Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marion2505:
Für immer in deinem Herzen von Shipman Viola
Lollys Armband ist etwas ganz Besonderes!
Inhalt:
Großmutter Lolly, ihre Tochter Arden und ihre Enkeltochter Lauren besitzen ein Armband mit Glücksbringern. Lolly lebt seit langer Zeit alleine und leidet darunter. Aber auch Arden und Lauren sind mit ihrem gegenwärtigen Leben nicht glücklich. Als sie von Lolly einen rätselhaften Brief mit einem Anhänger für ihr Armband erhalten, beschließen sie, zu Lolly zu fahren und nachzusehen, was der Grund des Briefes ist.
Im Laufe der gemeinsamen Zeit erfahren Arden und Lauren mehr über Lollys Leben. Diese Dinge sind neu für die beiden und verändern ihr komplettes Leben.
Cover:
Das Cover ist wunderschön. Da es in diesem Buch vorwiegend über die verschiedenen Anhänger an Lollys Armband geht, findet man sie schon auf dem Cover. Aber auch auf den Innenseiten des Buchrückens sind sie wieder abgebildet und nochmals genau erklärt. Das macht das Buch für mich absolut außergewöhnlich.
Schreibstil:
Die einzelnen Teile des Buches sind in die verschiedenen Anhänger von Lollys Armband unterteilt. Das hat mir unheimlich gut gefallen. Auch ist das Buch sehr flüssig und anschaulich geschrieben, so dass ich sofort in der Geschichte angekommen bin. Der Wechsel im Erzählstil von Rückblenden in die Vergangenheit und die Erzählung in der Gegenwart sind eine unglaublich schöne Kombination. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das voller Lebensweisheiten steckt und mich an vielen Stellen zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe viele neue Blickwinkel für mich entdecken können und danke Lolly, Arden und Lauren für ihre wunderbare Geschichte. Dies ist ein Buch, das ich sicherlich noch einmal lesen werde und daher bekommt es einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.
Ich kann dieses Buch nur unbedingt weiterempfehlen!!!!!
Rezensionen von Tiella:
Fuchskind von Annette Wieners
eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch
Gesine Cordes ist Friedhofsgärtnerin. Eines Morgens hat sie das Gefühl, dass sich jemand vor ihr auf dem Friedhof versteckt. Als sie versucht, den Eindringling zu stellen, findet sie ein Baby. Gleichzeitig wird an einer nahen Bushaltestelle eine Frauenleiche gefunden. Und dann taucht auch noch Klaus - Gesines Exmann - auf.
Gesine weiß nicht, ob sie ihm trauen kann. Hängt dies alles am Ende zusammen?
Meine Meinung:
Dies ist der zweite Fall um die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes.
Gesine war früher bei der Kriminalpolizei. Durch den Tod ihres kleinen Sohnes hat sich ihr Leben komplett geändert. Nun arbeitet sie auf dem Friedhof. Aufgrund ihrer Vorgeschichte versucht sie aber auch selbst, Zusammenhänge bei den Fällen zu finden und kann das Ermitteln nicht ganz der Polizei überlassen.
Grundsätzlich fand ich die Fälle zwar interessant, aber Gesine wurde mir nicht sympathisch. Sie kann Gefühle nicht zulassen und wirkt sehr distanziert.
Wie bereits im ersten Band sind auch immer wieder Seiten enthalten, die eine Giftpflanze beschreiben, mit Merkmalen, Gift, dessen Wirkung und Gegenmaßnahmen. Grundsätzlich finde ich dies zwar interessant. Nachdem dies aber im Vorgängerband noch zur Geschichte passte, fand ich es hier etwas störend, weil es überhaupt nicht wichtig für die Fälle war.
Der Schreibstil war leicht und flüssig. Auch wurde immer wieder Spannung aufgebaut. Da es aber vor allem um Gesine - und dadurch auch oft um ihr Privatleben - geht, traten die Ermittlungen manchmal etwas in den Hintergrund. Dadurch verlor die Geschichte manchmal auch an Spannung. Das fand ich ein bisschen schade.
Fazit:
Alles in allem eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch. Wirklich mitreißen konnte mich die Geschichte aber nicht.
Rezensionen von RebekkaT:
Neustart von Gaw Oliver
Jeden kann es treffen
In dem Buch Neustart geht es um Oliver Gaw, der schon mit 27 erhöhte Cholesterienwerte hat und im Laufe der Zeit immer mal Herzbeschwerden hat. Wie Männer oft so sind, wird das alles ignoriert und weiter gemacht, kaum Bewegung, FastFood, Alkohol und das alles mündet über Angina-Pectoris-Anfälle und kleine Herzinfarkte in einen Herzinfarkt, bei dem er eigentlich hätte sterben müssen.
Ich bekomme beim schreiben eine Gänsehaut - wie sich Oliver wirklich gefühlt hat, bleibt mir ein Rätsel, da das Buch doch sehr locker geschrieben ist.
Oliver schreibt seinen Neustart auf, mal wirklich witzig, dann nachdenklich, aber immer so, wie es ist.
Cover: Ich mag es ohne viel Schickschnack
Schreibstil: mir oft zu locker, typisch Mann?
Jedes Kapitel, welche allesamt schön kurz sind, beginnt mit einem Satz/kurzem Abschnitt; die 216 Seiten, die sich auf 100 Kapitel verteilen, sind in einem Rutsch gut zu lesen.
Oliver 1.0, dann nach dem Infarkt Oliver 2.0, beschreibt er seine Rückkehr ins Leben, mit Krankenhaus, Reha und zurück. Einen Blog schreibt Oliver Gaw bis heute: www.oliver2punkt0.com.
Er schrieb das Buch, um andere zu warnen, Symptome nicht zu ignorieren, es gar nicht soweit kommen zu lassen - und ist nun endlich Oliver 2.0, der er immer sein wollte, der in seinem alten Körper verschüttet war.
Rezensionen von thora:
Für immer in deinem Herzen von Shipman Viola
Ein Armband verbindet Generationen - sehr berührende Familiengeschichte
Inhalt/Klappentext:
Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben. Lolly lebt allein am Lost Land Lake, weit weg von ihrer Tochter und ihrer Enkelin, die sie lange nicht gesehen hat.
Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit für mehr Nähe. Sie schickt Arden und Lauren jeweils einen Anhänger und bittet um einen Besuch. Alarmiert brechen die beiden auf und nehmen ihre eigenen Krisen mit in das Kindheitsparadies am See. Es wird ein Sommer, der drei Lebenswege zusammenführt und verändert. Über das Armband, das sie verbindet, entdecken die Frauen, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Glücksbringer der Lindseys stehen für Geschichten voller Hoffnung, Sehnsucht und Lebenslust. Ein Roman, der die Leserin unter Tränen lächeln lässt.
Meine Meinung:
Sehr berührendes Buch. Es regt einem an über das eigene Leben nachzudenken. Der Schreibstil ist fesselnd und ich musst mich sehr zusammennehmen um es nicht einfach zu verschlingen. Die Protagonisten gefallen mir durchwegs sehr gut. Sie haben alle Charakter und sind sehr tiefgründig geschrieben. Sehr toll finde ich wie die 3. Generationen-Thematik von der Autorin behandelt wurde. Sehr besonders fand ich die Rückblicke in die Vergangenheit. Sie machen die Geschichte für mich sehr greifbar. Ich kann mich sehr gut in die einzelnen Protas hineinversetzen. Die Entwicklungen der drei Hauptprotagonisten sind sehr vielversprechend. Der Roman ist sehr berührend und romantisch. Er kommt dabei ohne große Liebesstory aus. Das Ende gefällt mir sehr gut. Es ist positiv und lässt dem Leser doch noch viel Freiraum für eigene Gedanken.
Rezensionen von Tiella:
Die Tintenkleckser - Mit Schlafsack in die Schule von Geisler Dagmar
ein gelungener Auftakt
Die Schüler der 3 a sind in der Schule als "die Tintenkleckser" bekannt. Sie sind alle ganz aufgeregt: Heute findet in ihrer Klasse die große Lesenacht statt. Doch dann gibt es einen ziemlichen Wirbel: Jana-Ida behauptet, dass ihr jemand eine Tiger-Figur gestohlen hat. In der Nacht schleichen sich Ben und Mia dann davon und versuchen, den Tiger zu finden.
Ob dies wirklich klappt?
Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit der Erklärung, wie die Klasse zu ihrem Namen kam. Außerdem werden hier alle Schüler mit einer Zeichnung vorgestellt. Das hat mir gut gefallen.
Mia und Ben sind die Hauptpersonen der Geschichte. Sie waren mir gleich sympathisch. Vor allem war es auch gut beschrieben, in welchem Dilemma Mia steckt. Sie weiß mehr als die anderen, aber kann es - aus gutem Grund - nicht sagen. Doch sie merkt auch, dass ihre Freundin total traurig ist und das findet sie schlimm.
Das Thema ist für Kinder interessant. Vor allem wird hier klar, dass nicht alles immer so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Auch die Freundschaft kommt hier nicht zu kurz.
Die Geschichte ist in 17 kurze Kapitel eingeteilt, die sich auch gut zum Vorlesen eignen. Außerdem sind immer wieder schwarz-weiß-blaue Zeichnungen enthalten (manche im Comic-Stil), die den Text auflockern. Diese fand ich einfach toll. Daneben ist auf der Innenseite des Buchumschlags auch eine Zeichnung der Schule und ihrer Umgebung zu finden, so dass man sich dies gut vorstellen kann.
Der Schreibstil selbst ist leicht und kindgerecht. Außerdem gibt es auch ein schönes Ende.
Fazit:
Mir hat die Geschichte gefallen. Sie war lustig und auch ein bisschen spannend. Alles in allem ein gelungener Auftakt.
Rezensionen von Tiella:
Remember Mia Thriller von Burt Alexandra
spannend und fesselnd
Estelle hatte einen schweren Autounfall. Sie überlebt, leidet aber an Amnesie. Daneben hat sie auch Verletzungen, die nicht von diesem Unfall stammen können. Estelle versucht verzweifelt, sich zu erinnern. Vor allem will sie wissen, wo ihre kleine Tochter Mia ist. Das Baby ist nämlich verschwunden und keiner weiß, was mit ihr passiert ist.
Sie hat Angst vor der Wahrheit, da es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder wurde Mia entführt oder von ihr umgebracht. Doch langsam kommen die Erinnerungen zurück ...
Meine Meinung:
Estelle freut sich als Schwangere auf ihr Baby. Doch als Mia dann da ist, ist sie ein schwieriges Kind. Sie schreit sehr viel und bringt Estelle an den Rand ihrer Kräfte. Estelles Gefühle werden dabei sehr anschaulich geschildert. Man merkt, dass sie ihre Tochter liebt und sich auch um sie kümmern will, aber ihr dies nicht ganz gelingt. Estelle vergleicht sich mit anderen und merkt, dass sie keine "normale" Mutter ist. Daran verzweifelt sie fast. Langsam hat sie auch das Gefühl, dass ihre Tochter besessen ist und sie nur den Dämon austreiben muss. Dann ist Mia plötzlich verschwunden.
Da die Geschichte aus Estelles Sicht geschrieben ist, bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Man spürt jede ihrer Emotionen. Eigentlich war mir Estelle sympathisch und das machte die Geschichte gleich noch spannender und fesselnder.
Ihre Erinnerungen kommen anfangs nur bruchstückhaft zurück. Man rätselt und hofft, dass das Baby noch lebt. Bei ihren Erinnerungen weiß man aber auch nicht immer, was Wirklichkeit und was "Fantasie" ist. Aber langsam kommt man der Wahrheit auf die Spur.
Der Schreibstil ist flüssig und mitreissend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, was passiert ist.
Fazit:
Spannend und fesselnd. Empfehlenswert!
Rezensionen von Tiella:
Schwarzer Lavendel von Eyssen Remy
Schwarzer Lavendel
Dr. Leon Ritter ist Rechtsmediziner in der Provence. Er bekommt von seiner Tante überraschend ein Grundstück mit Haus und Weinberg geschenkt. Doch dieses Geschenk hat nicht nur schöne Seiten. Auf diesem Grundstück wird die mumifizierte Leiche einer Frau gefunden. Als dann auch noch eine junge Frau, die der Toten ähnelt, vermisst wird, kommt die Frage auf, ob es sich um einen Serienmörder handelt.
Die Polizei setzt mit Leons Hilfe alles daran, den Täter zu finden, bevor er wieder zuschlägt.
Meine Meinung:
Dies ist der zweite Fall um den Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter. Ich habe Band 1 bisher nicht gelesen. Für mich ist die Geschichte aber auch ohne "Vorwissen" stimmig.
Dr. Leon Ritter finde ich sehr sympathisch. Er ist ein eher ruhiger Mensch und kann sich gut in andere Menschen einfühlen. Mit seiner netten Art kommt er mit (fast) allen Leuten sofort gut zurecht. Er findet immer die passenden Worte. Diese einfühlsame Art kommt auch seinen "Patienten" zugute. Er versucht, die Geschichten, die ihm die Toten "erzählen", zu finden. Man lernt ihn gut kennen, da auch sein Privatleben in der Geschichte eine große Rolle spielt.
Einzig seine plötzlichen "Wahrnehmungen" waren mir ein bisschen zuviel. Diese kamen aber wenigstens nicht oft vor.
Daneben mochte ich auch Isabelle Morell, die stellvertretende Polizeichefin und ihre Tochter Lilou gerne. Leon wohnt bei Isabelle zur Untermiete. Nachdem Isabelle und ihre Tochter immer wieder verschiedener Meinung sind und aneinandergeraten, versucht Leon, zwischen den beiden zu vermitteln.
Der Fall selbst ist durchdacht und spannend angelegt. Die Spannung wird vor allem durch immer wieder eingeschobene, kurze Kapitel über die Gedanken und Gefühle des Opfers bzw. des Täters gehalten. Da die Ermittler anfangs selbst im Dunkeln tappen, nähert man sich nur langsam der Lösung des Falls. Dadurch bekommt man aber auch einen guten Einblick in Leons Arbeit. Das fand ich sehr interessant.
Auch der Erzählstil der gefällt mir. Er ist flüssig und sehr anschaulich. Man hat sofort ein Bild von den Schauplätzen und den Charakteren vor Augen. Außerdem wird man immer wieder auf eine falsche Spur geführt. Das Ende ist dann überraschend und spannend.
Fazit:
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie der Fall ausgeht. Vor allem die beiden "Ermittler" Leon und Isabelle mochte ich richtig gerne. Ein eher "ruhiger" Krimi mit überzeugendem Ende.
Rezensionen von Tiella:
Das muss Liebe sein von Kessler Katja
Das muss Liebe sein
Auf Dauer glücklich verheiratet zu sein, ist für manchen eine utopische Vorstellung. Daher hat die Autorin in diesem Buch 54 1/2 Tipps für die glückliche Ehe zusammengetragen. Es geht hier um Dinge wie beispielsweise den Unterschied von Mann und Frau bei Denken, Reden, Handeln, welche Vorteile eine Ehe bietet, was man bedenken sollte, bevor man heiratet usw.
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Jedes Kapitel wird dabei mit wissenschaftlichen Fakten oder Statistiken untermauert. Außerdem bringt die Autorin ab und zu Beispiele aus ihrer eigenen Ehe bzw. aus ihrem Umfeld ein, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten.
Der Schreibstil ist locker und humorvoll. Vor allem die Mischung zwischen Sachbuch und Unterhaltung finde ich gelungen. Da die Kapitel nicht aufeinander aufbauen, kann man sich auch diejenigen heraussuchen, die man im Moment interessant und ansprechend findet. Man muss also nicht zwingend alle Kapitel in einem Stück lesen.
Toll finde ich die Aufmachung des Buches. Die einzelnen Kapitel beginnen immer mit einer witzigen Illustration. Außerdem sind beispielsweise Aufzählungspunkte oder die Überschriften verschiedener Tipps rosa, was den Text schön auflockert und Schwung hinein bringt. Dies passt für mich einfach zu diesem Buch.
Fazit:
Manche Kapitel sprachen mich mehr an, manche weniger. Alles in allem fand ich diesen Ratgeber aber interessant und unterhaltsam.
Rezensionen von Tiella:
Das muss Liebe sein von Kessler Katja
Die Wahrheit sagen
Ein junger Schriftsteller bemerkt eines Tages, dass auf einer Müllkippe eine kleine Hütte steht, die bewohnt ist. Er will wissen, wer dort wohnt und was dahintersteckt. Also macht er sich auf, diesen Menschen kennenzulernen. Es handelt sich um Bernhard Mares. Da dieser ein sehr bewegtes Leben hinter sich hat, will der junge Mann darüber ein Buch schreiben.
Anfangs hält Mares überhaupt nichts von dieser Idee, doch dann lässt er sich auf den Handel ein. Der Schriftsteller soll seine geliebte Sophie finden. Im Gegenzug wird er ihm seine Geschichte erzählen.
Meine Meinung:
Die Geschichte wechselt zwischen den Erzählungen des Schriftstellers und dem Leben des Bernhard Mares ab. Anfangs beginnt die Geschichte leicht und man weiß noch nicht, was einen erwartet. Doch dann beginnt Mares, aus seinem Leben zu erzählen. Diese Einblicke in sein Leben waren sehr interessant und fesselnd, aber aufgrund der Erlebnisse auch schwere Kost. Mares selbst konnte ich anfangs schwer einschätzen, aber mit der Zeit hat man das Gefühl, ihn besser zu kennen.
Bernhard Mares Leben fing schon schwer an. Seine Mutter legte ihn nach der Geburt vor einer Kirche ab. Doch er hat Glück und wird vom Pfarrer gefunden und darf bei einer netten Frau eine Weile aufwachsen. Doch der Neid und der Egoismus eines anderen Menschen führt dazu, dass er im Waisenhaus landet. Hier bekommt er keine Wärme und Liebe, aber er übersteht die Zeit. Als er "freikommt", ist er vom Soldatenleben fasziniert und meldet sich freiwillig. So wird er zu einem SS-Mann. Die Kriegsbeschreibungen waren nachvollziehbar und eindrücklich geschildert. Vor allem kann man verstehen, dass ein Mensch abstumpft, wenn er so viel Gewalt und Tod sieht. Daneben macht die Geschichte auch nachdenklich. Man hat das Gefühl, dass Bernhard kein schlechter Mensch ist. Er wurde nicht Soldat aufgrund einer ideologischen Verblendung, sondern nur, weil er endlich irgendwo dazugehören möchte. Ihm ist nicht klar, was für Grausamkeiten der Krieg für die Juden bereithält. Als er diese dann erlebt, lehnt er sich nicht dagegen auf. Doch es bleibt auch die Frage, welche Möglichkeiten er überhaupt gehabt hätte. Was hätte man selbst an seiner Stelle getan? Man merkt, dass man im Leben nicht immer alles nur in Gut und Böse einteilen kann, sondern dass es ganz viele Zwischenstufen gibt. Die Schuldgefühle, die Menschen nicht gerettet zu haben, verfolgen ihn dann auch bis zum Ende seines Lebens.
Auch nach dem Krieg bleibt sein Leben bitter. Er wandert immer wieder ins Gefängnis, wo er ziemlich viel einstecken muss. Das einzige, das ihn vor dem Tod bewahrt, ist sein Glauben an die Liebe bzw. an Sophie. Hier wird klar, welche Macht die Liebe besitzt. Davon abgesehen besteht sein einziges Glück im Leben eigentlich nur darin, immer wieder zu überleben. Ansonsten ist es voller Leid und trauriger Ereignisse. Beeindruckt war ich von seinem Mut, immer bei der Wahrheit zu bleiben, auch wenn er genau wusste, was er sich dadurch einhandelte. Mit der Zeit hoffte ich für ihn, dass wenigstens seine Suche nach Sophie positiv endet und er hier noch Freude und Glück erlebt.
Der Schreibstil selbst hat mir gefallen. Die Kapitel, in denen über Bernhard Mares Leben berichtet wurden, fand ich aber interessanter, als die Einwürfe des Schriftstellers. Dieser war für mich nur eine Randfigur und blieb ein bisschen blass. Durch diese abwechselnde Erzählung wurde der Lesefluss ein bisschen ausgebremst.
Fazit:
Alles in allem eine interessante und sehr eindrückliche Geschichte, die aufzeigt, wieviel Leid in ein einziges Leben passt. Aber auch, dass die Liebe den Überlebenswillen auch in "verlorenen" Situationen aufrecht erhalten kann.
Rezensionen von Tiella:
Calendar Girl - Verführt von Audrey Carlan
Calendar Girl
Mias Vater hat Spielschulden von 1.000.000 Dollar und kann diese nicht mehr zurückzahlen. Er und seine Familie werden bedroht. Daher versucht Mia, das Geld aufzutreiben. Ihre Tante überredet sie, als Escort-Girl zu arbeiten. So kann sie 100.000 Dollar im Monat verdienen. Sex ist dabei kein Bestandteil des Vertrags.
Ob zwischen Mia und ihren Kunden etwas passiert, ist ihre alleinige Entscheidung. Nur darf sie sich nicht verlieben. Doch als Mia auf ihren ersten Kunden Wes trifft, merkt sie, dass diese Regel nicht einfach einzuhalten ist ...
Meine Meinung:
Die Geschichte wird von Mia erzählt. So lernt man sie gut kennen, da man einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Anfangs fand ich Mia eigentlich sympathisch. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich nicht schnell unterbuttern lässt. Ihre Unsicherheit, wirklich als Escort-Girl arbeiten zu müssen, war gut, aber zu kurz, dargestellt. Ihre Zweifel waren sehr schnell verschwunden. Vor allem war sie sich anfangs sicher, mit keinem Kunden schlafen zu wollen und dann ging es ihr meist nicht schnell genug. Grundsätzlich ist mir schon klar, dass bei dieser Geschichte Sex eine sehr große Rolle spielt. Durch dieses Verhalten nimmt man ihr aber ihre Gefühle nicht ab. Mia verliebt sich nämlich irgendwann. Das passt aber nicht mit dem Rest zusammen und das finde ich schade.
Gut gefallen hat mir dagegen, dass sie am Ende des Monats immer in einem Brief an den jeweiligen Mann aufzeigt, was ihr die zusammen verbrachte Zeit gezeigt hat.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Auch die Unterteilung des Buches in drei Monate finde ich gut.
Fazit:
Mias Handeln und ihre Gefühle passen für mich nicht zusammen. Es steht einfach ganz klar der Sex im Vordergrund und die Gefühle verschwinden dahinter. Das finde ich schade. Ansonsten aber unterhaltsam. Von mir gibt es 3,5 Sterne.









