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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von neverlandprincess:

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Grüne Smoothies von Schmid Franziska; Mehring Stephanie K.

Die grüne Challenge...

»Grün entgiften und durchstarten!

Egal, ob für ein paar Tage oder direkt eine ganze Woche: Detox ist Balsam für Körper und Seele. Körperlich und mental einen Gang zurückfahren, dem Körper eine Auszeit zum Entgiften gönnen und ganz nebenbei ein wenig unnötigen Ballast auf der Strecke lassen - das tut richtig gut! Und wem das klassische Fastenprogramm zu fad ist, der kann seine Detox-Woche mit diesem Buch unter das Motto "grün satt!" stellen: grüne Smoothies, grüne Suppen und Salate sind die idealen Begleiter und unterstützen Ihren Körper beim Neustart.

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Dies wird in diesem Buch, erschienen im Trias Verlag, näher von der veganen Lifestyle-Bloggerin Franziska Schmid in Zusammenarbeit mit Detox-Expertin Stephanie Katharina Mehring vorgestellt.
Auf den 90 Seiten stellen sie Rezepte, nützliche Warenkunde und alles rund um die richtige Zubereitung Ihrer grünen Gerichte vor.
Begonnen wird zunächst mit einer Begrüßung sowie einer Reflektion des grünen Themas im Alltag der beiden Autorinnen.
Diese sowie die folgenden Themen wie ?'Grüne Smoothies als Lebenselixier', Zutatenkunden oder auch das Vorstellen eines ganzen Detox-Programmes findet sich in der ersten Hälfte des Buches.
Die Einleitenden Seiten sind durchgehend sachlich beschrieben, klingen durch die Autorinnen, die über viel Fachkenntnis verfügen seriös. Dabei wird einem beim Lesen eine durchweg positive Perspektive auf diese Kuren übermittelt und ich fühlte mich wirklich motiviert, mich mit der Grüne Woche als so klingendes Wunderheilmittel für alle Zwecke ("Die grüne Verjüngungskur; Die pure Lebensfreude; Purzelnde Kilos" etc.) weiter auseinanderzusetzen! Gleichzeitig klingt es (natürlich) aber auch nach einem Brocken harter Arbeit. Allein das (Experten-)Thema Wasser bekommt fast eine Seite zugeschrieben, gleich danach eine Liste mit ungeeigneten Lebensmitteln, die man bisher immer für gesund hielt (Nüsse, Sprossen, Wurzelgemüse?!) sowie der Hinweis im Rohkost FAQ sich während dieser Kur besser von sozialen Verpflichtungen zu lösen haben meine Stirn schon leicht in skeptische Fältchen gelegt..
Auf Seite 50 dann beginnt es mit den Rezepten!
Diese bestanden zu meiner Überraschung nicht nur aus grünen Smoothies, sondern auch einige Suppen und Salate sind hier zu finden.
Jedes dieser drei Unterthemen beginnt mit einer ausführlicher beschriebenen Zubereitung. Diese dient dann auch exemplarisch für die weiteren Rezepte der Kategorie, denn diese sind lediglich in Form einer Zutatenliste vorhanden.
Das reicht für Smoothies und Suppen natürlich meist auch vollkommen aus, da hier ja nur gemixt werden muss, doch bei den Salaten -vor allem bei den Dressings- wusste ich ohne Anleitung oft nicht wie genau die Zubereitung gedacht war.
Auch sind die Bilder ansprechend und schön gestaltet, leider jedoch auch sehr vereinzelt vorhanden.
Jedoch bleibt bei diesen Reduktionen natürlich viel Platz für Rezepte!
Diese sind, wie man schon gleich beim ersten Durchblättern feststellt, (in meinen Augen) wahre Grüne Smoothie Rezepte.
Vom Namen her hat jeder einen ausgefallenen und natürlich gesund klingenden Name bzw. solche Zutaten.
Vom Möhrengrün und Koriander bis Zitrusfrüchten mit Haut und Haar, alles landet hier im Detox-Trendgetränk!
Zum Teil muss man an dieser Stelle jedoch ein 'leider' ergänzen.
Denn viele der Rezepte (Bsp: 'Algen lieben Gänseblümchen und Spinat' oder ein Smoothie mit Hagebuttenpulver, Sternfrucht und Guave) sind nämlich mit (teilweise auch wirklich vielen) exotischen Zutaten gespickt, die nicht unbedingt vorrätig im Haushalt (oder in manchen Geschäften!) vorhanden sind. Außerdem hatte ich leider auch häufig das Problem mit den saisonalen bzw sowieso nicht heimischen Früchten, die man zu mancher Jahreszeit einfach nicht bekommt oder kaufen möchte.
Aufgrund dessen konnte ich leider gut die Hälfte der Smoothies gar nicht erst zubereiten.
Eine weitere, wirklich gewöhnungsbedürftige Zutat war die Salzsole, die eigentlich auf jeder Rezeptliste stand. Zu dieser war nirgendwo eine Mengenangabe noch eine einleuchtende Erklärung zu finden und obwohl ich zunehmend sparsamer damit wurde, habe ich diesen (unnötigerweise hinzugefügten?) Bestandteil doch wirklich als störend empfunden?
Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte, waren die Massen der Zutaten.
So fand ich häufig einen großen Bund Petersilie oder eine halbe Melone auf der Liste. Klar, da dieser Smoothie eine ganze Mahlzeit ist sollte dabei nicht nur ein halbes Gläschen rauskommen, ich mit meinem kleinen Standmixerchen musste da jedoch häufig zurückstecken.
Auch bei den Salaten bin ich zwiegespalten.
Das mit den exotischen Zutaten zieht sich auch hier weiter fort, doch zu meiner Überraschung fand ich auch Rezepte, die ich hier nicht vermutet hätte!
So spalten sie sich hier, in die gewohnt extravaganten Zusammenstellungen(''Wildkraut-Postelein mit Brombeeren, Gurke und Honigmelone''); gleich daneben fand ich jedoch einen für mich vollkommen normal klingenden Blattsalat mit Pilzen und Petersilie.
Von daher weiß ich nicht genau, ob mich diese Abwechslung zum alltäglichen freuen soll, oder ob diese Kombinationen dann schlichtweg etwas fehl in diesem sonst so extravaganten Kochbuch wirken. Leider muss ich ebenfalls sagen, das mir das Dressing -klar, es sollte gesund sein- aber dann doch etwas sehr fad war, vor allem aber hat mich der einen wirklich großen Platz in den Dressings einnehmende Zitronensaft gestört. Rezepte wie der sonst wirklich leckere Eichblatt mit Birnen und Walnüssen wurde durch diesen sehr übertüncht und es war doch sehr stark an der Grenze zum Genießbaren, obwohl ich Zitronen normal wirklich liebe und sie gut und gerne auch roh essen kann.
Im Großen und Ganzen finde ich jedoch auf jeden Fall die immer wiederkehrende Kombination aus Salat und Obst eine sehr tolle!!
Suppen habe ich leider noch keine getestet, sie schließen sich jedoch stark den Smoothies an, mit dem einzigen Unterschied, dass diese bevorzugt erwärmt (und zwar allein durch den Mixer!!) verzehrt werden sollen!
Mein Fazit: Mir scheint es, als müsste ich nach dieser doch sehr kritischen Betrachtung unbedingt anmerken, dass ich dieses Buch im Zuge einer Leserunde getestet habe und so natürlich versucht war, so nah wie möglich an den original Rezepten zu bleiben!
Diese haben meinen Geschmack und meine Erwartungen nicht immer getroffen bzw erfüllt, doch kann man die Rezepte natürlich den eigenen Vorlieben und Möglichkeiten sehr gut anpassen!
Daher empfinde ich allgemein gesehen das Buch als eine sehr gute Anregung, auch in Bezug auf die kenntnissbegründete Einleitung der Experten und den Gesundheitsaspekt!
Vor dieser Leserunde habe ich mich in Sachen grünen Smoothie schon einmal versucht gehabt, lediglich ohne wirkliche Vielfalt und alleine unter dem Aspekt "das soll ja so gesund sein"!
Durch dieses Buch habe ich definitiv Kenntnis über die Inhalte sowie Zubereitung des Trend-Getränkes gewonnen, als auch einige Ideen mit auf den Weg genommen um jetzt mit Sicherheit auf einen richtigen Pfad zu kommen!
Zwar halte ich dieses Buch eher etwas für Fortgeschrittene Mixer, doch ich merke das ich schon nach 2 Wochen um einiges mutiger geworden bin mit den Zutaten (erst heute war ich Brennnesseln sammeln!!), der Geschmack wird auch gewöhnlicher und man verzieht nicht mehr automatisch das Gesicht.
Und auch die Einbildung(?) die ersten Wirkungen zu sehen sind schon Vorhanden!!
Das heißt ich werde mit Sicherheit am Thema dranbleiben.
3 / 5 ?

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Grüne Smoothies

Rezensionen von Eva:

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Grüne Smoothies von Schmid Franziska; Mehring Stephanie K.

Sehr lustig....

Für mich war das Cover der Hauptgrund das Buch zu lesen, ich finde das einfach wirklich toll gestaltet. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich okay, dass könnte ganz lustig werden und ich wurde hier definitiv nicht enttäuscht!?
Wir lesen hier über Angela, die momentan in einer Krise steckt und sich irgendwie unbeachtet fühlt.

Für alle ist sie eine Selbstverständlichkeit. Nun überlegt sie eine Affäre zu beginnen?
Ich musste in dieser Geschichte wirklich sehr oft lachen, weil ich dachte okay, das ist ein Deja Vu, egal ob der Mann das Geschirr nicht weggeräumt hat oder ob die Kinder nur zu Angela wollen, weil sie Kacka gemacht haben, das war alles sehr lustig beschrieben. Ich finde die Autorin hat das alles sehr realistisch dem Leser näher gebracht und hat das noch mit einer guten Portion Humor versehen.
Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig zu Lesen und ich finde auch eher einfach und kompliziert, aber das passt zu der Geschichte.
Angela hat mir manchmal sehr leid getan, weil sie will ja nur Aufmerksamkeit, aber ich fand sie sehr sympathisch, auch wie sie alles managt, obwohl sie einer Krise steckt, war sehr schön beschrieben.
Schön fand ich auch, dass sie mit ihren Freundinnen eigentlich einen sehr guten Kontakt hat und mit ihnen gut zu recht gekommen ist. Das einzige was etwas zu bemängeln ist, war das sie ihre Freundin wegen der Affäre gedeckt hat. Finde ich nicht gut.
Die Handlung im Großen und Ganzen kann ich gut verstehen und finde die auch durchaus realistisch, weil ich denke jeder bekommt mal eine Krise oder hat eine Zeit, in der man sich etwas anderes wünscht.
Das Ende war für mich okay und es war schön zu Lesen, dennoch etwas überraschend.

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Grüne Smoothies

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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Am Rand von Hans Platzgumer

Ein überraschendes Buch!

Weder der Titel, noch der Klappentext und auch nicht die angekündigte ?Ich-Erzählung? waren besonders motivierend für mich mit dem Buch zu beginnen. Dennoch hab ich mich dazu aufgerafft und das Buch dann nicht mehr aus den Händen gelegt.
2 Tage haben gereicht und ich war damit fertig. Es hat mir gut gefallen, war spannend zu lesen nur zu Lachen gab es in diesem Buch definitiv nichts für mich.

Sehr pragmatisch und emotionslos geschrieben aber dennoch lesenswert.

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Am Rand

Rezensionen von redchinablues:

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Ich werde dich nicht warten lassen von Nives Meroi

Ein Buch über Liebe...

...und Tod, Freiheit und Wettbewerb, Gipfelsiege und Niederlagen: all das erlebt die italienische Bergsteigerin Nives Meroi auf ihrem Weg, als erste Frau alle 14 Achttausender zu besteigen. Der Kangchendzönga wird ihr Schicksalsberg. Kurz vor Erreichen des Gipfels kehrt sie um, damit ihr schwerkranker Mann und Begleiter medizinische Behandlung bekommt.

Es folgt ein Kampf auf Leben und Tod und Jahre später die Rückkehr zu ihrem Schicksalsberg. Längst ist der Wettkampf entschieden, aber Nives Meroi verfolgt ehrgeizig ihr Ziel, fernab des Konsum-Alpinismus, und erreicht doch noch gemeinsam mit ihrem Mann den Gipfel des Kangchendzönga.

Das Buch liest sich schnell weg, ist unterhaltsam und man bekommt einen recht guten Eindruck in die Welt der Extrembergsteiger. Allerdings fehlt dem Buch etwas Tiefgang. Sowohl die Auseinandersetzung mit der Krankheit als auch ihre Kritik am Massenalpinismus bleibt für mein Empfinden zu sehr an der Oberfläche.

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Ich werde dich nicht warten lassen

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Der Ort, an dem die Reise endet von Owuor Yvonne Adhiambo

Sprachgewaltig und überrollend, teils fast überfordernd

?Ein kurzes Ratata.
Odidis anderes Knie gibt nach.
Er bricht zusammen.
Atmet gurgelnd aus.
Es heißt.
Dass, wenn ein Mensch stirbt, er sein gesamtes Leben in einer raumlosen Zeit, einem zeitlosen Raum an sich vorbeiziehen sieht und alles erneut durchleben kann, was er je gefühlt hat, nur in rasender Geschwindigkeit und in eine sonnengleiches Licht getaucht.

? (S. 16)

Die mir vorher völlig unbekannte Yvonne Adhiambo Owuor, die bisher ?nur? Kurzgeschichten veröffentlich hatte, empfinde ich sprachlich wirklich geradezu als genial, in ihrem Debütroman finde ich einen Gebrauch von Sätzen und selbst Zeilenumbrüchen, wie ich es vorher so noch nie gelesen habe, sie kann tatsächlich sogar Zeit so darstellen!

Der Roman ist ein Parforceritt durch die Geschichte Kenias, aber auch der britischen Kolonialherren dort ? ich benötigte zwischendurch Rückgriff auf die Wikipedia-Artikel zu Kenia und zur Geschichte Kenias (besonders Volksgruppen, Korruptions-Skandale, die Zeit ab dem Zweiten Weltkrieg ? erschreckend, wie wenig ich wusste).

Moses Ebewesit Odidi ?Didi? Oganda wird zu Beginn der Erzählung verfolgt und dann erschossen ? seine Schwester Arabel Ajany ?Jany? Oganda kehrt (nicht nur) deshalb aus Brasilien zurück in ihre Heimat Kenia, zu den Eltern Aggrey Nyipir Oganda (Baba) und Akai Lokorijom ?Akai-ma?. Keine, wirklich keine der vielen weiteren Personen im Buch ist nur bloße Randfigur, die meisten haben letztendlich mehrere Rollen, oft mehrere Namen.

Owuor schafft es, die Geschichte Kenias anhand ihrer Personen aufzuspannen, und dabei noch voller Sprachzauber die jeweilige Atmosphäre zu vermitteln: sie berichtet über die Zeit des kenianischen Freiheitskampfes gegen die britischen Kolonialherren, mit Verhaftungen, Folter, Massenhinrichtungen, und kooperierender ?Tribal Police? aus Kenianern. Sie erzählt über die Beteiligung afrikanischer Soldaten (King?s African Rifles) in den Kriegen der Briten, über alte Seilschaften aus alten Zeiten. Sie vermittelt den Enthusiasmus der Unabhängigkeit, die Hoffnung aus den Bildungsinitiativen des Mboya-Kennedy-Airlifts ? und die Ernüchterung durch Korruption, Uneinigkeit der verschiedenen Volksgruppen und wirtschaftliche Probleme.
?Mboya? Argwings? J.M.? Pio? Ouko? Ward? Goldenberg? Anglo-Leasing? Dieser Artur-Abschaum?? (S. 355) ? das sind die Probleme. Die Lösung? ?Meine Amnesie, deine Amnestie ? oder umgekehrt.? (S. 358), üblicherweise mit Gegenleistung. So wurden ?Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen.? (S. 372), so hüten alle Protagonisten ihre Geheimnisse, verharren in dem Schmerz über das, worüber sie nicht reden.

Das alles ist nicht eine Sekunde langweilige trockene Geschichte, sondern mitreißend dargebracht. Ich wusste nie, ob ich gerade näher an der Hoffnung der Protagonisten war, die trotz allem immer weitermachten, oder an ihrer Hoffnungslosigkeit ? es war teilweise einfach ?sehr viel? von diesem mir sehr fremden Land. Die Handlungen sind oft so weit außerhalb meiner Welt, dass ich sie häufiger nicht nachvollziehen kann. Dann wiederum folgen Szenen von Zartheit, Liebe, Verzweiflung, Loyalität, die universell sind. Täter wird Opfer wird Täter. Die Handlung springt sehr stark, zwischen mehreren Personen, die dazu noch an verschiedenen Orten beschrieben werden, und mit häufigen zeitlichen Rückgriffen, darüber hinaus werden häufig muttersprachliche Begriffe, Namen, Sätze, Textfetzen eingestreut, zwar jeweils übersetzt, aber doch als ?Stolperstellen? für das deutsche Lesen. Personen tauchen viele Seiten später wieder auf, Andeutungen werden klar, Handlungsstränge werden meisterhaft verwoben und weit verstreut weitergeführt. Nein, kein einfaches Buch ? kein einfaches Thema. Ein Buch, bei dem es sich lohnt, dabei zu bleiben, auch wenn das zu Anfang des letzten Drittels schon anstrengend war, bis zur Erkenntnis: Auch der Tod, auch ein Ende kann ein Anfang sein.

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Der Ort, an dem die Reise endet

Rezensionen von c.groeger:

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Unzeit von Marlen Schachinger

Unzeit

In ihrem gerade erschienen Erzählband bildet die große österreichische SchrifstellerIn Marlen Schachinger die Zumutungen und Zurichtungen unserer Zeit ab, wobei diese Zeitangabe weit gefasst werden muss, spannt die Autorin doch einen Bogen, der das gesamte 20. Jahrhundert umfasst, bis in die unmittelbare Gegenwart hinein.

Beginnend mit Theresia, einer alten Bäuerin, deren sehnlichster Wunsch es ist zu sterben. ?Es ginge doch nicht an, daß der Tod sie vergäße!? Erinnerungen an die Zeit der Entbehrungen während des zweiten Weltkrieges werden wach. Der Mauerbau des Nachbarn, eines überzeugten Nationalsozialisten, deren Entstehen ihre Höfe unüberwindbar trennt. Das Massaker von Rechnitz, als in den letzten Kriegstagen etwa 200 Juden von der SS ermordet wurden.

Das Leben der brillanten jüdischen Physikerin Marietta Blau wird gezeigt, die vor den Nazis ins Exil nach Mexiko fliehen musste, um die Früchte ihrer Arbeit betrogen, ?denn eine Frau und eine Jüdin zu sein, das sei zuviel.? Woran sich auch nach ihrer Rückkehr nach Österreich nichts geändert hatte, zumal viele Nationalsozialisten auf ihrem Posten verblieben waren.

In ?Grenzgänge? durchwandert eine Journalistin das Gebiet um den ehemaligen Eisernen Vorhang und taucht ein in die Geschichte dieses Landstrichs ebenso, wie in jene der jüdischen Familie Strakosch, die in der Region eine Fabrik zur Zuckerrübenverarbeitung gegründet hatte, und naturgemäß vor den Nazis fliehen musste.

Die LeserIn wird ZeugIn, wie ein in Ungnade gefallener kubanischer Journalist versucht, im Pariser Exil Fuß zu fassen. Oder wie eine österreichische Autorin am Flughafen von Havanna der Behördenwillkür ausgesetzt ist.

Manche der Figuren oszillieren zwischen den Geschlechtern genauso, ?man verliebt sich in einen Menschen, nicht in ein Geschlecht,? wie es im Buch einmal heißt, wie sie auch in einem nahezu babylonischen Sprachengemisch aufgehen.

Stellvertretend hier die Erzählung ?Dich rufen?, in der eine Autorin und ein Musiker ihre Liebesbeziehung über alle Kontinente hinweg führen, im Hintergrund der reale Fall eines amerikanischen Großkonzerns, der durch Fracking, (also die Gewinnung von Bodenschätzen durch den Einsatz von Chemie) in dessen rumänischer Heimat versuchte, Maximalgewinn bei niedrigsten Kosten zu erzielen. Die Zerstörung der Umwelt wird hierbei ohne Skrupel in Kauf genommen.

In der längsten Erzählung des Buches ?Gegessen wird, was eingekocht? wird der Niedergang einer scheinbaren Bilderbuchfamilie gezeigt. Dieser wird eingeleitet durch die eher zufällige Teilnahme der Tochter an einer Gegendemonstration eines Identitärenaufmarschs. Eine furioses Kammerspiel allererster Güte.

Egal, ob die Figuren in Marlen Schachingers Erzählband sich mit den Umständen, den Zeitläufen abfinden oder nicht, entkommen können sie ihnen keinesfalls. Sie benennt die Ungeheuerlichkeiten staatlich-totalitärer Systeme ebenso wie jene des Kapitalismus. Der große Humanismus der Autorin tritt jedenfalls in jeder einzelnen der elf Geschichten zutage. Hier verlässt die Literatur ihren Elfenbeinturm und bezieht Stellung für eine gerechtere lebenswertere Welt. Mehr kann die LeserIn sich nicht wünschen.

Absolute Leseempfehlung.

978-3-7013-1241-2
Unzeit
von Marlen Schachinger
250 Seiten; 2016 Müller (otto), Salzburg
ISBN 978-3-7013-1241-2
19.00 EUR

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Unzeit

Rezensionen von Anendien:

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Nur ein Tag von Forman Gayle

Überraschend gut, nach anfänglichen Schwächen

Inhalt
Allyson ist intelligent, ordentlich, behütet aufgewachsen und alles andere als spontan. Auf ihrer Europa Rundreise, die sie zum Highschoolabschluss geschenkt bekommen hat, läuft alles nach Plan, bis auf die Tatsache, dass der Stopp in Paris, aufgrund eines Fluglotsenstreiks, ausfallen musste.

An ihrem letzten Tag lernt sie Willem kennen. Ein junger Schauspieler, der das genaue Gegenteil von Allyson ist. Als Willem sie kurzweg zu einem Tag in Paris einlädt, wirft Allyson all ihre Prinzipien über den Haufen und sagt zu. Schnell wird aus dem kleinen Flirt ein starkes Band, doch am nächsten Morgen ist Willem spurlos verschwunden.

Meinung
?Nur ein Tag? ist von der Inhaltsbeschreibung her genau die Art von kitschiger und romantischer Liebesgeschichte, die ich so gerne mag. Wie traumhaft es klingt, zwei Personen treffen zufällig aufeinander, verbringen einen schönen, witzigen, gefährlichen und verrückten Tag in Paris und verlieben sich. Und am nächsten Morgen Verwirrtheit, Angst und Unglaube, der Junge, der dem Mädchen gestern noch so nah war ist verschwunden, spurlos und das Mädchen befindet sich alleine in einer fremden Stadt ohne Bezugspunkte und Sprachkenntnisse.

Kann ja nicht so schwer sein, dort wieder weg zu kommen. Genau das dachte ich auch, allerdings ist Allyson die Art von typischen amerikanischem Mädchen, das uns in Büchern des Öfteren über den Weg läuft. Intelligent, planend, aus guten Verhältnissen und behütet aufgewachsen. Auch weit nach ihrem 18. Geburtstag wird sie noch stark durch ihre bevormundende Mutter beeinflusst. Sie war nie wirklich auf sich allein gestellt oder hat Entscheidungen für sich getroffen und ist vollkommen überfordert mit der Situation. Da ist auch schon der erste Kritikpunkt, diese Allyson kann ganz schön nervig sein. Da muss man als Leser einfach durch und ihr eine zweite Chance geben. Denn nach einer, doch recht quälenden Zeit der Depression, in die sie nach dem Verlust von Willem verfällt, blüht sie auf. Sie packt ihr Leben buchstäblich an den Hörnern, macht worauf sie Lust hat und lebt nicht mehr den Traum ihrer Mutter. Sie sucht sich einen Job, um eine erneute Reise nach Paris zu finanzieren, um endlich Antworten und im besten Fall auch Willem zu finden.

In ?Nur ein Tag? werden Zufälle ganz großgeschrieben, denn alles beruht darauf, auf Zufällen und auf dem Schmetterlingseffekt. Durch diese Zufälle lernt Allyson nicht nur Willem kennen, sondern auch ganz viele andere Menschen, die ihr selbstlos zur Seite stehen und ihr bei ihrer Mission helfen. Gayle Forman hat großartige Arbeit geleistet, man gewinnt wieder den Glauben an die Gesellschaft. Die Nebencharaktere sind mindestens genauso interessant gezeichnet wie die Protagonisten selbst.

Willem ist im Gegensatz zu Allyson ein Freigeist, wild, spontan und voller Lebenslust (Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an). Er wird als Frauenheld dargestellt, in jeder Stadt, an jedem Finger hat er gleich mehrere Frauen und doch so scheint es, wird er in Allyson Gegenwart weniger gehetzt. Das Bild des Macho-Casanovas bröckelt. Und obwohl Willem in diesem Buch nicht sehr lange vertreten ist, ist seine Person dennoch ein fester Bestandteil. Willem war mir trotz seiner Macken und seiner geheimnisvollen Art, von Anfang an sympathisch und sein plötzliches Fehlen, hat auch mich getroffen.

So wie man Allyson eine Chance geben muss, so muss man der Geschichte auch etwas Zeit lassen sich zu entwickeln. Die anfängliche Aufregung verfliegt schnell und weicht einer zähen Zeit, die durch Allysons ursprüngliche passive Art nicht gerade verbessert wird. Doch sobald Allyson den Absprung schafft, wird auch die Geschichte besser. Während man zuvor teilweise nur genervt war, fiebert man nun mit, steigt vollkommen in die Suche ein, so als würde diese einen selbst betreffen. Ich möchte auch die Sprache, die Gayle Forman gewählt hat loben. Sie ist äußerst bildgewandt und für ein Jugendbuch absolut passend.

Fazit
?Nur ein Tag? ist eine emotionale Reise nach Antworten und am Ende findet die Protagonistin Allyson nicht nur diese, sondern auch sich selbst und kann dadurch ihrem Leben endlich eine eigene, individuelle Note geben. Auch wenn es am Anfang zäh und langatmig ist, so sollte man dem Buch eine Chance geben, denn am Ende weiß es zu verzaubern.

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Nur ein Tag

Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

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Nur ein Tag von Forman Gayle

Grossartig!

Nur ein Tag

Rezensionen von Krimine:

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Nur ein Tag von Forman Gayle

Erst oberflächlich, dann wunderschön und mitreißend

Als wohlbehütete Tochter gut situierter Eltern ist Allysons Leben wohl durchdacht. Ein Medizinstudium wird es sein, das sie nach einem hervorragenden Highschoolabschluss und der darauf folgenden dreiwöchigen Tour quer durch Europa in Boston beginnt. Doch die von Sehenswürdigkeiten und kulturellen Veranstaltungen nur so strotzende Reise, die genauso geordnet, wie ihre Schulzeit verläuft, endet letztendlich in einer Katastrophe.

Denn anstatt die letzten Tage mit ihrer Freundin Melanie in London zu verbringen, reist Allyson spontan mit einem Darsteller aus Shakespeares Tragödie ?Was ihr wollt? nach Paris, wo sie sich mit Haut und Haaren in den smarten Niederländer verliebt. Dieser allerdings ist nach einem erlebnisreichen Tag und einer romantischen Nacht plötzlich verschwunden und Allyson steht vor den Scherben ihres kurzen Glücks.

?Nur ein Tag? ist der erste Teil eines Roman-Duos, das die Geschichte von Allyson und Willem erzählt, die sich nach einem eintätigen Aufenthalt in Paris aus den Augen verlieren. Eine Laune des Schicksals, die aus der Sicht beider Hauptpersonen heraus geschildert wird. Und so kommt in ?Nur ein Tag? Allyson zu Wort, während im zweiten Teil mit dem Titel ?Und ein ganzes Jahr? Willem von dem verhängnisvollen Geschehen in Paris und dem Jahr danach berichtet. Doch bevor der Leser in die Welt des charmanten und gut aussehenden Willems einsteigen kann, lernt er zunächst eine naive und zurückhaltende Allyson kennen, die entgegen ihres sonstigen Naturells plötzlich spontan und mit übersprudelnder Lebenslust reagiert. Eine Wandlung, die so schnell vonstattengeht, dass sie schon fast unglaubwürdig erscheint, im späteren Verlauf der Handlung aber ihre Erklärung findet. Und genau darin liegt das Manko dieses Romans. Er beginnt mit einer Hauptprotagonistin, die undurchsichtig und launenhaft reagiert, ohne dass der Leser überhaupt weiß, warum. Deshalb quält er sich durch die ersten Kapitel, bis die Geschichte allmählich an Fahrt gewinnt und aus der oberflächlichen Plänkelei ein wunderschöner und tiefer gehender Roman über die Selbstfindung eines jungen Mädchens wird.

Fazit:
Bei einem anderen Handlungsaufbau hätte der Roman bereits von Beginn an das werden können, was er am Ende ist. Die mitreißende Geschichte eines wohlbehüteten Teenagers, der erst über Umwege erkennt, was in ihm steckt und der zum ersten Mal mit einem ungewohnt heftigen Gefühlschaos klarkommen muss.

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Nur ein Tag

Rezensionen von Ela_Ela:

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Nur ein Tag von Forman Gayle

Ein Mann der um seine Liebe kämpft ; D

Die Regeln lauten wie folgt: 1. Wir küssen uns nicht auf den Mund. 2. Wir bleiben nicht über Nacht. 3. Wir erzählen niemandem von uns. 4. (und das ist die wichtigste Regel von allen) Wir verlieben uns nicht ineinander. Anna Jones will vor allem eines: Einen guten Collegeabschluss machen. Dass sie sich in den Star-Quarterback Drew Baylor verliebt, passt ihr ganz und gar nicht in den Kram.

Drew ist sexy, charmant und selbstbewusst und sonnt sich gern im Licht der Öffentlichkeit. Auch nach einer heißen Nacht mit ihm ist Anna sich sicher: Mehr als ein One-Night-Stand darf die Sache nicht werden. Aber Drew hat sich in den Kopf gesetzt, Anna für sich zu gewinnen. Und wenn er beim Football eines gelernt hat, dann dass man hartnäckig bleiben muss, wenn man den Sieg davontragen will.

Eigentlich dachte Anna es wäre nur ein One-Night-Stand, doch sie hatte nicht mit Drews Ehrgeiz gerechnet der dies auf alle Fälle verhindern will und versucht um ihr Herz zu kämpfen.

Diese Geschichte hat mich nicht ganz von Anfang gepackt aber umso mehr ich über Anna und Drew erfahren umso mehr wollte ich wissen wie es weitergeht und ob Anna über ihren Schatten springt und endlich ihre wahren Gefühle zeigt. Doch bis dahin passiert den beiden noch so einiges was sie auseinanderbringt und dann doch wieder zusammenfinden.

Ich fand beide Charaktere wundervoll. Beide erzählen ihre Geschichte auch wenn man in Annas Gedankenwelt mehr Einblick hat als in Drews.

Außerdem finde ich die Nebencharaktere ebenfalls toll. Allen voran Gray Grayson, der beste Freund Drews, der ihm in vielen Lagen beiseite steht und das schon seit frühester Kindheit. Außerdem ist er ein Spitzenkoch was man von einem Footballspieler gar nicht erwartet.

Mit Iris konnte ich nicht so richtig warm werden. Sie ist blind vor Liebe und meiner Meinung nach würde ich nach so einem Fehler meines Freundes nicht mehr zu ihm zurückkehren. Sie ist Anna jedoch eine gute Freundin was ihr einige Sympathiepunkte einbringt. Ich hoffe sie wird irgendwann den wahren Henry sehen.

Und George, er ist der Zwillingsbruder von Iris, und ein kleiner Aufreißer aber wenn Anna ihn braucht ist er immer für sie da. Er hört ihr zu und versucht ihr mit vielen Tipps ihr Herz in die richtige Richtung zu lenken.

Fazit: Eine wundervolle Liebesgeschichte mit tollen Hauptcharakteren und teilweise tollen Nebencharaktere. Die einen in den Bann zieht und mit viel Drama und Leichtigkeit eine Ende findet.

Serie:
1. Game on - Mein Herz will dich
2. Game on - Chancenlos (erscheint im Juli 2016)
3. Game on - Schon immer nur du (erscheint im Jänner 2017)

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Nur ein Tag