Aufbau der Handlung basiert auf einem sprunghaften Umgang mit diesen Bedeutungen: So gerät das Psychogramm einer in die Zeitgeschichte (!) verstrickten Familie ebenso verquast wie die konstruiert abenteuerliche Suche des Ich-Erzählers nach dem Kern seines Problems in Gestalt eines Nazi-Onkels oder die Auseinandersetzung mit dem US-amerikanischen Sektenwesen. Keine der Figuren gewinnt psychologische oder gar intellektuelle Tiefe, keine vermag zu fesseln, und die erzählerische Exit-Strategie gipfelt in einem abschließenden 'Ich bin dann mal weg'. Ich zum Glück auch, nach über 700 Seiten Langeweile. Allerdings nicht auf einer läppischen Zeitreise, sondern in einem besseren Buch.

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Das Geheimnis der verlorenen Zeit